rehype.it – 2. Chance für gescheiterte Startups!

Veröffentlicht von

Die Startup Szene in Deutschland brummt. Beinahe täglich versuchen Gründer mit neuen Ideen und Konzepten Fuß zu fassen. Manchen gelingt der große Sprung, andere, vielleicht im Vorfeld gehypte Startups, schaffen es kaum über die Startphase hinaus. Statistiken zufolge muss jede dritte Neugründung in den ersten drei Jahren die Segel aus den unterschiedlichsten Gründen wieder streichen. Sei es, dass der Markt noch nicht reif war, die Anschlussfinanzierung geplatzt ist oder die Zeit zu knapp war um sich dem Projekt gebührend zu widmen. Vielleicht konnten auch die Gründer selbst keine gemeinsame Richtung finden und haben aufgegeben. Die Gründe können unterschiedlich sein – das Ergebnis ist vielfach das gleiche. Gute Ideen und komplette Konzepte inklusive Quellcodes, Domains, Social Media Kanälen und funktionierenden Strukturen sterben vor sich hin und verschwinden in der Versenkung.

Hier setzt das Konstanzer Startup rehype.it an. rehype.it will sich als Online Marktplatz für Internetprojekte etablieren und gescheiterten Startups die Möglichkeit geben, die Reste ihres Unternehmens zu verkaufen.

rehype.it
rehype.it (Bildquelle: Screenshot rehype.it)

rehype.it: eine neue Chance für gescheiterte Startups

Mit dem Startup-Marktplatz rehype.it soll verhindert werden, dass gute Ansätze und jede Menge Arbeit vergraben und vergessen werden, wenn doch andere vielleicht damit etwas anfangen könnten. Vielleicht hat es den Gründern gescheiterter Startups nur an den notwendigen Kontakten oder am Geld gefehlt, vielleicht ist auch nur ein neuer Denkansatz notwendig, um die Idee doch noch zum Erfolg zu führen. So erhalten zukunftsweisende Ideen eine zweite Chance und Käufer können aufwändige eigene Entwicklungsarbeit sparen.

Die Gründer von rehype.it wollen aber nicht ausschließlich einen Marktplatz für gescheiterte Startups etablieren. Vielmehr besteht auch die Möglichkeit fertige Projekte zu vermitteln und Co-Gründer für Projekte zu finden.

Das Funktionsprinzip von rehype.it ist nicht neu

Das Prinzip der Startup-Vermittlung ist einfach und transparent und es wird nur zum Festpreis gehandelt. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Startup-Reste und Projekte bei rehype.it landen. Einerseits können Gründer ihre gescheiterten Projekte zum Kauf anbieten, andererseits spricht das Team gescheiterte Startups direkt an.

Zunächst werden die Projekte einer eingehenden Plausibilitätsprüfung unterzogen. Dabei wird auch überprüft, ob überhaupt ein Wert hinter dem Projekt steht, ob die Urheberrechte auch tatsächlich beim Anbietenden liegen und ob er das Projekt überhaupt verkaufen darf. Sollte es sich um Klone oder Projekte ohne wirklichen Wert handeln, erfolgt keine Vermittlung. Nach bestandener Prüfung werden Projekte mit allen vielen Zusatzinformationen, einschließlich Bild- und Videomaterial auf der Plattform online gestellt. Käufer haben die Möglichkeit, sich ein eingehendes Exposé anzusehen und das Projekt per „Gefällt mir“-Button zu bewerten. Bei echtem Interesse werden beide Käufer und Verkäufer über ein gesondertes Messaging-System in Kontakt gesetzt. Die Vertragsverhandlungen führen beide Parteien direkt.

Das transparente Preisgefüge von rehype.it

Während der Startphase bis Juli 2014 ist das Einstellen von Angeboten kostenlos. Danach zahlen Startups, die verkaufen wollen, einmalig 99 Euro. Um zu sehen, welche Projekte auf rehype.it zum Verkauf stehen und mit den Verkäufern in Kontakt treten will, muss sich für einmalig 0,99 Euro registrieren.

Kommt es zu einem erfolgreichen Verkauf, bekommt rehype.it bei einem Kaufpreis bis zu 100.000 Euro 10% der Kaufsumme. Liegt der Preis über 100.000 Euro, wird die Provision individuell ausgehandelt, jedoch werden mindestens 6% fällig.

Das Geschäftsmodell klingt plausibel und bei Betrachtung der Statistiken sogar vielversprechend. Bleibt abzuwarten, wie die Angebote der selbsternannten Startup Makler angenommen werden.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.