Wiko Darknight: 5 Zoll Smartphone aus Frankreich!

Veröffentlicht von

Wikomobile - Wiko LogoDer französische Hersteller Wiko sorgte für einigen Wirbel bei der IFA im September diesen Jahres, denn der auf Smartphones spezialisierte Hersteller aus Marseille zeigte der Fachwelt und den Endkunden drei überzeugende Smartphone-Alternativen. In Deutschland noch weitgehend unbekannt, ist Wiko jedoch kein Neuling unter den Handyherstellern – in Frankreich ist das 2011 gegründete Unternehmen die Nr.3 auf dem nationalen Smartphonemarkt, im Onlinegeschäft liegt Wiko sogar auf Nummer 1. Kein Wunder also, dass die erfolgreichen Modelle nun auch auf den expandierenden deutschen Markt drängen, immerhin wurden hierzulande in diesem Jahr über 26 Millionen Geräte alleine bis September verkauft und der Branchenverband BITKOM spricht von einem Smartphone-Boom, der auch in den kommenden Jahren zweistellige Zuwachsraten verspricht.

Wikomobile Website Darknight

Dual SIM hinter Glas und Aluminium

Wir durften daher gespannt auf die Lieferung des neuesten Zugangs im Fuhrpark der Franzosen sein, denn auch uns war der Hersteller Wiko zunächst kein Begriff. Das hat sich aber in den letzten Tagen eindrucksvoll geändert, denn das Wiko Darknight, ein Handy mit 5 Zoll Bildschirmdiagonale im Aluminium-Gewand hat uns gezeigt, dass gute Performance gepaart mit elegantem Design keine Hexerei aus altbekannten Technikschmieden sein muss. Das Darknight ist übrigens das sechste Smartphone-Modell, das Wiko in Deutschland auf den Markt bringt. Angesichts einen Preises ab 199 EUR für das Darknight im Onlinehandel, dass mit leistungsstarkem Quad-Core CPU, Dual SIM Kartenslots und Gorilla-Glas daher kommt, benötigen wir auch keine Kristallkugel, um vorauszusehen, dass Wiko auch im deutschsprachigen Raum seine eingeschworenen Anhänger gewinnen wird. Denn der Fünfzoller zeigte sich im Test als solides und preisgünstiges Gerät in elegantem Design, das uns von der Ausstattung bis zur Performance rundum überzeugen konnte. Insbesondere die Möglichkeit der gleichzeitigen Nutzung zweier SIM-Karten macht das Darknight zu einem flexibel einsetzbaren Allrounder ohne Abstriche.

Unboxing Wiko Darknight

Auch am Tag: brillierender HD IPS-Touchscreen!

Das Darknight wurde uns in einer kompakten Hartbox ausgeliefert und enthielt neben dem Darknight einen Netzadapter und Micro-USB-Kabel zum Aufladen, eine Freisprecheinrichtung und ein Kurzanleitung im Miniformat, die sich als praktischer Begleiter in den ersten Tagen des Kennenlernens herausstellte. Zusätzlich waren noch zwei Adapter für Micro SIM und Nano SIM Karten enthalten, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Nicht enthalten war eine durchsichtige Folie zum Schutz des Displays, die wir allerdings auch nicht vermisst haben, da Wiko dem Darknight ein kratzfestes 12,7 cm großes HD IPS-Display spendiert hat. Mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln sorgt es für eine gestochen-scharfe Darstellung auch kleiner Details und glänzte mit lebendigen Farben. Im Test waren wir sowohl mit der Ansprache des Touchscreens, als auch bei Darstellung und Helligkeit bis hin zur Lesbarkeit bei stärkerer Neigung ohne Einschränkungen zufrieden.

Wiko Darknight Detail Front

Technische Daten im Überblick:
  • Quad-Core CPU mit 1,2 GHz
  • 12,70cm (5 Zoll) HD IPS-Display, 1280×720 Pixel Auflösung
  • Kratzfestes Gorilla Glas
  • 1 GB Arbeitsspeicher
  • 8 GB interner Speicher, erweiterbar auf 32 GB (mit Micro-SD-Karte)
  • 8 Megapixel Kamera mit LED-Blitz, 4-fach Zoom
  • 2 Megapixel Frontkamera
  • Android 4.2.1 (Jelly Bean)
  • HSPA+ Datenverbindung
  • USB OTG™
  • Dual-SIM-Kartenslots
  • austauschbarer 2000 mAh Akku
  • Abmessung (HxBxT): 144 x 74 x 9mm
  • Farbe: Dark Blue
  • Gewicht: 142g
  • Aluminium-Rückseite

