Lottoland: Online-Petition gegen Tippscheingebühr!

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„Schluss mit Abzocke“ fordert der Lottoanbieter Lottoland.com und ruft mit seiner Online Petition öffentlich zur Abschaffung der Tippscheingebühr auf. Die Sonderkosten von bis zu 60 Cent pro Tippschein sind in den Zeiten des Online Lottos nicht mehr zeitgemäß, lautet die Begründung.

Die Lottobearbeitungsgebühr ist nicht mehr zeitgemäß. Wer für die Bearbeitung der Tippscheine eine Gebühr verlangt, führt seine Kunden hinter das Licht, lautet der Vorwurf. Doch damit soll nun bald Schluss sein. Lottoland ist der erste Lottoanbieter, der dauerhaft auf die Tippscheingebühr verzichten will. Für die Spiele Lotto 6 aus 49 sowie Euro Jackpot hat Lottoland den Betrag bereits abgeschafft. Künftig sollen die Lottospieler in Deutschland ohne zusätzliche Gebühren nur für das zahlen, was sie tatsächlich einsetzen.

Lottoland
Lottoland (Bildquelle: Screenshot lottoland.com)

Bei der Tippscheingebühr handelt es sich quasi noch um ein Überbleibsel aus der Zeit der Offline Lottos. Ursprünglich sollte der manuelle Mehraufwand der Lottoannahmestellen kompensiert werden. In Zeiten des Online Lottos ist der händische Aufwand jedoch inzwischen gleich Null. Die ohnehin fragliche Berechtigung für die Bearbeitungsgebühren pro Tippschein ist somit in Frage gestellt.

Aktuell erheben Lottoanbieter folgende Gebühren: Lotto.de verlangt zwischen 0,2 und 0,6 Euro je Tippschein, Lotto24 fordert einheitlich 0,60 Euro, Tipp24 ebenfalls einheitlich 0,50 Euro und Lottohelden einheitlich 0,20 Euro. Allein in 2013 sollen bei Lotto 6 aus 49 etwa 710 Millionen Spielaufträge rund 305 Millionen Euro zusätzlich in Form von Gebühren kassiert worden sein. Das sind viele Millionen Euro, um die die deutschen Lottospieler gebracht worden sind. In den Summen sind die zusätzlichen Gebühren für die Eurojackpot Tippscheine noch nicht enthalten.

Der Betrag, den die Kunden zahlen müssen, setzt sich aus dem Spieleinsatz und den Gebühren zusammen. Die Verwendung der Spieleinsätze folgt einer vorgeschriebenen Verteilung: Die Hälfte der Einsätze wird in Form von Gewinnen wieder ausgeschüttet, ein weiterer bedeutender Anteil der Spieleinsätze von elf Prozent wird für Provisionen, Personalkosten und Verwaltung einbehalten. Unklar bleibt, in welche Kanäle die zusätzlichen Millioneneinnahmen durch die Tippscheingebühren fließen.

Nun fordert der Online Lottoanbieter auch andere Wettbewerber auf, die Aktion zu Gunsten der Verbraucher zu unterstützen. Jede Stimme zählt, jeder kann mitmachen und die Online Petition unterschreiben. Insgesamt werden 10.000 Unterschriften benötigt. Etwas mehr als 4000 Unterstützer haben bereits unterschrieben, der Großteil der Petenten stammt aus Deutschland. Aktuell fehlen knapp 6000 Stimmen, um die Petition voll zu kriegen. Die Aktion läuft noch 80 Tage.

Ein Kommentar

  1. Aha, der gleiche Ralph, wie bei Lottohelden! Interessant…. wohl von Lottoland / CEO Nigel Birell oder deren Mitarbeiter initiiert.
    Immer noch besser, man bezahlt eine Tippscheingebühr am „Lottokiosk“ und bekommt im Gewinnfall den Gewinn tatsächlich ausbezahlt, als bei Anbietern mit Lizenz aus Gibraltar (z.B. Lottoland u. Lottohelden) ohne Tippscheingebühr zu spielen, die nachweislich Gewinne nicht ausbezahlen möchten! Wieviele Spieler bei denen wohl schon betrogen wurden…..

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