Steuern sparen als Startup-Unternehmen!

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Wer ein Unternehmen gründet, muss Steuern zahlen. Ob Körperschaft-, Einkommen-, Vor-, Gewerbe- oder Umsatzsteuer; je nach Rechtsform des Unternehmens, kommen verschiedene Belastungen auf den Existenzgründer zu. Wer sich bislang nicht mit der Materie befasst hat, kann sich zu Beginn seiner Tätigkeit schnell überfordert fühlen. Aus diesem Grund ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und auch darauf zu achten, welche Tipps und Tricks es gibt, um als Existenzgründer auch Steuern sparen zu können.

Steuern sparen - Die unterschiedlichen Rechtsformen
Steuern sparen als Startup

Schon zu Beginn des Startups ist es unerlässlich, die richtige Entscheidung – bezüglich der Rechtsform – zu wählen. In vielen Fällen entscheiden sich Unternehmensgründer für eine haftungsbeschränkende Variante, wobei sich die Mehrheit für eine GmbH & Co KG (als Personengesellschaft) oder eine GmbH (als Körperschaft) entscheidet. Kostengünstiger sind hingegen die Unternehmergesellschaft (UG) oder auch die UG & Co KG. Jedoch wirken derartige Rechtsformen oft wenig vertrauenswürdig, da es nur ein geringes Haftkapital (bereits ab einem Euro) für Geschäftspartner und Kreditgeber gibt. Die Besteuerung bleibt aber, egal ob es sich um eine günstige oder teure Gründungsvariante handelt, gleich. Entscheidet sich der Unternehmer für eine Körperschaft für ertragsteuerliche Zwecke, kommt es zur Trennung zwischen der Gesellschaft und dem Gesellschafter. Bei Personengesellschaften erfolgt die Besteuerung auf der Ebene des Gesellschafters. Kommt es bei der Körperschaft zu einem Gewinn, ist eine Körperschaftsteuer (15 Prozent zzgl. des Solidaritätszuschlages) zu entrichten; eine Gemeindesteuer (zwischen 7 und 20 Prozent) ist ebenfalls abzuführen. Kommt es bei der Kapitalgesellschaft zu einer Gewinnausschüttung, ist eine Kapitalertragsteuer – in Höhe von 25 Prozent – fällig. Entscheidet sich der Unternehmensgründer für die Rechtsforme einer Personengesellschaft, unterliegt der Gewinn der sogenannten Gewerbesteuer, wobei jedoch ein Freibetrag von 24.500 Euro berücksichtigt werden muss. Die maximale Höhe der Gewerbesteuer liegt bei 13,3 Prozent.

Was Unternehmer berücksichtigen müssen

Ein Startup erwirtschaftet im Regelfall keine Gewinne; der Gründer oder Gesellschafter ist nämlich im Regelfall selbst für seine Gesellschaft tätig. Wird ein Gehalt aus der Körperschaft bezahlt, muss der Gesellschafter in weiterer Folge die Lohn- bzw. Einkommensteuer bezahlen. Jene Zahlen werden als Betriebsausgaben geführt, wobei etwaige Verluste, die die Gesellschaft mit sich bringen kann, nicht mit den Einkünften verrechnet werden dürfen. Selbst dann, wenn es zum Totalverlust kommt, bleibt eine Steuerlast aufrecht. Entscheidet sich der Unternehmer für eine Personengesellschaft, werden die Tätigkeitsvergütungen an die Gesellschafter neutralisiert. Kommt es zum Gesamtverlust, gibt es in weiterer Folge auch keine Steuerbelastung mehr.

Die Berücksichtigung der jährlichen Umsatzgrenze

Die Gründungskosten spielen natürlich eine bedeutende Rolle. Bearbeitungs- oder Verwaltungsgebühren, Notarkosten – alle jene Belastungen müssen bereits vor der Tätigkeit das Unternehmer bezahlt werden. Im Rahmen der Gründung muss sich der Unternehmer auch entscheiden, welche umsatzsteuerlichen Zwecke geführt werden. Ist der Unternehmer überzeugt, die Umsatzgrenze von 17.500 Euro/Jahr nicht zu überschreiten, wird das Startup als Kleinunternehmen geführt. Dabei können die Eingangsleistungen nicht auf die offene Umsatzsteuer als Vorsteuer erstattet werden; bei hohen Anlaufkosten, kann das zu einem nicht unerheblichen Aufwand werden. Andererseits sind aber weder Umsatzsteuer noch Ausgangsleistungen zu entrichten, sodass es zu keinem Vorsteuerüberhang kommt.

Wer einen Weg sucht, den Steuerüberhang zu optimieren, kann auch überlegen, Beteiligungen an anderen Unternehmen in Form von Aktien, CFDs oder Ähnlichem zu kaufen. Sollten Verluste entstehen können diese steuerlich geltend gemacht werden, ansonsten gehen die Aktien auch ins Betriebsvermögen über und können als Ausgaben angerechnet werden. Wer diesen Weg gehen möchte, sollte aber unbedingt Rücksprache mit einem Steuerberater halten.

Fazit: Wer sich für die Gründung eines Unternehmens entscheidet, muss im Vorfeld verschiedene Aspekte berücksichtigen, die auch dazu führen, dass es nicht zu einer extrem hohen Steuerlast kommt. Wer unsicher ist, ob er alle Tipps und Tricks kennt, sollte einen Steuerberater kontaktieren und dahingehend Rücksprache halten, ob die Ideen und Pläne von Vorteil sind oder mitunter zum Nachteil werden können.

Bildquelle: Pixabay (Steuern)

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