Wiko Darknight Detail Seite

Der erste Eindruck

Einmal aus der Box genommen und nach Entfernung der bedruckten Display-Schutzfolie lag ein elegantes und mit nur 9 mm angenehm flaches Handy vor uns, dass aufgrund der Aluminium-Rückseite und der soliden Verarbeitung sehr wertig und griffig in den Händen lag. Wir konnten auch kein Knarzen und Wackeln einzelner Bauteile bei robustem Zupacken feststellen, so dass der erste haptische Eindruck unsere Erwartungen insgesamt positiv übertroffen hat. Bei dem Versuch, den mitgelieferten 2000 mAh Akku einzulegen, hatten wir dann aber unsere ersten Schwierigkeiten, denn die Aluminium-Abdeckung wollte sich zunächst auch bei stärkerem Drücken und Ziehen nicht lösen lassen. Erst nach mehrmaligen Versuchen und auf Kosten der Fingernägel gelang es schließlich, den Deckel zu öffnen und den Akku, die beiden SIM-Karten und eine Micro-SD-Karte zur Speichererweiterung einzulegen. Beim Schließen des Deckels war erneut Vorsicht geboten, denn die beiden Stifte am oberen Ende der Abdeckung waren sehr schmal und machten einen etwas zerbrechlichen Eindruck. Dafür saß der Deckel nach dem Schließen wieder sehr fest und ohne zu wackeln.

Top-Performance mit Ausdauer

Einmal geschlossen, waren wir gespannt, wie sich die guten technischen Ausgangsdaten im Dauerbetrieb machen. Tatsächlich enttäuschte uns die Performance mit dem Quad-Core Prozessor und einem GB Arbeitsspreicher während der gesamten Testphase nicht! Kein Ruckeln oder Verzögern minderte den Spaß, das Handy zu nutzen. Auch die kostenlos mitgelieferten Spiele Asphalt 7, Little Big City Freemium und Wonder Zoo – die ersten beiden kamen ausgiebig zur Anwendung – bereiteten dem Darknight keinerlei Schwierigkeiten. Bei Sprachanrufen mussten wir ebenfalls keine Abstriche verzeichnen, der Gesprächspartner war klar und deutlich zu hören, auch bei Gesprächen mit starker Lautstärke im Hintergrund.  Die Nutzung von zwei SIM-Karten war für uns neu und in Android-Manier intuitiv und praktisch umgesetzt.

Wiko-Darknight-Akkuverbrauch-Anzeige

Die Akkulaufzeit war mit einem 2000 mAh Akku erwartungsgemäß gut, angesichts des 5 Zoll großen und hellen Displays sogar sehr ausdauernd und zuverlässig. Herstellerseits wird die Standby-Zeit mit 160 Stunden angegeben. Wer Smartphones bereits benutzt kennt zudem die Tatsache, dass das Aufladegerät bei starker Beanspruchung besser mit auf die Reise gehen sollte, um eventuelle Ausfälle zu vermeiden. Die Ladezeiten waren etwas langsam, so dass wir uns hier ein schnelleres Ladegerät gewünscht hätten.

Wiko Darknight Detail Back

Fotokamera mit 8 Megapixeln

Wer viel Wert auf gestochen scharfe Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen legt, wird mit der im Darknight verbauten Fotokamera zurecht kommen, aber nicht übermäßig begeistert sein. Allerdings unterscheidet sich die Kamera damit nicht von den meisten Konkurrenzprodukten und als solche wird sie auch nicht angepriesen. Ohne Farbstiche hat die Kamera jedoch in allen Testsituationen ihren Dienst bravourös verrichtet und scharfe Snapshots hervorgebracht. Das Testfoto, ohne Blitz aufgenommen, zeigt die farbtreue Wiedergabe des Kalenders auch unterschwierigen Bedingungen in einem dunklen Raum und am Rand eine leichte Vignettierung – die leichte Rotzeichnung der weißen Wand ist nicht auf die Kamera, sondern die rotgestrichenen Seitenwände zurückzuführen.

Wiko Darknight Testfoto Innen

Fazit: Für einen Preis von rund 200 EUR bekommen man mit dem neuen Darknight aus dem Hause Wiko ein gut abgestimmtes und rundum überzeugendes Handy. Stilvoll und edel verarbeitet bietet das Smartphone mit Quad-Core Prozessor und Gorilla-Glas ein optisches und haptisches Vergnügen in hervorragender Verarbeitung. Die Möglichkeit, zwei SIM-Karten gleichzeitig zu betreiben, ist ein weiterer Pluspunkt, das sich in Berufsalltag und auf Reisen besonders bewährt. Die Performance ist schnell, leistungsstark und vor allem ruckelfrei und damit ein echtes Preis-Leistungs-Schnäppchen. Lediglich die umständliche Öffnung der Akku-Abdeckung und die etwas schleppende Aufladezeit des Akkus wurden von uns als erwähnenswerte kleinere Abstriche beim ansonsten hervorragenden und überzeugenden Gesamteindruck des Allround-Smartphones vermerkt. Wer sich zum Kauf entschließt, wird daher schnell dem französischen Charme erliegen.

Ein Kommentar

  1. Hallo,

    dem Test kann ich nur zustimmen. Ein kleiner Tipp: man muss sich die Fingernägel nicht ruinieren, wenn man die Alu-Abdeckung an der Kontaktlinie zum Gehäuse einfach mit dem Fingernägel an den Einkerbungen trennt 🙂 So hat es bei mir 1a geklappt. Ich war echt am Verzweifeln. Sonnst ist der Wiko wirklich ein gutes Stück Technik.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.