Buchtipp: Recht im Social Web!

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Christian Solmecke und Jakob Wahlers „Recht im Social Web“, Galileo-Computing Februar 2014, 523 Seiten, ISBN 978-3-8362-2608-0, Buch mit E-Book 29,90€ (E-Book 24,90€)

Es ist  kein Geheimnis: Im Social Web gelten Regeln und wer dagegen verstößt, kann schnell mit empfindlichen Sanktionen belegt werden. Fallstricke lauern dabei überall. Ob fehlendes oder fehlerhaftes Impressum, Urheberrechtsverletzung durch die Verwendung fremder Bilder oder einfach nur ein unbedachter Post – schnell kann es so zu einer Abmahnung kommen, die nicht selten recht teuer werden kann.

Jeder Webworker – ob privater Blogbetreiber, Social Media Manager oder Online PR-Verantwortlicher – ist deshalb gut beraten, stets auf dem Laufenden zu sein und aktuelle Regelungen und Entscheide zu kennen. Jedoch ist dies in einem Medium, das ständig in Bewegung ist, äußerst schwierig. Mittlerweile sind es so viele und immer wieder gibt es neue Urteile im Online Recht, die Gewohntes plötzlich in Frage stellen oder gar zu einer gefährlichen Gratwanderung werden lassen.

Die Kölner Rechtsanwälte und Medienrechts-Spezialisten Christian Solmecke aus der renommierten Kanzlei Wilde Beuger Solmecke und Jakob Wahlers wollen hier Abhilfe schaffen und haben das Buch „Recht im Social Web“ verfasst.

Recht im Social Web: Das Handbuch für Praktiker im Social Web

Recht im Social Web
Recht im Social Web

Das im Verlag Galileo Press erschienene Buch richtet sich nach Ansicht der Autoren in erster Linie an Praktiker, die täglich mit Social Media zu tun haben und ihren Auftritt rechtssicher gestalten wollen. Damit sind Social Media Manager, Mitarbeiter in Agenturen, PR-Manager, aber auch Inhaber und Verantwortliche kleinerer Unternehmen, Startups und Freiberufler gemeint, die zum ersten Mal eine Präsenz im Social Web aufbauen wollen. Selbst Rechtsanwälte, die sich vielleicht noch nicht ganz sicher im Medienrecht bewegen finden hier einen umfassenden Ratgeber.

Auf rund 520 Seiten gibt es wertvolle Tipps für den rechtssicheren Social Media Auftritt sowie für den Umgang mit Nutzungsrechten. Der Leser wird anschaulich und verständlich auf Fallstricke aufmerksam gemacht und erfährt, wie er diese umgehen und sich vor Abmahnungen schützen kann.

Dabei verlieren sich die Autoren nicht in Juristendeutsch, sondern führen kompetent und auch für Laien verständlich durch den Paragraphendschungel.

Aus dem Inhalt des Buches Recht im Social Web

Nach einer kurzen Einführung mit wichtigen Grundlagen erfährt der Leser, welche Plattformen wann für Unternehmen sinnvoll sind und was es es aus rechtlicher Sicht beim Start eines Social Media Auftritts zu beachten gibt. Fragen wie die Impressumspflicht stehen genauso auf dem Plan, wie Erläuterungen, wie sich Fans und Follower sinnvoll und legal generieren lassen.

Anschließend geht es um Urheberrechte, Lizenzierungen und verschiedene Lizenzarten wie CC-Lizenzen so dass die Leser nach dem Studium des Buches sicher mit Inhalten für ihre Präsenzen wie Texte, Bilder, Videos und Musik umgehen können. Auch die Themenkomplexe Meinungsäußerung, Beleidigung, Verleumdung und Schmähkritik sowie die Pressefreiheit spielen im Buch eine ebenso wichtige Rolle, wie Fragen des Krisenmanagements bei drohenden Shitstorms.

Extrem wichtig und deshalb auch entsprechend umfangreich ist das Kapitel 9, das dem Thema Datenschutz gewidmet ist. Hier kommen auch die immer wieder gestellten Fragen des rechtskonformen Einsatzes von Google Analytics und Social Plugins zur Sprache. Nach einem Kapitel über den Einsatz von Gewinnspielen auf Facebook & Co. sowie die Themen Spam und gekaufte User-Meinungen geht es schließlich um Haftungsfragen für eigene und fremde Inhalte sowie Social Media im Arbeitsverhältnis. Zahlreiche Checklisten und Mustertexte komplettieren den Rechtsratgeber für das Social Web.

Fazit: Das Buch „Recht im Social Web“ von Christian Solmecke und Jakob Wahlers ist eine echte Empfehlung. Kompetent und leicht verständlich wird der Leser in die Materie eingeführt. Die Autoren überzeugen mit ihrer Sachkenntnis und Praxisnähe und sorgen selbst bei juristischen Laien für eine solide Basis im Bereich Social Media Recht.

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