mySherpas, die 1. Crowdsponsoring-Plattform!

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Sherpas sind ja eigentlich ein Völkchen im Himalaya, das erst durch die Aufgabe, britischen Gipfelstürmern auf die höchsten Berge der Welt zu verhelfen, zu einem Synonym für Hochgebirgsführer-ohne-die-man-es-nicht-bis-ganz-nach-oben-schafft wurde.

Bei mySherpas sind mit diesen Helfern Leute gemeint, die etwas für kreative, charitative und/oder soziale Projekte übrig haben: Euros nämlich. Da mySherpas jedoch auch eine Plattform ist, die es ermöglicht, von vielen verschiedenen Hoch- und Mittelgebirgs-Sherpas kleine Beträge zu sammeln, nennt sich mySherpa sinnigerweise auch: Crowdsponsoring.

Wir von NetzNews unterstützen dieses neue Startup gerne mit unserem Bericht, da uns einerseits die Idee gefallen hat, wir andererseits aber auch die gelungene Umsetzung gewürdigen. Minimalistisch in Funktion und Design kommt die Website daher und kann doch Großes bewirken, denn durch mySherpas werden Projekte umgesetzt, die unsere monotone Verbraucherwirklichkeit vielfältiger machen.

Auf mySherpa erwartet den Besucher eine ordentliche Portion Bergmanns-Garn: so sind Gipfelstürmer die Projektler, die sich um Sherpas (Sponsoren) bemühen, im Gipfelbuch werden die neuesten Nachrichten untergebracht und unter der Bergwacht sind die Webseiten-Betreiber und das Presse-Echo gemeint. Expeditionen sind die einzelnen, mehr oder weniger unterstützenswerten Projekte, man sehe selbst! Wer nicht auf Anhieb zurechtkommt, kann sich erst einmal ins sogenannte Basislager begeben – analog zu einer Himalaya-Expedition erhält man hier die notwendige Ausrüstung, nämlich alle wichtigen Antworten auf Fragen von Sherpas und Bergsteigern.

Sehr gut umgesetzt sind insbesondere die Filterfunktionen nach Region/Land, 19 thematischen Kategorien oder dem Ablaufdatum – denn eingestellte Projekte, die nach Sponsoren suchen, werden wie bei einer Auktion befristet aufgelistet. Man filtert sich aus der (hoffentlich sich bald einstellenden) Flut der Expeditionen eine engere Auswahl heraus, kann vergleichen oder einfach nach Kategorien stöbern – was es alles so gibt …

Besonders überzeugend fanden wir allerdings, dass nicht nur explizit charitative und soziale Projekte willkommen auf mySherpa sind, sondern jeder mit einem Projekt oder einer Idee Chancen hat, Sherpas bzw. Sponsoren, Spender, Helfer, Sympathisanten – oder wie man sie auch immer nennen mag – zu finden. Angesichts der heutigen Charitas-Industrie ist das mutig und wohltuend anders. Warum nicht einem Pianisten zur ersten CD-Einspielung verhelfen? Wer also eine überzeugende Idee hat, kann auf mySherpas testen, ob dies auch von anderen als umsetzungswürdig betrachtet wird. Eine Jury, ein Auswahlverfahren wie im klassischen Förderdschungel, wird hier ersetzt durch das marktmäßige Nebeneinander verschiedener Projektideen.

Also – wer Ideen hat oder welche unterstützen möchte, dem empfehlen wir einmal auf mySherpa vorbeizuschauen – viel Spass beim Entdecken!

2 Kommentare

  1. @Markus: Freut uns, das dir der Artikel gefällt, wenn wir mehr Zeit hätten, würden wir viel mehr interessante Startups vorstellen.

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