NFC Sticker erleichtern den Alltag!

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In vielen Smartphones ist die NFC-Technik schon seit einiger Zeit integriert und bei den aktuellen Versionen gehört sie bereits zum Standard. Die Besitzer wissen allerdings in einigen Fällen überhaupt nicht, welche vielfältigen Möglichkeiten die Nutzung der Near Field Communication (NFC) eröffnet. Viele kennen nur die Option des bargeldlosen Bezahlens mit dem Smartphone.

Kontaktloses Bezahlen per NFC

Seit einiger Zeit können zum Beispiels auch vodafone Kunden mit NFC-fähigem Smartphone die Option vodafone Wallet buchen. In Verbindung mit der passenden App SmartPass können Kunden nun bei vielen Händlern einfach bargeld- und kontaktlos mit dem Smartphone bezahlen. Obwohl immer mehr Anbieter, das Verfahren des NFC-basierten Bezahlens anbieten, zeigt sich hier meist jedoch noch sehr viel Skepsis.

Doch NFC-Technik, bei der Daten kontaktlos über kurze Distanzen bis ca. 4cm übertragen werden, bietet weit mehr Anwendungsmöglichkeiten.

Programmierbare Aufkleber speichern Informationen

Mithilfe programmierbarer Aufkleber (Sticker), Anhänger (Tags) oder Chipkarten, lassen sich regelmäßige Abläufe automatisieren. NFC-Tags und Sticker gibt es in vielen Online Shops für wenige Euro. Diese enthalten kleine Chips, bestehend aus winziger Antenne und Speichereinheit, auf der sich Informationen im NFC Data Exchange Format (NDEF) speichern lassen, das von allen NFC-fähigen Geräten verstanden wird. Es genügt, einen aktiven NFC-Transmitter in Form des Smartphones in die Nähe des NFC-Stickers oder Tags (passiver NFC-Transmitter) zu halten, um die gespeicherten Informationen anzuzeigen bzw. die Befehle auszuführen.

NFC Sticker
NFC Sticker (Bildquelle: Screenshot nfc-tag-shop.de)

Die Speicherkapazität der Chips ist allerdings noch gering und liegt je nach Ausführung meist zwischen 168 und 2048 Byte. Damit reicht sie zwar für den Austausch von Kontaktdaten und einfachen Trigger-Befehlen vollkommen aus, doch komplexe Daten und Informationen lassen sich auf den bis zu 10.000 Mal wiederbeschreibbaren NFC Stickern nicht speichern.

NFC Sticker & Tags per App selbst programmieren

In der Praxis sind viele Szenarien denkbar und mit wenig Aufwand realisierbar. Mit der entsprechenden App – bspw. Trigger (NFC Task Launcher) oder NFC ReTag – lassen sich beliebige Szenarien festlegen und programmieren, die bestimmte Aktionen auslösen. Beide Apps sind als Free-Version verfügbar und lassen sich für 2,19€ bzw. 2,99€ auf die Pro-Version mit erweitertem Funktionsumfang updaten.

Prozesse per NFC Sticker vereinfachen

Da die NFC-Sticker mit jedem NFC-fähigen Handy abgerufen werden können, macht es Sinn, beispielsweise die W-LAN Daten für Gäste auf einem Sticker zu speichern. Besucher können sich dann ohne Passworteingabe direkt mit dem WLAN verbinden. Im Auto reicht die Berührung von Sticker und Smartphone aus, um die Navi-App im Handy zu öffnen. Des Weiteren kann man ganze Visitenkarten digital auf den Stickern speichern. Beim Ausführen öffnet sich dann der Telefonkontakt mit den hinterlegten Informationen.

Beim Zubettgehen versetzt der NFC Sticker auf Wunsch das Smartphone in den Flugzeugmodus oder stellt den Wecker für den nächsten Morgen. Zudem ist es per NFC Sticker möglich, das umständliche manuelle Pairing von Bluetooth-Geräten zu erleichtern. Es genügt, die beiden Geräte einander zu nähern, um die Verbindung herzustellen.

Anwendungen für Büro, Messe und Tourismus

Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt und mit verschiedenen Zusatz-Apps lassen sich viele weitere Aufgaben konfigurieren. So ist es beispielsweise im Business-Alltag möglich, den Versand einer SMS auf dem Sticker zu hinterlegen, was für Geschäftsleute während eines Meetings äußerst sinnvoll ist. So kann während einer Besprechung problemlos eine SMS versandt werden, ohne die Runde zu stören. In Verbindung mit der kostenlosen App Zeiterfassung lässt sich, die tatsächliche Arbeitszeit komfortabel festhalten. „Einstempeln“ und „Ausstempeln“ erfolgt so einfach über das Smartphone.

Da die auf NFC Sticker und Tags hinterlegten Informationen beliebig oft abrufen lassen, eignen sich diese kleinen Alleskönner auch hervorragend für die Tourismus- und Messebranche. So können sich Messebesucher per Sticker, den jeweiligen Katalog auf ihr Smartphone holen oder die Website des Unternehmens aufrufen. Bei Bedarf kann sogar vor Ort geordert werden. Touristen finden an markanten Orten die Informationen zu einzelnen Sehenswürdigkeiten oder können Fahrpläne und Fahrgastinformationen an den Haltestellen abrufen.

Mit zunehmender Verbreitung NFC-fähiger Smartphones und Geräte werden in absehbarer Zeit viele praktische, sinnvolle oder auch nur lustige Szenarien und Einsatzmöglichkeiten von NFC Stickern hinzukommen.

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