Wie Big Data alle Aspekte von Unternehmen beeinflusst!

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Vernetzte Gegenstände, Algorithmen, Machine Learning, künstliche Intelligenz – derartige Begriffe finden sich immer öfter auf den Titelseiten der Magazine und Zeitungen. Das Stichwort? „Big Data„. Dieser Begriff bezeichnet die IT-Datenmengen , die zu groß sind, um sie mit herkömmlichen Methoden zu verarbeiten. Ein nicht enden wollender Strom an Daten bedeutungslos, wenn sich diese nicht auswerten lassen und in der Folge nicht genutzt werden können. Big Data schafft diese Möglichkeiten und kann damit Verbesserungen der Geschäftsprozesse in allen Funktionsbereichen von Unternehmen schaffen. Die Erhebung und Verwertung der Datenmengen dient dabei der Umsetzung von Unternehmenszielen. Immer mehr Akteure sind heute der Meinung, „Big Data“ sei eine erfolgversprechende Goldmine.

Deutschland führt das Feld der Spitzenreiter an

Als Vorreiter wird die Vermögensverwaltung Edmond de Rothschild gesehen. Schon 2015 hat die Vermögensverwaltung aus Frankreich „Big Data“ aufgelegt. In weiterer Folge investierte man in internationale Unternehmen, die – unabhängig der Marktkapitalisierung – von der „Big Data“-Revolution profitieren könnten. Derartigen Themenfonds gibt es auch schon in Deutschland. Zu beachten ist, dass Deutschland – so die aktuellen Ergebnisse einer Studie von „Teradata“ – die Spitzenposition beim „Big Data“-Einsatz übernehmen konnte. In drei von vier Bereichen steht Deutschland an der Spitze – dabei handelt es sich um Data Warehousing, um die digitale Transformation und um den Einsatz von Datenanalysen. Im Zuge der Technologien für das „Internet of Things“ liegt Deutschland – hinter Australien und Indien – auf dem dritten Platz. Das größte Problem? Der Fachkräftemangel. Rund 55 Prozent der deutschen Betriebe wollen mehr Trainingseinheiten anbieten, sodass der Umgang mit Daten und Analysen künftig besser funktioniert. 96 Prozent der Unternehmen sind schließlich der Ansicht, dass eine effektive „Data Analytics-Strategie“ das künftige Wachstum positiv beeinflussen kann.

Big Data – Analyse

Warum Unternehmen „Big Data“ nicht ignorieren dürfen

Doch warum wurde „Big Data“ ein so großes wirtschaftliches Thema? „Big Data ist sehr wohl eine Herausforderung für alle Unternehmen. Es handelt sich um eine Entwicklung, die keinesfalls verpasst werden darf. Big Data kann mit der Einführung des Internets verglichen werden“, so Jacques-Aurélien Marcireau, der leitende Portfoliomanager des Rothschild Fund Big Data. Traditionelle Unternehmen und Firmen, die aus dem IT-Sektor stammen, könnten – sofern sie die Geschäfte digitalisieren – strategische Vorteile nutzen. „Das heißt, sie können weitere Parameter berücksichtigen, sodass die Prozesse der Entscheidungsfindung optimiert werden können. Dies bewirkt eine Senkung der Kosten und eine Steigerung der Produktivität. Die Beziehungen zu den Kunden verbessern sich, es können neue Produkte entwickelt und Marketingstrategien noch zielgerichteter eingesetzt werden.“

Kommt es zur Big Data Revolution?

Auch an der Wall Street schlagen „Big Data“ und fortschrittliche Technologien immer höhere Wellen. So spricht man von KI-gelenkten Fonds oder Programmen, die den Händlern vorhersagen sollen, in welche Richtung sich der Markt bewegen wird. Der Indexanbieter „Stoxx“ hofft nach der Meldung von Matteo Andreetto, dem Chief Executive, im kommenden Jahr den ersten Index aufzulegen, der durch künstliche Intelligenz geschaffen wurde. Das wäre eine absolute Weltneuheit und würde die intelligenten Strategien auf eine komplett neue Ebene bringen. Ein Team, bestehend aus 20 Datenwissenschaftlern, arbeite schon seit geraumer Zeit daran, dass der Computer des Unternehmens noch mehr Informationen filtern kann, sodass Investmentideen vorangetrieben werden könnten.

Big Data hilft schon heute, das Verhalten von Marktteilnehmern besser zu erfassen und zu verstehen. Andreetto hat sich die Schaffung von Indizes, sodass neue Anlagethemen und Handelsideen erfasst werden können, die von herkömmlichen Indizes bislang unberücksichtigt blieben, zum Ziel gesetzt. „Aktuell sind wir schon in einem sehr weit fortgeschrittenem Stadium“, so Andreetto. Des Weiteren wird gerade geprüft, wie stark die Nachfrage an einem derartigen Index sein würde, der auch Kryptowährungen nachbilde. Liquidität und Preisgestaltung seien Faktoren, die beachtet werden müssen. „Noch gibt es aber kein Unternehmen, das eine Entscheidung getroffen hat“, so Andreetto abschließend.

Bildquelle: Pixabay.com

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