Raspberry Pi 3, die Reise des Mini PC geht weiter!

Veröffentlicht von

Der Mini-Computer Raspberry Pi gehört zu den beliebtesten Geräten unter Bastlern und Programmierfans und war, wie beispielsweise in diesem Beitrag, schon mehrfach Thema bei uns im Blog. Neben dem günstigen Preis von rund 35 Dollar sind es die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die das ursprünglich für den Gebrauch im Schulunterricht gedachte Entwicklerboard so beliebt machen. Der scheckkartengroße Einplatinenrechner kann für die verschiedensten Projekte zur Home-Automatisierung, als Multimedia-Center oder für Anwendungen aus der Robotik und des Internet of Things eingesetzt werden. Mit dem Raspberry Pi 3 stellte die Raspberry Pi Foundation nunmehr die 3. Generation des Minicomputers vor.

Seit dem ersten Launch vor rund viereinhalb Jahren, sind laut Entwickler-Team mehr als 8 Millionen Einheiten des Raspberry Pi verkauft worden. In dieser Zeit hat der Mini PC mehrere Ausbaustufen durchgemacht. Dabei wurde er kontinuierlich weiterentwickelt, in regelmäßigen Abständen verbessert und deutlich leistungsfähiger. So auch der Rapberry P 3 Modell B, der sowohl mit verbesserten Leistungsparametern als auch mit neuen Schnittstellen in Form von WLAN 802.11n sowie Bluetooth 4.1 aufwarten kann.

Raspberry Pi 3
Raspberry Pi 3 Modell B

Raspberry Pi 3 – verbesserte Leistung, neue Schnittstellen

Die Entwicklung der technischen Parameter ist recht beachtlich. Werkelte der erste Raspi noch mit einem Single-Core Prozessor und 256 MB RAM, kommt beim Raspberry Pi 3 ein mit 1,2 GHz getakteter BCM2387 ARM Cortex-A53 64Bit-Quad Core Prozessor zum Einsatz. Diesem stehen 1,0 GB RAM zur Seite, so dass flüssiges und schnelles Arbeiten jederzeit möglich ist. Laut Hersteller soll der neue Raspi bei einigen Anwendungen sogar bis zu 50% mehr Geschwindigkeit ermöglichen.

Die Stromversorgung erfolgt über einen Micro-USB-Port und das Betriebssystem findet wie üblich auf einer SD-Speicherkarte Platz. Der entsprechende Slot für die Speicherkarte befindet sich auf der Rückseite der Platine. Der Formfaktor der Platine ist mit 85,6 x 56 mm gegenüber dem Vorgänger Raspberry Pi 2 gleichgeblieben. Auch die Lage der Schnittstellen und die GPIO-Anschlüsse sind identisch. So lassen sich eventuell vorhandene Gehäuse und Erweiterungen weiterverwenden. Neben Micro-USB-Port finden sich auf der Platine folgende externen Anschlüsse:

  • 4 USB Ports
  • Ethernet RJ45
  • HDMI Anschluss
  • vierpoliger Klinkenstecker für Audio-Out und Composite Video-Signale

Intern verfügt der Raspberry Pi 3 über einen DCI Display-Connector, einen CSI Camera-Connector sowie die bekannte 40-polige GPIO Stiftleiste für Aus- und Eingänge sowie serielle Busses.

Zu den Neuerungen des Raspberry Pi 3 gehören WLAN nach IEEE 802.11 b/g/n Standard sowie Bluetooth 4.1 und LE (Low Energy) onboard. Im Gegensatz zu den Vorgängern muss demnach nichts per Adapter nachgerüstet werden. So werden Treiberprobleme vermieden und externe Geräte können einfacher angebunden werden.

Raspberry Pi 3
Raspberry P 3

Betriebssysteme für den Raspi 3 – Android bald nutzbar?

Als Betriebssystem für den Raspberry Pi 3 steht eine Vielzahl von Optionen zur Auswahl. Viele sind speziell angepasste LINUX-Distributionen, aber auch eine Windows 10 IoT Core Version, die sich speziell für Entwickler im Bereich Internet of Things eignet, ist verfügbar. Darüber hinaus wird seit einiger Zeit darüber spekuliert, dass auch bald Googles Betriebssystem Android auf dem Raspberry Pi zum Einsatz kommen könnte, Bisher ist dies nur mit Einschränkungen oder über Umwege möglich, wie diese Tutorials zu Android auf dem Raspberry Pi zeigen.Nun ist der Raspberry Pi 3 im Android Open Source Project (AOSP) aufgetaucht. Ob Google allerdings tatsächlich ein komplettes, lauffähiges Android-Image bereitstellt, oder nur den Open-Source-Code für Bastler anbietet, ist noch unklar. Vielleicht soll aber auch nur Android-Unterstützung für diverse Einsatzgebiete des Mini PCs geliefert werden.

Verfügbarkeit und Preis des Raspberry Pi 3

Der Raspberry Pi 3 wird von vielen Händlern angeboten. In Deutschland sind das unter anderem Pollin und Watterott, die den Mini PC für knapp unter 40 Euro anbieten. Auch Zubehör, wie zum Beispiel passende Netzteile, Kameramodule, Touchdisplays und vieles mehr sind zu haben. Beispielsweise bietet sich für alle Anwender, die den Pi 3 als KODI Media-Center nutzen wollen, das neue Kodi Edition Rapsberry Pi Case an. Dieses ist nicht nur formschön und stabil, sondern das Aluminiumgehäuse dient direkt als passive CPU-Kühlung.

Ein Kommentar

  1. Hi Toni,

    muss man bei den Speicherkarten auf irgendwas besonderes achten? Ich hab mir eine größere SD-Karte gekauft und wollte die als Speicher nutzen. Nachdem ich das Betriebssystem aufgespielt hatte habe ich jetzt aber Probleme damit, die Raspberry Pi zum Booten zu bekommen. Der Bildschirm bleibt weiterhin schwarz.
    Ich habs mittlerweile mit verschiedenen Betriebssystemen versucht aber da tut sich nichts. Gibts da bei den SD-Karten Beschränkungen?

    LG aus Stuttgart

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.