MyWays testet Crowdsourcing bei Paketzustellung!

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Vernetzte Konzepte gewinnen zunehmend an Bedeutung und Crowdsourcing hat sich in vielen Bereichen bereits bestens bewährt. Wie der Name „Crowdsourcing“ nahelegt, handelt es sich dabei um die Auslagerung von Aufgaben an die Crowd, eine Gruppe von Internetnutzern, die miteinander interagieren. Immer mehr Unternehmen erkennen das Potenzial solcher Communities und nutzen es, um zeitaufwändige und personalintensive Unternehmensprozesse kostengünstig und flexibel von Mitgliedern einer größeren Gruppe realisieren zu lassen.

MyWays
MyWays (Bildquelle: Screenshot myways.com)

Private Paketboten ermöglichen flexible Paketzustellung

Unter Regie des deutschen Logistikdienstleisters DHL startete jetzt mit „MyWays“ in Stockholm ein Projekt der Paketzustellung per Crowdsourcing. Dabei werden Mitglieder der MyWays Community zu Paketboten. Über eine App gesteuert können Einwohner Stockholms auf ihren täglichen Wegen kreuz und quer durch die schwedische Hauptstadt Pakete des Online Ausrüsters Addnature zustellen.

Das Konzept hat mehrere Vorteile, denn einerseits profitieren Kunden von flexibler Zustellung, die an jeden gewünschten Ort und in einem bevorzugten Zeitfenster erfolgen kann und Zusteller haben Gelegenheit, ein wenig Geld in Form von Credits zu verdienen. Credit ist die Währung der Community, die jederzeit in Bargeld eingetauscht werden kann.

Wie funktioniert das MyWays-Konzept?

Kunden des Händlers können bei der Bestellung angeben, dass sie die Zustellung über DHL wünschen, woraufhin das Paket in einer DHL-Station registriert und eine Paketverfolgungsnummer zugesandt wird. Mit dieser meldet sich der Kunde per iOS oder Adroid App bei MyWays an. Hier hat er dann die Möglichkeit, Zeit und Ort der Zustellung in Stockholm anzugeben. Außerdem entscheidet er hier, welches Zustellentgelt der Zusteller bekommen soll. Das Paket erscheint nun für alle Nutzer sichtbar auf dem Marktplatz in der MyWays-App, wo die Nutzer entscheiden können, welches Paket sie zur angegebenen Anschrift und zur festgesetzten Zeit transportieren möchten.

Wer sich für die Zustellung des Paketes entscheidet, begibt sich in die jeweilige DHL-Station, weist sich durch Vorlage des Personalausweises aus und nimmt das Paket in Empfang. Über den in der MyWays-App integrierten Messenger können Zusteller und Empfänger die einzelnen Details der Zustellung klären. Ist das Paket wohlbehaltene beim Empfänger angekommen, quittiert dieser den Empfang und die Unversehrtheit der Sendung, woraufhin der vereinbarte Betrag für die Zustellung dem Transporteur in Credits gutgeschrieben wird.

Positives Feedback zu MyWays in Stockholm

Diese Form der Paketzustellung über MyWays funktioniert im Pilotprojekt in der schwedischen Hauptstadt recht gut. Es ist als eine sinnvolle Ergänzung des Serviceangebotes von DHL und der Versender zu sehen – erlaubt es doch die Zustellung von Sendungen auch außerhalb fester Tourenpläne zu jeder gewünschten Zeit. Mehrfachanfahrten sowie umständliches Be- und Entladen entfallen und für Kunden, die während der Zustellung durch DHL nicht angetroffen werden, entfällt der Weg zur DHL-Abholstation, um die Sendung mit der Paketbenachrichtigung abzuholen. Für die Zusteller ist es ein Zubrot, was besonders Studenten immer gerne mitnehmen und nicht zuletzt schont dieses Konzept die Umwelt, da die Zustellung während ohnehin anfallender Fahrten erfolgt.

Inwiefern sich solch ein Projekt, das in Stockholm zunächst bis Ende des Jahres getestet werden soll, auch in Deutschland umsetzen lässt, bleibt momentan noch offen, doch der Partner und Mitgründer des Addnature Outdoor Shops Klaas Berggren äußerste sich durchweg positiv und meinte: „Mit MyWays konnten wir unsere Kunden beliefern, egal wo sie in diesem Sommer waren. Meistens haben Studenten die Zustellungen übernommen. Die Reaktionen waren positiv. Viele Menschen fanden das Konzept spannend.“

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