Amazon FBA – als Händler bei Amazon durchstarten!

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Geld verdienen im Internet – dies ist der Wunsch vieler Menschen. Dabei stellen sich manche die Frage, ob es besser ist, direkt mit einem eigenen Onlineshop zu starten oder Produkte über bestehende Marktplätze wie eBay oder Amazon zu verkaufen. Viele setzen dabei auf Amazon. Hält man sich vor Augen, dass fast 50% des deutschen Onlinehandels über diesen Marktplatz läuft, ist dieser Schritt leicht nachvollziehbar. Ein weiterer Grund dafür ist, dass Amazon Händlern mit seinem Programm Fulfillment by Amazon (FBA) den Einstieg in den Onlinehandel vereinfacht. Der folgende Beitrag gibt eine Reihe Amazon FBA Tipps. Wir erklären, wie FBA funktioniert, welche Vorteile es für Händler bringt und was es beim Thema „Amazon-Shop eröffnen“ zu beachten gibt.

Was bedeutet Fulfillment by Amazon?

Die Abkürzung FBA steht für Fulfillment by Amazon. Auf Deutsch bedeutet dies so viel wie Versand und Abwicklung durch Amazon. Damit können Online-Händler ihre Produkte und Angebote auf einer der weltweit größten E-Commerce-Plattformen anbieten. Beim FBA liefern Händler ihre Waren in ein Amazon Versandzentrum und Amazon übernimmt die komplette logistische Abwicklung der Aufträge, die unter anderem Lagerung, Bestell- und Versandprozess, Retourenabwicklung und Kundenbetreuung umfasst. Händler zahlen dafür Gebühren an Amazon für u.a. Lagerung, Versand und Vermittlung.

FBA
Fulfillment by Amazon

Welche Vorteile bringt Fulfillment by Amazon?

Der größte Vorteil ist wohl, die große Reichweite, die beim Verkauf über Amazon erzielt wird. Da Amazon die Bestellungen selbstständig für den Versand vorbereitet und verschickt, die Retouren abwickelt und teilweise selbst den Kundenservice in der jeweiligen Landessprache liefert, können Händler mit FBA mit geringem Aufwand selbst international verkaufen. Der Händler benötigt kein eigenes Shopsystem und spart eine Menge Aufwand in Bezug auf Kosten, Personal und Zeit.

Weitere Vorteile von FBA liegen in einer besseren Produktplatzierung. Artikel, die über FBA verkauft werden, können das Prime-Logo erhalten und werden bei der Platzierung in der Amazon Buy Box – dem Amazon Einkaufswagen – bevorzugt. Da die Produkte mit Versand durch Amazon gekennzeichnet sind, wird das Vertrauen der Käufer positiv beeinflusst.

Kein Licht ohne Schatten: Die Nachteile von FBA

Neben den Gebühren, die sich natürlich auf die Händlermarge auswirken zählt vor allem der Umstand dazu, dass alle Lieferungen mit Amazon-Logo gebrandet sind. Dies kann sich negativ auf die eigene Brand Awareness auswirken. Zudem ist es wichtig, regelmäßig neue Waren anzuliefern und den Lagerbestand sicherzustellen, da ausverkaufte Produkte auf Amazon nicht mehr gelistet werden.

Außerdem gilt es, die Conversion der Produkte im Auge zu behalten, denn Amazon berechnet für Artikel, die sich zu lange im Amazon-Logistikzentum befinden, Langzeitlagergebühren.

Welche Voraussetzungen sind für FBA nötig?

Wer am Programm Fulfillment by Amazon teilnehmen möchte, muss ein paar Voraussetzungen erfüllen. Um sich Schritt für Schritt in das Thema einzuarbeiten kann diese Amazon FBA Anleitung eine gute Orientierung geben.

  • Zunächst sind eine Gewerbeanmeldung und eine Anmeldung beim Finanzamt (USt.-ID und EORI-Nr. für den Import von Produkten) erforderlich.
  • Nun erfolgt die Registrierung bei Amazon als Seller. Dazu wird ein Amazon-Verkäuferkonto eingerichtet, wobei das Amazon-Basiskonto oder das professionelle Verkäuferkonto zur Wahl stehen. Das Basiskonto ist sinnvoll, wenn nur wenige Produkte bei Amazon verkauft werden sollen. Das professionelle Verkäuferkonto lohnt sich dann, wenn der Händler monatlich mehr als 40 Artikel bei Amazon verkaufen möchte.
  • Jeder Händler ist gut beraten, seine eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu erstellen. Andernfalls gelten pauschale Regelungen von Amazon. Zudem bieten AGB die Möglichkeit, Hinweise zu Zahlungsoptionen und Gewährleistung zu hinterlegen. Schließlich dienen gut formulierte AGBs auch dem Aufbau von Kundenvertrauen.
  • Wie bei allen Onlineauftritten müssen auch ein Impressum und eine Datenschutzerklärung nach DSGVO erstellt werden.

So funktioniert Fulfillment by Amazon

Sind die Voraussetzungen alle erfüllt und ist das Verkäuferkonto durch Amazon bestätigt, kann es auch schon losgehen.

  • beim Listen der Produkte die Option „Versand durch Amazon“ wählen
  • die produzierten Waren vom Hersteller direkt an ein Amazon Logistikzentrum senden
  • Amazon kennzeichnet die Produkte mit dem Hinweis „Versand durch Amazon“. Berechtigte Angebote bekommen zusätzlich das Prime-Logo
  • wird ein Artikel bestellt, entnimmt Amazon die Produkte dem Lager, verpackt diese und versendet sie direkt an den Kunden
  • gibt es Fragen von Kunden oder Probleme mit der Ware, leistet Amazon den Kundenservice in der Landessprache und wickelt Retouren ab

Der Händler bekommt eine regelmäßige Abrechnung der Umsätze und Gebühren.

Fazit: Einfacher kann internationaler Onlinehandel kaum sein. FBA ist nicht nur für Einsteiger in den Onlinehandel ein sinnvoller Schritt. Auch etablierte Händler können von der enormen Reichweite des Branchenriese profitieren und mehr Umsatz generieren.

Bildquelle: Pixabay.com

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