PNA: Pflicht zur Absicherung am Alleinarbeitsplatz!

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Moderne Technologien und ökonomische Zwänge haben heute in vielen Bereichen dazu geführt, dass Arbeiten, die noch vor Jahren nur von mehreren Menschen im Team bewältigt wurden, heute von einzelnen Mitarbeitern allein erledigt werden. Dies ist zwar wesentlich wirtschaftlicher, bedeutet aber auch, dass immer mehr Alleinarbeitsplätze entstehen, an denen Menschen Tätigkeiten allein, außerhalb der Hör- und Sichtweite anderer, verrichten. Alleinarbeitsplätze finden sich beispielsweise in der Sicherheitsbranche, in der Land- & Forstwirtschaft, bei Transport und Logistik, dem Facility-Management oder in der Bauindustrie. Diese Arbeiter gilt es, besonders zu schützen und abzusichern – Personen-Notsignal-Anlage (PNA) sind deshalb Pflicht.

PNA
Personen-Notruf-System

Berufsgenossenschaften schreiben zertifizierte PNAs vor

Die Sorge um den Alleinarbeiterschutz am Einzelarbeitsplatz (EAP) ist wichtiger Bestandteil bei der Arbeitsorganisation, damit die Sicherheit der Alleinarbeiter gewährleistet wird. Das schreiben selbstverständlich auch die Berufsgenossenschaften vor. So hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) dazu eine Reihe von Regeln festgelegt. Diese Regelungen zum Schutz der Mitarbeiter durch Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) sind in der DGUV-Regel 112-139 zu finden. Eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) muss demnach zum Standard gehören. Aufgabe einer PNA ist es, bei einem Notfall für die in Not geratene Personen bei Alleinarbeiten Alarm auszulösen, damit dem Mitarbeiter unverzüglich entsprechende Hilfe zuteilwerden und er aus der Gefahrensituation gerettet werden kann. Je nach Modell kann das Auslösen und Übertragen des Alarms willensabhängig oder auch willensunabhängig von der in Not geratenen Person erfolgen.

Diverse Hersteller haben unterschiedliche Lösungen für den Personennotruf auf den Markt gebracht. Diese sollten nach DIN VDE V 0825-1 zertifiziert sein. Die Palette der Personen-Notruf-Systeme zur Alleinarbeiterabsicherung ist dabei breit gefächert. Sie reicht vom einfachen Totmannschalter bis hin zum Personen-Notsignal-Handy mit integrierter GPS-Standortbestimmung und -übermittlung.

Vom Totmannschalter bis zum GPS-Personen-Notrufsystem

Beim Totmannschalter, auch als Notsignalgeber bezeichnet, handelt es sich um eine Art Bewegungsmelder, der in regelmäßigen Abständen überprüft, ob die Person anwesend und handlungsfähig ist. Meldet sich der Mitarbeiter eine festgesetzte Frist nicht oder bleibt dieser eine gewisse Zeit regungslos, löst der Schalter ein Signal oder eine bestimmte programmierte Schalthandlung aus. Denkbar sind auch solche Schalter, die eine bestimmte Handlung oder Funktion erst dann zulassen, wenn beide Hände am Gerät oder der Maschine sind. Beispiele sind Kettensägen und Spaltwerkzeuge in der Forstwirtschaft oder Stanzen und Pressen in der Industrie..

Weit verbreitet sind moderne Personen-Notsignal-Handys. Diese gehören heute zur grundlegenden Ausrüstung vieler Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Branchen. Dabei handelt es sich um speziell entwickelte robuste Handys, die neben einer Paniktaste, über die der Mitarbeiter schnell Alarm auslösen kann, über zahlreiche Sensoren und diverse Funktionen. Je nach Typ und Modell lassen sich beispielsweise Ruhe-, Lage und Fall-Sensoren in ihrer Empfindlichkeit konfigurieren. Integriertes GPS und die Nutzung standortbezogener Dienste ermöglicht, dass zeitgleich mit dem Alarm- bzw. Notruf Standortinfos des Verunfallten übermittelt werden, um die Rettungskräfte schnell heranzuführen. Zudem sind direkte Dateninteraktion zwischen Zentrale und Benutzer möglich.

Bildquelle: Screenshot www.softclean.net

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