Die Taschenlampe LED LENSER X14 im Test!

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Wir haben auf Netznews zwar schon ab und an über die bewährten LED LENSER Taschenlampen aus dem Hause Zweibrueder Optoelectronics GmbH in Solingen berichtet, doch nachdem sich die Möglichkeit ergab, ließen wir es uns nicht nehmen, hier ein weiteres Modell aus der X-Serie vorzustellen. An dieser Stelle erst einmal recht herzlichen Dank an die Firma Zweibrueder, die auch diesmal wieder eins ihrer Top-Produkte zur Verfügung gestellt hat. Es handelt sich dabei um die LED LENSER X14, sozusagen die kleine Schwester der XR7, die wir im letzten Test vorstellen durften.

Taschenlampe LED LENSER X14 im Test!

Voller Spannung wartete ich auf die Lieferung der Taschenlampe und war erstaunt, dass das Paket diesmal wesentlich kleiner ausfiel. Dies war jedoch kein Wunder, denn die X14 kam nicht wie die X7R im Kunststoffkoffer daher, sondern wird in einer handlichen Pappschachtel ausgeliefert. Das Ganze wirkt daher graziler und lässt sie geradezu ideal als Geschenkverpackung einsetzen. Der Karton, in dessen Deckel noch einmal die wichtigsten technischen Daten und Funktionen aufgedruckt sind enthielt neben der LED LENSER X14 den Intelligent Gürtel-Clip, einen Trageriemen, 4 AA Alkaline Batterien, die Bedienungsanleitung und Kurzanleitung im aufklappbaren Scheckkartenformat, sowie eine Produktübersicht über weitere LED LENSER Modelle.

LED LENSER X14 Übersicht

Nun hielt ich das gute Stück in den Händen und ich muss sagen, sie sieht mit ihren beiden Linsen, die mit der bewährten Zweibrueder X – Lens Technologie arbeiten, zwar ungewöhnlich, aber einfach gut aus. Übrigens erlaubt diese Technologie, die Kombination und Synchronisation mehrerer Linsen mit Hochleistungs – LED´s und garantiert trotzdem ein homogenes Licht. Zunächst galt es, die vier AA Alkaline Batterien einzusetzen. Dazu musste das Batteriemagazin abgeschraubt werden, das mit dem Lampenende, welches den Druckschalter enthält, verschraubt ist. Dabei fällt der Blick auf die vergoldeten Kontakte, die für einwandfreie Verbindung zwischen Lampenkopf und Stromquelle sorgen. Die Batterien selbst ließen sich leicht einsetzen und haben einen guten Halt im Magazin.

LED LENSER X14 Offen

Nachdem ich nun die Lampe das erste Mal startbereit in der Hand hielt, fiel mir das wesentlich größere Gewicht gegenüber der X7R aus dem letzten Test auf, was jedoch angesichts der Tatsache, dass die X7R mit einem Akku und dieses Modell mit 4 Batterien bestückt ist, nicht verwundern dürfte. Darin liegt auch der etwas größere Durchmesser des Lampenkörpers begründet. Dieser ist aus Metall gefertigt, fühlt sich dank seiner geriffelten Oberfläche griffig an und liegt sehr gut in der Hand. Im Gegensatz zum Lampenkopf, der bei der X14 aus Plastik mit eingearbeiteten Rillen besteht, um ihn beim Fokussieren besser greifen zu können. Erste Versuche, den Lampenkopf zum Fokussieren mit dem Daumen nach vorn zu schieben scheiterten trotz Stellung des Fast Lock Mechanismus auf „Unlock“ kläglich, denn das Ganze war äußerst schwergängig. Nach Zuhilfenahme der zweiten Hand und einigem Kraftaufwand gelang es jedoch, und nach einigem Hin- und Herschieben geht es schon einfacher. Im Gegensatz zur X7R, bei der die Funktion mit nur einer Hand problemlos funktionierte, ein kleines Manko, was vielleicht nur bei diesem Testmuster der Fall ist. Wobei ich gleich noch sagen muss, dass auch der Gürtelclip etwas zu stramm zu sitzen scheint, denn er lässt sich nur mit Mühe vom eigentlichen Lampenkörper abnehmen. Ansonsten ist der Intelligent Clip auch hier drehbar, so dass man die Lampe beim nächtlichen Heimweg bequem am Gürtel tragen kann und beim Laufen die Hände trotzdem frei hat.

Doch nun zum Wichtigsten, dem Praxistest. Das Einschalten erfolgt über den Taster am Lampenende, der leicht zu bedienen ist. Durch mehrmaliges Antippen des Schalters kann man die unterschiedlichen Funktionen der Lampe wählen. Die LED LENSER X14 verspricht bei vollem Strahl eine Lichtstärke von 450 Lumen und eine Reichweite von 350 m, wobei Letzteres durch meinen bereits schon einmal durchgeführten Test an einem Bahnübergang, dessen erste Bake 240 m entfernt vom Übergang ist, bestätigt wurde und der Lichtkegel, der durch die Nacht stach, ein echtes Erlebnis war.

Wie bei ihrem akkubetriebenen Schwestermodell X7R stehen auch bei diesem Modell 2 Energiemodi (Energy Saving und Constant Current) zur Verfügung, zwischen denen durch 8 x Tippen und anschließendem Durchdrücken des Schalters hin und her geschaltet werden kann. Während im Energiesparmodus die Akkuleistung langsam abnimmt, bleibt die Leuchtstärke im Constant Current Modus bis zum Abschalten wegen Strommangels gleich, wobei ca. 5 Minuten vor dem Zusammenbruch das Low Battery Message System greift und eine Warnung durch regelmäßiges Blinken erfolgt.

Insgesamt stehen auch bei der X14 dank Smart Light Technology 8 unterschiedliche Lichtfunktionen zur Verfügung, welche je nach gewähltem Programm einsetzbar sind. So stehen bei Programmwahl „Easy“ lediglich normale und geringere Helligkeitsstufe zur Verfügung, während bei „Professional“ die Funktionen „Blink“, „Strobe“ und „SOS“ hinzukommen. Das dritte Programm nennt sich „Defence“ und dient demnach auch der Abwehr von nächtlichen Angreifern. Durch Druck auf den Schalter wird ein etwaiger Angreifer mit dem vollen flackernden Lichtstrahl des Stroboskop-Modus geblendet, was ihn sicher für einige Minuten außer Gefecht setzen dürfte. Die Wahl des Programms erfolgt ebenfalls durch Tippen des Schalters (4x) und wird durch Blinksignale der Lampe quittiert.

Um sich in der Vielfalt der möglichen Programme und vor allem beim Wechsel der Einstellungen zurechtzufinden, liefert Zweibrueder eine Smart Card genannte Kurzanleitung mit, die sicher eine ganze Weile als Anleitung dienen muss, ehe dem Benutzer die Funktionsvielfalt in Fleisch und Blut übergangen ist.

Das Fazit dieses Tests fällt durchaus positiv aus. Mit der LED LENSER X14 ist dem Hersteller ein weiterer Volltreffer gelungen, der sowohl in der punktuellen Spotfunktion, als auch bei der flächenhaften Ausleuchtung deutlich punkten kann. Die eingangs genannten kleineren Schwächen, wie die schwergängige Fokussierung möchte ich dem zur Verfügung stehenden Testmodell zuschreiben. Die X14 ist zwar schon durch den Batteriebetrieb, der doch mit einigen Kosten verbunden ist, nicht ganz so komfortabel, wie ihr Schwestermodell, aber ist in meinen Augen eine absolute Empfehlung für alle Nachtaktiven, die allerdings auch ihren Preis hat.

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