So sicher ist deutsches Tierfutter in 2017!

Veröffentlicht von

Immer wieder wird im Jahr 2017 von Herstellern die große Transparenz betont, die Verbrauchern die Kaufentscheidungen erleichtern sollen. Doch besonders im Bereich des Tierfutters dominieren unklare Zertifizierungen und schreckliche Skandale, bei denen die Gesundheit der Tiere auf dem Spiel stand. Wie sicher ist deutsches Tierfutter aktuell und worauf sollten Käufer bei der Auswahl im Supermarkt achten?

Tierfutter – Eine kritische Branche

Tatsächlich wurden die Kontrollen für Tierfutter in den vergangenen Jahren weiter verschärft. Als Auslöser gelten bislang die verschiedenen Skandale, die das Vertrauen vieler Verbraucher in die Branche erschütterten. Zu den bekanntesten zählt der Fund von Plastikteilchen im Hundefutter des Herstellers Platinum, die beim Verzehr Erstickungen bei Tieren verursachen konnten. Die Details zu diesem beispiellosen Fall sind unter diesem Link zu finden. Es ist davon auszugehen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Kunden können das Futter, welches für sich selbst das Prädikat Premium-Qualität beansprucht, nicht prüfen, bevor es für den eigenen Vierbeiner zum Verzehr freigegeben wird.

Tierfutter
Tierfutter

Die verschiedenen Kontrollinstanzen

Fehlende Kontrollen sind in Deutschland nicht das Problem, wenn es um die Sicherheit von Tierfutter geht. Auf der einen Seite stehen verschiedene Behörden, welche die Produkte der Hersteller immer wieder stichprobenartig unter die Lupe nehmen. Dabei wird genau überprüft, ob die auf der Packung gemachten Angaben in der Folge auch eingehalten werden. Da es auch die Plastikteile im Hundefutter von Platinum vor einigen Jahren an diesen Kontrollen vorbei schafften, schalten sich zudem immer mehr Verbände in die Kontrolle ein. So ist der Deutsche Verband für Tiernahrung e.V. immer wieder an groß angelegten Aktionen beteiligt, die das Futter genau analysieren. Zudem betonen die Unternehmen selbst, regelmäßige Überprüfungen der Qualität durchzuführen. Leider scheint an dieser Stelle oft nicht klar, ob der Profit nun über dem Wohl und der Gesundheit der Tiere steht.

Die Forderung: Transparenz im Regal

Im Jahr 2017 muss es auch für Tierfutter-Hersteller Ziel sein, die Käufer umfassend über Inhaltsstoffe und die verfügbaren Optionen zu informieren. Noch fehlt es an einem vertrauenswürdigen Siegel, welches sowohl eine hohe Qualität der Inhaltsstoffe, als auch das Niveau Verarbeitung garantiert. Stattdessen sorgen unterschiedliche Labels in diversen Ausführungen dafür, dass den Käufern vor dem Regal schnell der Überblick verloren gehen kann. Mehr Transparenz würde an dieser Stelle die Möglichkeit schaffen, sich genauer über das Futter zu informieren und im Zweifel die Kaufentscheidung zu überdenken. Ansonsten landen zunehmend Produkte mit großen Mengen an Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen im Napf der Tiere, da diese die Sinne der Tiere gezielt ansprechen. Allerdings können Tiere nicht selbst hinterfragen, ob das dargereichte Futter auch ihrer Gesundheit zuträglich ist.

Fazit: Alles in allem sind in Deutschland schon gute Standards vorhanden, die allerdings nicht ausreichten, Skandale zu vermeiden. Der Tierschutz sollte schließlich im Vordergrund stehen. Besonders eine transparente Klassifizierung sollte von den Herstellern deshalb angestrebt werden, um faire Verhältnisse zu schaffen. Nur auf diese Weise sind Tierhalter dazu in der Lage, objektiv darüber zu entscheiden, welches Futter sie erwerben und welchen Hersteller sie damit unterstützen.

Bildnachweis: Pixabay.com

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.