Spekulationen um Ablehnung von Cryptocat für iOS!

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Messenger Dienste, die Nachrichten verschlüsselt übertragen und sogar verschlüsselte Gruppen Chats erlauben, werden immer beliebter. Insbesondere nach den Ereignissen wie der NSA-Affäre sind derartige Anwendungen besonders gefragt. Genau solch eine Anwendung ist Cryptocat, denn der Messenger ermöglicht es, unkompliziert mit mehreren Personen verschlüsselt zu chatten.

Cryptocat: Messenger mit End-to-End Verschlüsselung

Der Open Source Messenger Cryptocat bietet eine End-to-End Encryption, bei der die Verschlüsselung der Daten bereits auf der Seite des Senders erfolgt. Die Informationen werden dann verschlüsselt übertragen, so dass auf Seiten des Servers keine unverschlüsselten Informationen vorliegen, die mitgelesen werden könnten. Erst beim Empfänger werden die Daten wieder entschlüsselt. Da auch die Sitzungsdaten bereits nach 60 Minuten Inaktivität restlos vom Server gelöscht werden und sowohl private als auch öffentliche Schlüssel für jede Sitzung neu generiert werden, bietet Cryptocat eine relativ sichere Option zum verschlüsselten Chatten zwischen zwei und mehr Partnern. Cryptocat erlaubt das Einrichten anonymer Chaträume für Einzel- und Gruppen Chats direkt über den Web-Browser. Der Messenger lässt sich in viele gängige Browser integrieren. So kann Cryptocat als Plugin in Chrome und Firefox genutzt werden und lässt sich auch mit Opera, Safari und OS X problemlos verwenden.

Wie funktioniert ein Chat mit Cryptocat?

Nach der Installation hat der User die Möglichkeit, mit Cryptocat über den Browser ein neuer Chat zu starten oder einer laufenden Konversation beizutreten, sofern ihm die URL dieses Chats bekannt ist. Nun gilt es, den Benutzernamen zu wählen und schon kann es mit dem Chat losgehen. Daran kann jeder teilnehmen, der die URL des Chats kennt.

crypto.cat
crypto.cat (Bildquelle: Screenshot crypto.cat)

Da alle innerhalb des Chats erstellten und verschickten Nachrichten vor der Übertragung auf dem jeweiligen Rechner verschlüsselt werden, können Außenstehende nicht mitlesen. Wer ganz sicher gehen möchte, hat sogar die Möglichkeit einen eigenen Cryptocat-Server einzurichten, auf den sich mit der Browser-Erweiterung zugreifen lässt.

Apple verweigert Aufnahme in den AppStore

Seit einiger Zeit erregen sich die Gemüter an der Tatsache, dass Apple die Aufnahme der fertig programmierten Cryptocat iOS App für den verschlüsselten Chat Service Cryptocat in den AppStore abgelehnt hat.

Wie Caschys Blog bereits im Dezember berichtete, hatte der Entwickler Nadim Kobeissi die App Anfang Dezember 2013 zur Prüfung und Aufnahme in den AppStore eingereicht, wo diese abgewiesen wurde. Kobeissi durfte sich zwar zu den tatsächlichen Gründen der Ablehnung öffentlich nicht äußern, doch scheint es so, dass Apple ein Problem darin sieht, verschlüsselten Datenaustausch eben über iPhone oder iPad zuzulassen.

In diesem Zusammenhang erscheint es umso kurioser, da die App bereits seit einiger Zeit für den Mac im Mac AppStore für das Mac OS X bereitsteht, obwohl die Guidelines dort denen für Apps für das iOS ähnlich sind. Kobeissi erwägt nun auf rechtlichem Wege gegen Apple vorzugehen. Er nannte die Begründung von Apple illegitim und äußerte die Befürchtung, dass derartige Praktiken auch das Aus für andere Verschlüsselungsdienste am iPhone, vor allem für verschlüsselte Gruppen-Chats, bedeuten könne.

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