Werbebanner erstellen – Tipps für die Druckvorlage!

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Für Unternehmen und Start-ups ist zielgerichtete Werbung enorm wichtig, um sich einen Kundenstamm aufzubauen. Viele Chancen liegen im Internet. AdWords-Werbung, selbst aufgelegte Partnerprogramme und Social-Media-Kampagnen können eine ganze Menge bewirken.

Aber das ist eben nicht alles. Unternehmen erreichen nach wie vor viele Menschen (nur) über klassische Werbeformen. Gerade im Sommer rücken Werbebanner in den Fokus. Diese lassen sich auf Festen und Veranstaltungen, auf Sport-Events und Open Airs oder einfach an der eigenen Einfahrt nutzen, um ein Produkt oder den Unternehmensnamen zu bewerben. Gleiches gilt für Messen und Ausstellungen, auf denen das Unternehmen präsent ist.

Insbesondere Start-ups können sich aber nicht immer eine professionelle Werbeagentur leisten oder möchten vorhandene Rohdaten selbst weiterverarbeiten. Schnell erstellen sie selbst eine Bannervorlage, um dieses über einen spezialisierten Anbieter kostengünstig drucken zu lassen. Doch welche Punkte sind dabei zu beachten?

Vorab: Einsatzzweck bestimmen

Bevor es richtig losgeht, sollte sich das Unternehmen über den Einsatzzweck des Banners klar werden. Ein Außenbanner muss beispielsweise aus wetterfestem Material bestehen. Dieses Material stellt teilweise andere Anforderungen an den Druck und an mögliche Befestigungsvorrichtungen. Hinzu kommen Aspekte wie Feuerschutz, Wiederverwertbarkeit usw. Innenbanner können auf etwas leichterem Material gedruckt werden. Aber auch hier sind Details zu beachten. Eine gute Übersicht über den Unterschied zwischen Außen- und Innenbannern bietet diese Webseite.

Vorlage erstellen

Der wichtigste Schritt vor dem eigentlichen Druck ist aber das Erstellen der Vorlage. Die meisten Banneranbieter haben Spezifikationen veröffentlicht, die bei der Eigenkreation von Werbebannern hilfreich sind. Wer wirklich auf einen Werbegrafiker verzichten möchte, kann mit etwas Kreativität und technischem Wissen eine ausreichend gute Vorlage selbst erstellen.

Bannergestaltung: die richtige Software

Allerdings taugen Bildbearbeitungsprogramme oder ein in Word kopiertes Logo nicht als Vorlage. Ein Vektorprogramm wie Adobe Illustrator oder Microsoft Publisher ist zwingend erforderlich. Es gibt aber auch kostenlose Alternativen wie Inkscape oder das zum Calligra-Office-Paket gehörende Karbon, mit denen sich ebenfalls Vektordateien erstellen lassen. Abzuraten ist jedoch von Umwandlungstools. Denn dabei verlieren die Dateien meistens zu viel von ihrer Qualität.

Ein Vektorprogramm ist Pflicht, da Vektorvorlagen anders als beispielsweise Fotos nahezu ohne Einbußen beliebig skalierbar sind. Das heißt: Ein kleines Vektor-Logo kann als meterhohes Signet gedruckt werden. Ohne Vektorformat würde das Logo dagegen völlig verpixelt wirken. Liegt kein Logo in Vektorform vor, muss dieses erstellt werden. Da Banner sehr groß sind, reichen normale Bilddateien qualitativ nicht aus.

Technische Spezifikationen, Maße und Materialzugabe beachten

Ein häufiger Fehler bei der Vorlagenerstellung ist das Missachten der technischen Anforderungen. Soll das Banner beispielsweise die Maße 180 cm x 80 cm haben, ist häufig noch eine Materialzugabe von wenigen Zentimetern zu addieren oder ein Beschnitt zu berücksichtigen. In der Praxis wird die eigentliche Datei dann zum Beispiel 190 cm x 90 cm groß sein, wobei aber auf dem umlaufenden äußersten, fünf Zentimeter breiten Rand kein später sichtbares Motiv gespeichert werden darf. Denn in der Produktion muss das Endprodukt auf die gewünschte Größe zugeschnitten werden. Dazu wird die Materialzugabe (Beschnittzugabe) genutzt. Ohne diese Zugabe könnten Inhalte versehentlich angeschnitten werden oder weiße Ränder entstehen. Ähnliche Regelungen gelten für Beschnittmarken, Dateiformate und Auflösungen.

Wichtig: Alle Bannerhersteller arbeiten mit eigenen Systemen. Daher muss jedes Unternehmen vor dem Anfertigen der Druckvorlage die jeweiligen technischen Vorgaben des Herstellers genau prüfen!

Groß und klar: das richtige Motiv im Corporate Design

Das eigentliche Motiv ist ebenfalls mit Bedacht zu wählen. Eine wichtige Grundregel lautet: Reduzieren! Das fällt vielen Unternehmen schwer. Aber Kleingedrucktes wirkt auf einem Werbebanner kontraproduktiv. Die Aussage muss klar, kurz und sofort erfassbar sein. Ein Slogan oder der Hinweis auf ein Produkt sind völlig ausreichend. Mehr irritiert das Auge und hindert das Gehirn daran, die eigentliche Botschaft zu erfassen. Die kurze Aussage sollte zudem groß und von weitem erkennbar sein. Eine zu kleine Schrift oder kleine Grafiken sind ebenfalls zu vermeiden. Ideal sind Kombinationen aus einem Slogan, dem Logo und ggf. ein einzelnes, weiteres Bild. Zusatzinformationen lassen sich je nach Format bei Bedarf so unterbringen, dass sie von dem eigentlichen Inhalt nicht ablenken.

Die abschließende Idee zur Vorlage ist also reduziert, um die maximale Wirkung zu erzielen. Natürlich sollte das Motiv zur Werbelinie bzw. zum Corporate Design passen. Das heißt: Gleiche Schriftart, gleiche Farben, ähnliche Motive, keine Logovarianten usw.

Die Umsetzung: Bannervorlage im Vektorprogramm

Sind diese Dinge alle vorbereitet, folgt die tatsächliche Umsetzung. Dabei sind ebenfalls einige Punkte zu beachten:

  • Der optimale Farbraum ist CMYK (Druckstandard)
  • Objekte ohne Anschnitt müssen ausreichenden Abstand von den späteren tatsächlichen Bannerrändern haben
  • die Auflösung (dpi) der eingefügte Bilder/Grafiken ist wenigstens so groß wie die Endauflösung der Druckvorlage (s. Anforderungen des Herstellers) am Ende wird die Datei als eps- oder ai-, ggf. auch als tif-Datei abgespeichert
  • durch das „Drucken“ in eine hochauflösende pdf-Datei von wenigstens 600 dpi lässt sich die Rohdatei in eine Druckvorlage umwandeln (Vorgaben des Bannerherstellers beachten) und übermitteln.

Mit etwas Kreativität, Ideen und Geschick sind druckfähige Vorlagen für ein Banner in kurzer Zeit kostengünstig erstellt. Wer die Aufgabe lieber auslagern möchte, kann auf Freelancer zurückgreifen oder sich direkt an den Bannerhersteller wenden. Welcher Weg im Einzelfall am sinnvollsten ist, hängt vom Budget, den Anforderungen an das Banner und ggf. vom Zeitplan ab.

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