twago – Projektplattform für Freie und Firmen!

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Die im März 2009 gegründete twago GmbH ist eine Projektplattform, wobei twago für „teamwork across global offices“ steht. Kleine wie große Unternehmen, die hin und wieder Aufträge an Freelancer vergeben, treffen bei twago.de auf einen Pool an freischaffenden Programmierern, Web-Designern, Übersetzern, Textern und Marketing-Experten, die Aufträge suchen. Wie sollen die Unternehmen aber ihre Experten – wie twago seine Freelancer nennt – überhaupt finden? Über twago natürlich und daher möchten wir diese effiziente Projektplattform unseren Lesern einmal näher vorstellen.

Ein Unternehmen, das einen Auftrag zu vergeben hat, muss sich zunächst registrieren und stellt dann ein Projekt online, das sowohl den Budgetrahmen als auch eine erläuternde Beschreibung, sprich Briefing, enthält. Daraufhin melden sich Freiberufler bzw. Experten mit ihren Angebotspreisen. Unter allen Dienstleistern wählt das Unternehmen schließlich einen aus und vergibt den Auftrag. Das Konzept scheint zu funktionieren, denn inzwischen zählt sich twago zu den führenden europäischen Projektplattformen.

In Zahlen ausgedrückt befinden sich auf twago derzeit mehr als 115.000 Experten, die sich auf die insgesamt über 3.500 Projekte verteilen. Dabei steht ein Projektvolumen von stattlichen 8.762.100 € zur Verfügung. Dass twago erfolgreich betrieben wird, zeigt schon ein Blick auf die Startseite. Namhafte Unternehmen wie Siemens und Spreadshirt vertrauen twago, bekannte Medien wie die ARD oder Spiegel Online haben bereits über die Plattform berichtet.

Wie geht aber nun die Anmeldung vonstatten? – kinderleicht. Einfach rechts oben auf „Login / Registrieren“ klicken, schon lädt eine neue Unterseite. Dort auswählen, ob man Experten sucht oder aber Aufträge vergeben möchte, muss eine e-Mail-Adresse angeben und mit „Weiter“ die Anmeldung fortsetzen. Anbieter von Dienstleistungen, z.B. Web-Design, wählen dann eine Form der Mitgliedschaft aus. Im Expertenpool befinden sich sowohl teure VIPs als auch kostenlose Beginners.

Beginner dürfen monatlich nur zwei Angebote einreichen, höchstens 1.500 Euro pro Projekt verdienen und entrichten eine Vermittlungsgebühr von 7 Prozent an twago. VIPs dürfen sich auf ausnahmslos alle Projekte bewerben und sind zusätzlich von der Service-Gebühr befreit. Dafür kostet die Mitgliedschaft auch stolze 125 Euro monatlich. Hier treffen wohl Experten-Welten aufeinander, die von hobbymäßigen Designern und Textern bis hin zu gestandenen Profis mit jahrelanger Berufserfahrung reichen.

Wie üblich werden auch persönliche Informationen abgefragt, also etwa Unternehmensname, Vor- und Nachname, Festnetznummer und Adresse. twago verkauft diese Daten natürlich nicht an ominöse Dritte, auf finanzamtkonformen Rechnungen tauchen diese aber nun einmal auf, also benötigt auch twago alle Angaben.

Wenn Unternehmen Hilfe vor Ort benötigen, die Aufträge also weniger für den Heimarbeitsplatz geeignet sind, kommt das Branchenbuch von twago.de ins Spiel. Einfach den gewünschten Experten angeben, also etwa einen Übersetzer oder Marketing-Experten, zusätzlich den gewünschten Ort eintragen und in kürzester Zeit werden die gewünschten Dienstleister angezeigt.

Fazit: twago ist eine interessante Alternative zu den üblichen Projektvergabe-Verfahren, wenn ein freier Mitarbeiter oder Experte für ein Projekt oder eine spezifische Dienstleistung gesucht wird. twago ist schnell und einfach zu bedienen, die gewünschten Einstellungen und Projektangaben können leicht und intuitiv vorgenommen werden. Dadurch, dass twago auf seiner Projektplattform Experten und Unternehmen zusammenführt, wird ein für beide Seiten praktischer Onlinedienst angeboten, der ähnlich wie Crouwdsourcingportale Akquirierungs-Prozesse abkürzt und damit für alle Seiten einen echten Mehrwert bietet. Da wir bei Projektplattformen wie twago in Zukunft großes Entwicklungspotential vermuten, empfehlen wir, den Service einmal auszuprobieren.

4 Kommentare

  1. Ich selbst nutzte twago häufig als AquisePlattform. Doch stellts sich schnell heraus, dass die Anfragen der Plattform als Preisdumping zu bezeichnen sind, undprofessionell und ohne jeden Bezug zur Realität.

    Weiter müssen Anbieter für Gebopte bezahlen – Auftraggeber können sich umsonst Preisangebote einholen. Das führt dazu das man als Anbieter eine Angebot abgibt vel zeit aufwendet und auch Geld dafür. Und zu 80% (so war es bei mir) diese Anfragen der Auftraggeber nie bestätigt wuren und kein Anbieter den Auftrag bekommen hatte.

    Abzocke hoch10, da die Anbieter ja nicht bezahlen müssen und nicht verpflichtet sind einen Anbieter zu beauftragen.

    Fazit: Preisdumping, Abzocke und Verarsche – Unprofessionelle Briefings und unprofessionelle Betreuung.

  2. Ich kann leider zu der oben gesagten Meinung nur zustimmen. Es gibt eine gewisse Grad an Unfairheit bei twago.de und das merkt man schnell. Also ich selbst bin ein bisschen enttäuscht. Hoffe ich aber, dass das Unternehmen die Fehler schnell korrigieren kann, wünsche denen viel Glück!

  3. Mit den Auftraggebern ist es wirklich so eine Sache.
    Zum Beispiel wurde ein Eilauftrag vergeben (Übersetzung am selben Tag). Bis heute (4 Tage später) keine Auftragsvergabe.

  4. Danke für den informativen Artikel. Auch meine Erfahrung mit der Plattform war eher durchschnittlich. Das Problem ist, wie auch in den anderen Kommentaren beschrieben, dass die Projekte meistens nur grob umschrieben sind, und dadurch eine gute Aufwandschätzung nicht möglich ist. Dadurch wird auch die Vergleichbarkeit der verschiedenen Angebote der Anbieter eher schwer.

    Da ich auch einige Berührungspunkte mit der Plattform hatte, habe ich darüber geschrieben: http://www.yuhiro.de/so-funktioniert-twago/

    Ich denke, es kann Sinn machen die Plattform zu nutzen, wenn es sich um Standard-Aufgaben handelt. Jedoch zeigt der Beitrag von Root auch, dass solche „Standard“-Aufgaben dann eventuell auch nicht genau ausgeführt werden. Würde mich freuen von weiteren Kommentaren zu lesen, wie die Erfahrung mit der Plattform war.

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