Stadtimkerei: Honig von den Dächern Berlins!

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„Bee Berlin!“, so lautete vor ein paar Jahren der Slogan, mit dem die Berliner Imker Werbung für ihre Sache machten. Mit Erfolg, wie sich nun zeigt. Denn die Imkerei in der Stadt Berlin ist beliebter als je zuvor. Der Berufstand der Imker befürchtete schon, auf der „Roten Liste“ zu landen. Doch vor allem auch junge Leute begeistern sich seit ein paar Jahren zunehmend für die Honigbiene als Hobby. Gründe dafür gibt es viele: Die einen sind schon seit frühester Kindheit Fans von Willy und Biene Maya. Und die anderen wurden von ihnen angesteckt. Nein im Ernst: Die Imkerei ist einfach ein schönes Hobby für all diejenigen, die die Verbindung mit der Natur suchen. Außerdem ist die Imkerei ein Hobby, das sich selbst trägt. Zwar muss man am Anfang schon etwas Geld investieren. Aber das zahlt sich schnell wieder aus: mit Honig. Der Belag für das Frühstück kann damit gespart werden. Ein gutes Glas Honig kostet im Schnitt sechs Euro. Und auch Kollegen, Freunde und Verwandte sind sicherlich entzückt, wenn sie beim nächsten Feiertag ein Glas davon geschenkt bekommen.

Bienenhonig
Bienenhonig (Quelle: flickr.com – blumenbiene)

Wohin mit den Bienen in der Stadt? Manch einer stellt sich seine Bienen auf den Balkon. Das ist ja sicher eine ganz nette Idee und jeder ist nur zu beglückwünschen, der wohlwollende Nachbarn hat, die das auch begrüßen. Denn wenn so ein Bienenschwarm mal losschwärmt, könnte das durchaus auch mal für etwas Panik in der Umwelt sorgen. Angenommen, so ein Bienenschwarm setzt sich zufällig auf ein kleines Baby, das da irgendwo in seinem Kinderwagen schlummert, und zehn der Bienen stechen zu, dann ist plötzlich gar nicht mehr lustig. Deshalb sollte man sich vorher ganz genau überlegen, was man da tut. Dennoch wird gerade auch das Imkern auf den Dächern immer populärer. Bienen fliegen gern in die Sonne und von Blüte zu Blüte und bauen ihre Waben in hohle Baumstämme, die in der Natur vom Blitz getroffen wurden oder die ein Specht ausgehöhlt hat. Und so ein Bienennest im Baum kann auch schon sieben Meter hoch sein. Eben auch wie ein Dach in der Stadt. Ideal ist ein Bienenstand in der Stadt mit viel Sonne, der aber irgendwo im Schatten steht.

Fazit: Grundsätzlich ist die Stadtimkerei eine sehr gute Idee! Denn Bienen fühlen sich in den Städten einfach wohler, da es hier wärmer ist als auf dem Land. Zudem gibt es in der Stadt keine Pestizide, die ja neben der Varroamilbe mitverantwortlich für das Bienensterben sein sollen. Außerdem sind die städtischen Parks voll von Bäumen, Sträuchern und Blumen, die im Sommer nur darauf warten, bestäubt zu werden.

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