Wildpflanzen-App ist appetitanregend!

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Dass man die grünen Löwenzahnblätter der Pusteblume essen oder dass man aus Hagebuttenschalen auch Likör zubereiten kann, das wissen die Wenigsten. Als nach dem Krieg das Essen rar war, da bereitete die Urgroßelterngeneration noch Salat aus den Wildpflanzen der Natur. Heute ist dieses Wissen fast in Vergessenheit geraten. Dabei handelt es sich keinesfalls um Arme-Leute-Essen. Ganz im Gegenteil: Wildpflanzen sind sogar eine kulinarische Spezialität. Und gesund sind die Blüten, Früchte, Wurzeln und Pilze von Mutter Natur noch obendrein. Denn sie verfügen über viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Brombeerblüten
Brombeerblüten (Quelle: flickr.com – Roberto Verzo)

So schmecken Wildpflanzen-App.

Im Supermarkt gibt es diese kulinarischen Spezialitäten allerdings nicht. Wer sich einen Salat aus Löwenzahn, Butterblumen oder Brunnenkresse zubereiten möchte, der muss sich vor die Haustür bewegen. Denn essbare Wildpflanzen finden Naturliebhaber nur, wenn sie über Feld und Flur wandern. Aber nicht jeder weiß, welches Kraut essbar ist. Doch zum Glück gibt es ja botanische Bücher. Die Pflanzenportraits darin geben nützliche Tipps darüber, wie man Wildpflanzen erkennt, sammelt und verarbeitet. Aber wer möchte schon einen dicken Wälzer mitnehmen, wenn er über die Wiesen wandert. Das ist hinderlich und unpraktisch. Und das braucht man auch gar nicht mehr, seit es den Wildpflanzen-App gibt.

Appetiser: Salat, Marmelade oder Likör?

Das Themenkochbuch „So schmecken Wildpflanzen“ entstand in Zusammenarbeit von Meisterkoch Meinrad Neunkirchner, Autorin Katharina Seiser und Fotograf Thomas Apolt. Die gleichnamige App wurde für das iPad entwickelt und enthält denselben Content mit allen Rezepten und Pflanzen wie das Kochbuch. Die App ist einfach und übersichtlich. Die Handhabung der App macht viel Freude. Es gibt viele Verweise und Möglichkeiten zum Kombinieren. Die App kostet zehn Euro. Eine gute Investition dafür, wenn man bedenkt, dass man die Wildpflanzen einfach so von der Natur geschenkt bekommt. Immerhin steckt in der App das gebündelte Wissen von über dreißig verschiedenen Wildpflanzen. Und nicht nur das: Der Nutzer erfährt auch, wo er die heimischen Wildpflanzen im Wald oder auf der Wiese findet. Auch andere Fragen werden beantwortet. Wie sammelt man die Wildpflanzen, ohne das sie ihr Aroma verlieren? Und wie lagert man Hagebutte, Brunnenkresse und Löwenzahn am optimalsten? Außerdem gibt es viele Rezepte darüber, wie die Wildpflanzen am besten zu verwenden sind: Salat, Marmelade oder Likör? Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man Wildpflanzen verarbeiten kann.

Fazit: Die Wildpflanzen-App ist für Laien und Naturexperten gleichermaßen geeignet. Denn auch für Wildpflanzenprofis gibt es viele neue Rezepte und Ideen.

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