Wie Senioren von Cloud-Diensten profitieren könnten!

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Deutschland schwebt auf Wolken! Für die meisten Internetnutzer in der Bundesrepublik gehören Online-Speicher längst zum Alltag. Das bestätigt auch eine aktuelle Forsa-Studie, die im Auftrag des größten deutschen Cloud-Speicher-Anbieters STRATO durchgeführt wurde. Die private Nutzung von Cloud-Technologien beschäftigt aber nicht nur die junge Generation. Fast die Hälfte aller Cloud-Nutzer ist älter als 40. Nur unter den Senioren hat sich die Cloud-Technologie noch nicht richtig etablieren können. Zu Unrecht.

Die Vorteile der Cloud kennen keine Altersgrenze

Schon im Jahr 2016 eröffnete die O2-Studie „Digital mobil im Alter“ den Chancenreichtum, der die ältere Generation durch die Internetnutzung erwartet. Zumindest die Hälfte aller Senioren ab 60 gab damals an, regelmäßig das World Wide Web zu besuchen. Die Studie hielt andererseits auch Barrieren fest, auf die ältere Menschen auf dem Weg in die Online-Welt stoßen. Die Studienautoren riefen damals zu seniorenfreundlichen Trainingsangeboten auf, um der Altersgruppe die Möglichkeiten des Internets schmackhaft zu machen.

Cloud-Nutzer
Clod-Nutzung

Auch die Nutzung ortsunabhängiger Cloud-Dienste bietet Senioren viele Chancen. Wie die Emporia-Seniorenstudie „Smart im Alltag 2018“ ergab, besitzt jeder zweite Bundesbürger zwischen 65 und 70 Jahren ein Smartphone. Cloud-Speicher könnten über entsprechende mobile Endgeräte ortsunabhängig aufgerufen werden. Befinden sich Senioren beispielsweise auf der Suche nach aktuellen Fahrplänen, könnten ihre Angehörigen solche Dateien in die Cloud laden. Der vereinfachte Zugriff sorgt dafür, dass Senioren nicht selbst nach entsprechenden Informationen suchen müssten und wichtige Angaben immer zur Verfügung haben.

Nutzungsszenarien
Gründe für die Cloud-Nutzung

Nur 15% aller deutschen Cloud-Nutzer sind 60 oder älter

Obwohl die Cloud auch der älteren Generation zahlreiche Vorteile bietet, sind bisher nur 15 Prozent aller Cloud-Nutzer 60 Jahre oder älter: Die Ergebnisse der Forsa-Studie verdeutlichen einerseits, dass die Wolke seniorentauglich ist. Auf der anderen Seite deutet der eher geringe Prozentsatz darauf hin, dass der älteren Generation der Mehrwert von Cloud-Speichern noch unklar ist.

Laut Bitkom Cloud-Monitor war die Speicherwolke bereits 2014 durch Vorteile wie ortsunabhängiger Zugriffsmöglichkeit ganzer Teams aus dem Business-Alltag kaum noch wegzudenken. Die Vorteile für Senioren sind demgegenüber vielleicht nicht auf den ersten Blick erkennbar. Sollte der Cloud-Boom – wie von Bitkom und anderen Experten angenommen – aber tatsächlich anhalten, wäre die Nutzung für Senioren ein umso wichtigerer Inklusionsschritt. Ohne jegliches Interesse daran würden sie sich in einer Cloud-gesteuerten Welt sozusagen selbst ins Abseits befördern.

Vorbehalte gegen die Cloud
Vorbehalte gegen die Cloud

Es mangelt an Kursen

Mittlerweile werden in Einrichtungen wie Volkshochschulen zahlreiche Kurse angeboten, die Senioren an die digitale Welt heranführen. Dennoch sind nur wenige der Cloud-Kursangebote auf die ältere Generation abgestimmt. Eine mögliche Alternative wäre Privatunterricht mit seniorengerecht vorgestellten Inhalten. Allerdings benötigen Teilnehmer auch hierfür Basiswissen, an das die entsprechenden Angebote anknüpfen können. Damit Senioren die Cloud und ihre Vorteile im Alltag besser kennenlernen können, bleiben deshalb die bereits vor Jahren geforderten Digital-Kurse der wichtigste Ansatzpunkt. Erst, wenn die ältere Generation durch auf sie abgestimmte Kursangebote das Internet verstehen gelernt hat, wird sie wirklich von Cloud-Technologien profitieren können.

Bildquelle/Grafiken: strato.de

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