Warum sich eine Cyberversicherung in 2020 lohnt

Schon jetzt ist klar, dass das Jahr 2020 in vielerlei Hinsicht in die Geschichtsbücher eingehen wird. Die Corona-Pandemie rollte wie eine Lawine über die Welt und viele Betriebe und Privatpersonen mussten ihren Alltag massiv umstellen.

Eine der vielen Folgen war, dass so viele Menschen ins Home Office gegangen sind, wie noch nie zuvor. Das bietet mehr Schutz auf der Arbeit vor dem Virus, jedoch zeigt es Schwachstellen in der IT-Sicherheit auf. Die heimischen Rechner sind nämlich in der Regel schlechter geschützt als die im Büro.

Die Schäden durch Cyberangriffe können massiv sein und eine Absicherung kann im Zweifelsfall einen sehr großen Unterschied machen. Ein möglicher Weg sind Cyberversicherungen, doch was können sie wirklich

Cybersecurity

Gefahren im Homeoffice

So viele negative Seiten die Corona-Pandemie auch hat, für die Digitalisierung hat sie einen massiven Sprung nach vorne ausgelöst. Der Digitalverband Bitkom e.V. hat im März 2020 Zahlen erhoben, nach welchen jeder zweite Berufstätige in Deutschland während des Lockdowns ins Homeoffice gewechselt ist.

Zwar war das Thema Home Office schon seit Jahren im Gespräch, jedoch hat es in der breiten Masse noch keinen Anklang gefunden bzw. war zu aufwendig umzusetzen. Viele Unternehmen wurden jetzt gezwungen eine Lösung zu finden, weshalb es plötzlich sehr schnell ging.

Da der Umstieg auf das Homeoffice jedoch so kurzfristig kam, sind viele Arbeitnehmer einfach zu Hause geblieben und nutzen ihren privaten Laptop oder PC für die Arbeit. Laut einer IBM-Studie trifft das auf ganze 53% der Befragten zu. Die Nachfrage an Endgeräten für Mitarbeiter ist so stark angestiegen, dass viele Unternehmen finanzielle und logistische Schwierigkeiten bekommen haben.

Wenn Arbeitnehmer jedoch mit ihrem Privatrechner die Arbeit erledigen, entstehen Sicherheitslücken, welche große Gefahren für das Unternehmen bergen können. Dies wissen Hacker und es hatte zur Folge, dass die Kriminalität im Internet in den vergangenen Monaten stark zugenommen hat. Allein im Juli wurden in Deutschland 100.000 Angriffe von Hackern auf klein- und mittelständische Unternehmen, sowie Privatpersonen veranschlagt. Dies haben IT Sicherheitsforscher festgestellt

Die Verbraucherzentrale vom Bundesland Bayern weist darauf hin, dass ein Schutzschirm für digitales Arbeiten sinnvoll sein kann. Eine Cyberversicherung kann hier helfen, indem sie bei Cyberattacken, -mobbing und Identitätsdiebstahl beiseite steht. Konkret bietet sie sie Beratung, Unterstützung und Geldleistungen.

Die richtige Absicherung

Ein reales Beispiel für den Schutz einer Cyberversicherung hat AXA vor kurzem bekannt gegeben. Hier wurde ein Dienstleistungsunternehmen gehackt und die Daten komplett verschlüsselt. Der Chef war zuerst sehr aufgeregt, hatte jedoch einen Ansprechpartner bei der Versicherung.

Dort hat er den Fall gemeldet und ein sogenannter IT-Forensiker konnte einen Teil der Daten retten. Den Schaden des Angriffs hat die Versicherung dann in Form einer Geldleistung wieder ausgeglichen.

Der durchschnittliche Schaden, den ein erfolgreicher Hackerangriff verursacht, liegt bei Großunternehmen im Schnitt bei 1,8 Millionen Euro. KMU sind mit durchschnittlich etwa 70.000€ auch schon gut dabei. Hier ist die Dunkelziffer der Hackerangriffe noch überhaupt nicht mit eingerechnet.

Da eine gute Versicherung je nach Leistungspaket zwischen 30 und 250 Euro jährlich kostet, kann dies für Unternehmen daher eine sehr schlaue und vergleichsweise günstige Investition sein.

Was kann präventiv getan werden?

Trotz einer guten Versicherung sollten Nutzer jedoch nicht fahrlässig sein beim Thema Sicherheit. Es gibt ein paar Dinge, die jeder vorab schon tun kann, um sich zu schützen. Zu Beginn sollte das Endgerät immer aktuell sein im Betriebssystem, sowie allen Programmen, welche installiert sind.

Es sollten auch nur vertrauenswürdige Programme heruntergeladen und installiert werden. Neben Virenscannern ist auch ein VPN (Virtual Private Network) ein sehr starker Schutz. Hier wird der Datenverkehr wie durch einen digitalen Tunnel geleitet und dadurch abgeschirmt.

Fazit

Das Corona Jahr 2020 hat einige Veränderungen gebracht, besonders in der Arbeitswelt. Hier ist eine Rekordzahl an Arbeitnehmern entstanden, welche ins Home Office gewechselt sind. Aufgrund der Geschwindigkeit, in der dieser Wechsel vollzogen wurde, arbeiten viele mit dem privaten Laptop oder Computer.

Dies öffnet eine große Sicherheitslücke, welche Hacker immer stärker versuchen auszunutzen. Neben schlauen Absicherungen wie einem aktuellen Betriebssystem und Schutzsoftware, ist eine Cyberversicherung ein sehr guter Weg, um sich abzusichern. Diese ist im Fall einer Hackerattacke ein Auffangnetz und kann unter Umständen sogar verlorene Daten wieder retten.

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