QTom.tv – der interaktive Musikfernseh Kanal!

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Personalisiertes Musikfernsehen klingt wie ein Widerspruch in sich, denn die Glotze lässt dem Zuschauer nur die Wahl, den Kanal zu wechseln – innerhalb eines Senders wird konsumiert, was dem Aug’ und Ohr aufgetischt wird. Ein Musikkanal, der sich personalisieren läßt, benötigt daher ein internetfähiges TV-Gerät, auch Hybrid-TV oder Smart-TV genannt oder der User betrachtet das Musikfernsehen über den klassischen Internetbrowser. Laut einer aktuellen Trendstudie des Hightech-Verbandes BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) werden diese Hybrid-Fernsehgeräte immer mehr in den deutschen Haushalten angetroffen: alleine in diesem Jahr sollen es 3,4 Millionen werden, in der EU über 10 Millionen. Gleichzeitig sind durch den Ausbau des mobilen Breitbandnetzes sowie der internetfähigen Endgeräte Smartphone und Tablet-PC immer mehr User hinzugekommen, die von überall auf das Internet zugreifen können und auch in der Lage sind, sich große Datenmengen wie Videos mit akzeptablen Downloadgeschwindigkeiten anzeigen zu lassen.

Da das interaktive Musikfernsehen QTom.tv bereits seit 2009 zweigleisig fuhr und sowohl über den klassischen Browser als auch über IPTV erreichbar ist, könnte das rasante Wachstum internetfähiger TV-Geräte und Überall-Breitband nicht nur QTom mehr Umsätze bescheren, sondern auch das Nutzerverhalten von TV-Kanälen völlig ändern. Denn im Gegensatz zum Musiksender-Pionier MTV kann der Zuschauer bei QTom beeinflussen, welche Musikclips gespielt werden. Und da QTom sich über Werbung finanziert, ist dieser Service kostenlos. Über Apps ist QTom zudem auch für iPhone und iPad nutzbar.

Wie wird der Musiksender personalisiert?
Das kann auf verschiedene Art und Weise geschehen, denn bereits durch die Wahl einer “Stimmung” – QTom nennt das Moods, eines Musikgenres, eines Themas oder eines Specials werden nur bestimmte Musikstile und Bands abgespielt. Dadurch hat der Zuschauer bereits sein Musikprogramm vorgewählt, ohne jedoch zu bestimmen, welche Stücke nacheinander gezeigt werden. Bei Moods stehen z.B. Love, Relax und Party zur Verfügung. Thematisch hat QTom Musikvideos in die Bereiche HotHotHot, Newcomer, Live und Made in Germany unterteilt und nach Genre sind neben Pop, Hip Hop & R’n’B die Musikrichtungen Rock und Elektro [sic!] Dance vertreten.

Wer also junge Labels hören möchte, wird nicht mit aktuellen Hits malträtiert, wer sich für die deutschen Musikszene interessiert, schließt mit einer Einstellung alle anderen Clips aus – so einfach funktioniert die Personalisierung.

Besonders gelungen fanden wir jedoch eine weitere und vor allem tiefergehende Beeinflussung des Musikfernsehens: die QTom-typischen Q-me!-Regler. Denn im Gegensatz zu tape.tv, einem weiteren Web-Musikfersehkanal, den wir im Juni hier bei NetzNews vorgestellt haben, können bei QTom keine Musikclips ausgeschlossen werden. Dafür hat QTom den Q-me!-Regler implementiert, mit dessen Hilfe die Musikauswahl weiter verfeinert werden kann. Je nachdem wo sich der Nutzer gerade befindet, kann er auf die Q-me!-Regler klicken und erhält drei verschiedene Regler – ähnlich wie bei einer Musikanlage. Mit den Regler kann eingestellt werden, ob die abgespielten Musikclips eher klassisch oder neu sein sollen, der Beat langsam oder schnell und ob eher Hits bzw. vermehrt Insider-Bands ins Programm aufgenommen werden. Je nach Thema oder Mood ändern sich die Regler, so dass z. B. bei “Party” ein Regler angibt, ob Beat oder Gitarre bevorzugt werden.

Fazit: Der Zuschauer kann im Anschluss an die Einstellung der persönlichen Präferenzen unmittelbar den Vorteil eines interaktiven Musikfernsehens erleben, denn die Trefferquote an Musikstücken, die gefallen, steigt merklich. Zusätzlich können auf diese Weise neue Bands und Musiker entdeckt werden, ein Vorteil gerade gegenüber Plattformen wie YouTube. Denn auch wenn eine Personalisierung des Musikkanals vorgenommen wurde, handelt es sich um ein echtes Fernsehprogramm – Überraschungen und Unerwartetes inklusive. Wir empfehlen, QTom und QTom.tv einfach mal auszuprobieren!

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