tape.tv – Web Musikfernsehen richtig gemacht!

Veröffentlicht von

tapetv-logoDezent, angenehm, entspannt, designy – dies sind die Assoziationen, die beim ersten tape.tv-Besuch hochkommen können. Keine schmerzhaft-grellen Farbflashs, sondern dunkle Lounge-Atmo empfangen den Neuling und er befindet sich bereits mitten im Musikfernsehprogramm. Denn tape.tv ist eine Musik-Plattform, die interaktives Web und unidirektionales Fernsehen miteinander kombiniert – und das sowohl musikalisch wie ästhetisch auf meisterlich gekonnte Art und Weise.

Screenshot-tapetv

Zunächst fällt die Unaufgeregtheit auf, die den Besucher empfängt: schwarzer Bildschirm, Video-Screen ohne Umrahmung, tape.tv-Logo und zwei Reiter am unteren und oberen Rand, sonst nichts. Hinter dem Reiter “Büro + Impressum” verbergen sich alle Links zum Unternehmen und für Feedback an die Redaktion. Der andere Reiter ist für die “Anmeldung” und nach Anmeldung für die Verwaltung des eigenen Profils zuständig. Dazwischen noch das dezente Logo von tape.tv, neben dem sich hin und wieder ein Spruchband in hellgrau öffnet und das auf die Möglichkeiten zur Personalisierung und zum sozio-medialen Mitteilen hinweist.

Wie funktioniert das internetbasierte Musikfernsehen? tape.tv bietet ein Programm mit Musikclips unterschiedlicher Stilrichtungen und Genres an, dass der User einfach laufen lassen kann – eben wie im richtigen Fernsehen. Durch eigene Auswahl und weitere Interaktionen kann das Musikprogramm jedoch stark personalisiert werden. Dazu ist eine schnelle und Daten-arme Registrierung erforderlich, zu der nur eine Mailadresse und ein Passwort gehört. Nach Bestätigung kann’s also richtig mit tape.tv losgehen.

Wie der Name Tape – Kassette – schon sagt, kann einerseits zum nächsten Musikclips vorgespult werden. Einmal registriert, hat der User aber auch die Möglichkeit, ein Videoclip komplett aus “seinem” Musikprogramm zu verbannen, es taucht nun einfach nicht mehr in den Playlists auf. Umgekehrt ist es auch möglich, ein Clip als besonders geschätzt zu kennzeichnen. Dadurch merkt sich tape.tv das Video für diesen Benutzer und zeigt vermehrt ähnliche Musikclips. Wer also regelmäßig tape.tv schaut, erhält tendenziell immer weniger ungeliebte Videos und Favoriten werden vermehrt gespielt. Desweiteren kann die Playlist von tape.tv eingesehen werden, was lief, was läuft, was kommt. Natürlich ist es ebenso möglich, eine eigene Playlist zu erstellen oder auch nach bestimmten Bands oder Liedern zu suchen und diese dann abzuspielen. Konsum und Interaktion – beides ist bei tape.tv miteinander ideal verwoben und führt zu stetig wachsendem Musikgenuss.

Screenshot-tapetv-auf-den-dächern

Ein weiteres dickes Plus ist der Button für die Wahl eines spezifischen Genres: 9 verschiedene Musikstile können eingegrenzt werden: dazu gehört Alternative, Elektro, Hip Hop, Rock und Metall ebenso wie Soul, RNB und Indie. Wer also keine generische Berieselung, sondern hohe Trefferquoten für eigene Preferenzen möchte, wird hier von tape.tv verwöhnt.

Gerade in einer extremen Gefühlslage? Dann gibt es eine weitere tape.tv-spezifische Besonderheit: Musik nach Stimmungslage: die als erstes aufgerufenen Videoclips bei den Rubriken “verliebt” (eminem feat. rihanna – love the way you lie), “euphorisch” (kool & the gang – celebration) und “traurig” (jeff buckley – hallelujah) entsprechen in etwa den Erwartungen. Aber was ist unter “artyfarty” (bonaparte – who took the pill), “vorwärts” (goose – synrise) oder “frühling” (jan delay – für immer und dich) zu verstehen? Im besten Fall viele Neuentdeckungen und natürlich der Spass, weniger attraktive Clips mal eben einfach zu verbannen.

Hinter dem Button “Themen” verbergen sich weitere redaktionell gepflegte Musikprogramme, etwa zu “indie disko” und einzelnen Musikgruppen. tape.tv hat auch eigene Formate auf den Weg gebracht, die sich hinter den Themen “on tape” und “Auf den Dächern” verbergen. So können zum einen exklusive Akustik-Sessions auf den Dächern Berlins und Hamburgs genossen werden, neben leyan, cassandra steen und vielen mehr war auch zaz bei tape.tv zu Gast und meine Neuentdeckung: retro stefson, Minimalismus zwischen Zuckerhut und Berliner Fernsehturm. Hinter “on tape” verbergen sich Live-Konzerte, die während des Events mitverfolgt oder auch später aufgerufen werden können.

Fazit: Der Spagat zwischen Interaktivität und klassischem Fernsehprogramm ist durchweg gelungen, der Neuentdeckungskoeffizient guter Bands und Musiker sehr hoch und der Spass am Feintuning des eigenen Musikgeschmacks riesig. Wer einmal fan geworden ist, sollte sich den tape.tv-Shop anschauen, in dem neben den obligatorischen T-Shirts witzige Kleinigkeiten zu erstehen sind. tape.tv einfach mal ausprobieren! Hier geht`s zu tape.tv.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.