Raspberry Pi Zero: Alle Details zum 5$ Minicomputer!

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Der Raspberry Pi war schon des Öfteren Thema auf unserem NetzNews Blog. Kaum ein Bastler-PC wurde so gehyped, wie der eigentlich für den Einstieg in die Programmierung an Schulen gedachte Minicomputer Raspberry Pi A und seine Nachfolger. Sie sind einfach im Aufbau, extrem vielseitig einsetzbar und damit ideal für Bastler und alle, die gern mit Anwendungen aus der Robotik experimentieren. Ende November 2015 hat die Raspberry Pi Foundation nun eine weitere Variante ihres beliebten Einplatinencomputers vorgestellt, den Raspberry Pi Zero . Dieser ist noch kleiner, als der klassische Pi und mit einem Einstiegspreis von 5 US Dollar der günstigste aller bisher vorgestellten Rechner. Die ersten Modelle des Raspberry Zero wurden in den USA und in Großbritannien als Beigabe einer Computerzeitschrift ausgeliefert. Laut Raspberry-Website kann man den Mini-PC unter anderem bei den Online Händlern Element 14 oder Pimoroni bestellen. Bei einigen Elektronikversendern in Deutschland, wie Watterott oder Pollin kann der Raspberry Pi Zero für knapp 15 Euro im Set mit diversem Zubehör geordert bzw. vorbestellt werden. In diesem Artikel gibt es einige Details zu Ausstattung und Möglichkeiten des neuen Raspberry Pi Zero im Vergleich zu den anderen Modellen der Serie, wie Raspberry Pi 2 oder Raspberry Pi A+.

Raspberry Pi Zero
Raspberry Pi Zero

Raspberry Pi Zero: kompakter und bis 40% schneller

Mit einer Platinengröße von gerade einmal 65 mm × 30 mm und einer Höhe von nur 5 Millimetern ist der Winzling noch flexibler einsetzbar, wie seine großen Brüder. Als Prozessor kommt auf dem Pi Zero ein Broadcom BCM2835 zum Einsatz, der bereits auf den Raspberry Pis der ersten Generation, wie dem Model B+ verwendet wurde. Während er dort allerdings nur mit 700 MHz getaktet war, läuft er auf dem Pi Zero mit einer Taktfrequenz von 1 GHz, was laut Hersteller 40% Leistungszuwachs bringen soll. Mit 512 MB RAM ist der Arbeitsspeicher gleichwertig dem des Raspberry B+ Modells. Wie üblich findet das Betriebssystem auf einer microSD Karte Platz.

Aufgrund der geringeren Baugröße musste ein Kompromiss hinsichtlich der verfügbaren Schnittstellen eingegangen werden. So gibt es neben dem obligatorischen Mikro-SD-Kartenschlitz für den Datenträger mit dem Betriebssystem lediglich einen Mini-HDMI-Ausgang für den Monitor sowie zwei Mikro-USB-Buchsen. Eine davon ist allerdings für die Spannungsversorgung reserviert. Auch bei den GPIO-Anschlüssen gibt es einen Kompromiss. So sind zwar die vollen 40 Ports für Hardware-Erweiterungen wie bei den Revisionen A+/B+/2B vorhanden, anders als bei den Vorgängern aber nicht mit Pins bestückt, was eine enorme Platzersparnis zur Folge hat. Wer Pins benötigt, muss separate Pin-Leisten zum Auflöten hinzukaufen. Auch ein Composite-Video-Ausgang ist vorhanden, allerdings ebenfalls unbestückt.

Ein Manko ist der offensichtlich fehlende Netzwerk-Anschluss; hier muss man sich anders behelfen und mit Adapter nachrüsten. Hier ein Projekt, wie sich ein Ethernet Anschluss für den Pi Zero auf den Schnittstellen des USB-Ports via GPIO anbinden lässt.

Die Einsatzmöglichkeiten für den kleinsten Raspi sind äußerst vielfältig. Hier ein paar Anregungen. Vom Mediacenter über Wearables bis hin zu Anwendungen aus der Robotik ist alles möglich zumal sich via GPIO-Verbindung auch andere Geräte mit dem Pi Zero verbinden lassen.

Fazit: Der kleinste Raspi kann mit seinen größeren Brüdern der ersten Generation jederzeit mithalten. Um aber das volle Potenzial ausnutzen zu können sind einige Anpassungen und Ergänzungen notwendig, die den Preis von 5$ relativieren. Allerdings laufen auch die anderen Raspberry Pi Modelle, wie der Raspberry Pi Model B nicht ohne Zukauf wichtiger Komponenten wie Stromversorgung, Speicherkarte u.a., so dass die dafür veranschlagten 35 Euro wesentlich übertroffen werden. Mit dem Raspberry Pi Zero gibt es einen flexiblen Winzling zum unschlagbaren Preis.

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