Elektrofahrrad, die Zukunft des Fahrradfahrens?

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Der tägliche Blick auf die Preisanzeigetafeln der Tankstellen überzeugt uns immer wieder, dass es oft wirklich besser ist, das Auto stehen zu lassen und tägliche kürzere Wege lieber mit dem Fahrrad oder eben zu Fuß zu erledigen. Wie oft fährt man nur kurze Strecken zum Einkaufen, die man bequem auch mit eigener Kraft auf zwei Beinen oder Rädern bewältigen kann?

Elektrofahrrad
Elektrofahrrad (Quelle: flickr.com – In_Zukunft_Wien)

Viele praktische Gründe sprechen dabei für die Nutzung des Fahrrades, wovon die Parkplatzsuche mit einer der wichtigsten sein dürfte, denn wieviel Energie wird damit vergeudet, um in den Innenstädten einen solchen zu finden, der dann allerdings oftmals auch noch kostenpflichtig ist? Durch die Nutzung des Fahrrades beim Weg zur Arbeit oder zum Einkauf wird also nicht nur der ökologische Gedanke konsequent umgesetzt, sondern man schont auch seine Nerven und tut sich selbst durch sportliche Betätigung etwas Gutes. Um dies zu fördern und breitere Kundenkreise anzusprechen, haben viele Hersteller mittlerweile das Elektrofahrrad in ihr Programm aufgenommen. Mit einem Elektrofahrrad soll die urbane Mobilität entwickelt werden, denn nicht jeder ist in der Lage, den Arbeitsweg oder die schweren Einkäufe allein mit Muskelkraft zu bewältigen. Mit der Tretunterstützung der modernen E-Bikes sollten zunächst vor allem Senioren angesprochen werden, denen die Benutzung des klassischen Fahrrades zu mühsam und beschwerlich ist und denen der Transport schwerer Einkaufstaschen zunehmend Probleme bereitet. Dank moderner Hochleistungs-Akkus ist es den Herstellern nämlich gelungen, Gewicht einzusparen, was solche Elektrofahrräder immer populärer macht. Ganz nebenbei hat sich dabei noch ein Trend entwickelt, mit dem die Elektrofahrrad-Hersteller zunächst gar nicht gerechnet haben. Viele Menschen entdeckten nämlich das Pedelec oder das Fahrrad mit Elektromotor als hervorragende Möglichkeit gemütlich durch die Natur zu cruisen und dabei verschiedene Anstiege mit Motorunterstützung zu meistern, weshalb die Verkaufszahlen für Fahrräder mit Elektromotor gerade in hügeligen Regionen stark zunehmend sind. Dabei macht das Wort „Genussradeln“ die Runde, wo es weniger darum geht, sportliche Herausforderungen zu bewältigen, sondern moderater sportlicher Betätigung an der frischen Luft, Sehenswürdigkeiten, Naturschönheiten und kulinarische Genüsse aufzunehmen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Zu verdanken ist dieser Trend vor allem der Bemühungen zur Gewichtseinsparung bei Elektrorad und Akkus. Die Reichweite moderner NiMh-Akkus oder Polymerakkus ist mittlerweile ausreichend hoch, um Touren in freier Natur zu ermöglichen, ohne einen zusätzlichen Akku als Ersatzakku mitführen oder die Fahrt zum Aufladen unterbrechen zu müssen.

Fazit: Das Elektrofahrrad wird mit ziemlicher Sicherheit nicht die Zukunft des Radfahrens sein und das klassische Fahrrad ablösen, sondern einerseits einen Schritt darstellen, um Mobilität und Ökologie in den Städten zu fördern und andererseits um sportliche Betätigung ohne Überlastung mit genussvollem Freizeitvergnügen einfach kombinieren zu können.

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