Sensorbasierte Sortierung: Materialien optimal trennen!

Veröffentlicht von

Da Rohstoffe weltweit immer knapper werden, gewinnen die Themen Nachhaltigkeit und achtsamer Umgang mit Ressourcen seit Jahren immer mehr an Bedeutung. Angesichts dieser Tatsache zählt die Rückgewinnung sekundärer Rohstoffe in den Produktionskreislauf zu den großen Herausforderungen der Gegenwart. Das große Problem ist jedoch, dass Sekundärrohstoffen bei der Rückführung selten sortenrein vorliegen. Allein in der Bauindustrie, die als einer der größten Abfallproduzenten in Deutschland gilt, fallen laut Umweltbundesamt jährlich mehr als 200 Mio. Tonnen Bau- und Abbruchabfälle (inklusive Straßenaufbruch) als Gemisch verschiedener mineralischer Komponenten an. Die meisten Abfälle in der Industrie, im Bergbau und in vielen anderen Branchen fallen als scheinbar untrennbares Gemisch aus unterschiedlichsten Stoffen und Komponenten an. Die große Aufgabe besteht nun darin, diese sauber zu trennen.

Um dies zu bewerkstelligen, gilt es, neue Sortiertechnologien zu entwickeln, die den Ansprüchen und Bedürfnissen einer sich zunehmend in Richtung Ressourcenbewusstsein ändernden Welt gerecht werden können. Möglich wird dies durch den verstärkten Einsatz sensorbasierter Sortierverfahren.

So funktionieren sensorbasierte Sortierverfahren

Sensorgestützte Sortierverfahren haben in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Moderne Sortiermaschinen arbeiten auf der Basis der optischen bzw. physikalischen Identifikation einzelner Partikel in drei Stufen. Nachdem die Mischung vereinzelt wurde, erkennen hochpräzise Sensoren einzelne Komponenten und Bestandteile anhand ihrer Eigenschaften. (Detektion). Anschließend werden einzelne Partikel dann automatisch durch Ausblasen, Klappen, Stößel oder andere Hilfsmittel separiert. (Ejektion)

Mülltrennung
Abfall sortieren

Sensorgestütze Sortiermaschinen kommen neben dem Recycling von Baustoffen und Schrott aus der Automobilindustrie in vielen weiteren Bereichen zum Einsatz. Unter anderem bei der:

  • Feinkornsortierung in der Lebensmittelindustrie
  • Granulatsortierung in der Bauindustrie
  • Sortierung von Buntmetallen und seltenen Erden aus Elektroschrott
  • Mineral- und Erzsortierung und Aufbereitung im Bergbau

Dabei stehen die verschiedensten Technologien zur Verfügung, die sich für unterschiedliche Einsatzgebiete eignen. Je nach Branche und Sortiergut kommen beispielsweise Verfahren wie Farberkennung mittels Feinzeilenkameras, Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIR) bspw. zur Separierung organischer Anteile, Röntgensortierung oder laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIBS) zum Einsatz.

Immer größere Rechenleistungen sowie empfindlichere und präzisere Sensortechnik ermöglichen zunehmend feingranularere Sortierungen. So lassen sich selbst kleinste Partikel aus unterschiedlichen Gemengen in Sekundenbruchteilen berührungslos und zerstörungsfrei aussortieren.

Tomra Systems – Sortiermaschinen für höchste Ansprüche

Die Tomra Systems GmbH zählt zu den Pionieren unter den Anbietern von Sortiermaschinen für die Recycling-, Bergbau- oder Lebensmittelindustrie. Basierend auf 110 Jahren Erfahrung im Bereich Entwicklung und Herstellung von Sortiermaschinen und Sortiertechnologien steht das Unternehmen heute als einer der Marktführer für hochsensible, sensorgestützte Sortiertechnik. Sortiermaschinen von Tomra sind weltweit im Einsatz und werden wegen ihrer ausgefeilten Technik und ihrer Zuverlässigkeit in allen Branchen geschätzt.

Bildquelle: Pixabay.com

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.