Telemedizin – Ein Trend auf dem Vormarsch!

Schon vor der aktuellen Gesundheitskrise wurde die Telemedizin immer beliebter. In Deutschland 2018 von der Bundesärztekammer offiziell anerkannt, erfährt die Fernbehandlung aktuell immer mehr Zuspruch. Die Zahl der virtuell durchgeführten Sprechstunden bei Ärzten stieg bereits 2019 deutlich an und hat sich im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nochmals deutlich vergrößert. Dabei gehen die Vorteile der Telemedizin weit über den Infektionsschutz hinaus.

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Screenshot: KRY

Telemedizin – Was ist das?

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz definiert Telemedizin als: „…Bereitstellung oder Unterstützung von Leistungen des Gesundheitswesens mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien… “. Die medizinischen Daten für die Prävention, Diagnose, Behandlung und Weiterbetreuung von Patientinnen und Patienten werden dabei in Form von Text, Ton und/oder Bild übertragen. Patient und Therapeut oder Mediziner müssen dabei nicht am gleichen Ort sein.

Vorteile der Telemedizin

Die Vorteile der Fernbehandlung sind vielfältig. Zunächst ist sie nicht nur effektiv, sondern auch kostengünstig. Da weniger Mittel für Personal und Räumlichkeiten benötigt werden, ist eine virtuelle Sprechstunde bis zu 20 Prozent günstiger als eine herkömmliche Behandlung. Auch die Wartezeiten werden durch Telemedizin deutlich reduziert. Während man in den vollen Wartezimmern der deutschen Praxen und Krankenhäuser auch mal mehrere Stunden auf seine Behandlung wartet, versprechen Telemedizin-Unternehmen, wie KRY, dass kein Patient länger als 30 Minuten auf einen Termin warten muss. Zudem wird durch Telemedizin vielen Menschen der Zugang zur Spezialmedizin geöffnet. Für viele Menschen ist die herkömmliche Konsultation eines Spezialisten mit hohem Reiseaufwand verbunden und wegen ihres körperlichen Zustands nicht möglich. Bei einem virtuellen Termin muss man sich meist keinen Meter bewegen, und braucht nur ein geeignetes Endgerät, eine App und eine stabile Internetverbindung.

Corona und Telemedizin

In der Corona-Krise konnte der Sektor der Telemedizin deutlich zulegen, da eine virtuelle Konsultation eines Arztes das Infektionsrisiko minimiert bzw. ausschließt. So ist es bei Corona-Verdacht sehr sinnvoll, zunächst einen Arzt per Videotelefonie zu sprechen, um einschätzen zu lassen, ob die Symptome auf Corona hinweisen und sich, falls nötig, über die nächsten Anlaufstellen für einen Test zu informieren.

Telemedizin
Telemedizin (Bildquelle: pixabay.com)

Starkes Wachstum der Branche

Verschiedene Analysen zur Nutzung von Telemedizin zeigen, dass der Sektor des Gesundheitswesens von Corona profitieren kann. So schreibt ein Analyst von Pitchbook Data, einem EDV-Unternehmen, „… dass, falls die Nachfrage weiter steigt und Krankenhäuser und Praxen für Allgemein- und Spezialmedizin weiter Behandlungen zum Infektionsschutz zurückstellen müssen, digitale Start-ups aus dem Gesundheitswesen deutliches Umsatzwachstum erfahren werden.

Telemedizin kann viele konventionelle Arzttermine ersetzen

Die „digitale Untersuchung“ via Videotelefonie kann viele Arzttermine fast gleichwertig ersetzen. Die gängigen Krankheiten sind auch per Bildübertragung diagnostizierbar und Ärzte können Rezepte und Krankschreibungen inzwischen auch digital ausstellen und elektronisch an die Patienten übermitteln.
Insgesamt gesehen ist Telemedizin eine ideale Ergänzung für das Gesundheitssystem. Aktuell kann sie, aufgrund der Corona-Pandemie ihre Stärken voll ausspielen, doch es ist davon auszugehen, dass die Marktanteile auch nach Abklingen der Pandemie weiter ansteigen werden.

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