Homeoffice vs. Coworking-Space – Tipps für Freelancer!

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Wer nicht in einer Firma im typischen 9-to-5-Job, sondern als Freelancer arbeiten möchte, hat viele Möglichkeiten. Ob im Homeoffice, im Lieblingscafé oder gar vom Feriendomizil am Strand – die heute verfügbaren Technologien erlauben Freelancern flexibles Arbeiten von überall aus. Die Varianten Lieblingscafé oder gar Strand sind jedoch eher die Ausnahme bzw. idealisierter Wunschtraum. Um effektiv arbeiten zu können, sollte man es seriöser angehen. Für die meisten Selbständigen und Gründer steht daher eher die Grundsatzfrage: Homeoffice oder Coworking Space?

Während sich die einen kaum eine andere Arbeitsweise vorstellen können, lehnen andere die Variante Homeoffice ab. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile, die wir in diesem Beitrag erläutern wollen.

Büro
Büroeinrichting

Homeoffice – zu Hause arbeiten spart Zeit und Kosten

Als Freelancer im Homeoffice zu arbeiten, hat einige Vorteile. Als erstes wäre die zeitliche Unabhängigkeit zu nennen. Als Einzelunternehmer genießt man so nicht nur eine gewisse Privatsphäre sondern absolute Freiheit bei den Arbeitsabläufen. Man spart nicht nur den Zeitaufwand für den täglichen Weg zur Arbeit, sondern man kann arbeiten, wann man will und – sofern die jeweiligen Projekte es zulassen – solange man möchte. Insbesondere bei kreativen Berufen ist diese zeitliche Unabhängig oftmals sinnvoll. Manche nutzen beispielsweise gern die frühen Morgenstunden zum Arbeiten, während andere die nächtliche Ruhe bevorzugen, um ihre Ideen umzusetzen. Für junge Mütter ist oftmals die Zeit am besten geeignet, in der die Kinder in der Kita oder Schule sind.

Ein weiterer entscheidender Pluspunkt des Homeoffice sind die Kosten. Für das Büro zu Hause fallen keine Mietkosten an. Zudem sind die Ausgaben für das Büro und dessen Ausstattung von der Steuer absetzbar. Die Einrichtung des Büros kann nach eigenen Vorstellungen und Vorlieben erfolgen, wobei man nicht nur an den Schreibtisch, den Bürostuhl und den Aktenschrank denken sollte. So lohnt es sich beispielsweise, auch eine Sitzecke einzuplanen, wo man beispielsweise Kunden empfangen oder Besprechungen mit Partnern durchführen kann.

Spezialisierte Anbieter für Büroeinrichtungen bieten nicht nur Bürostühle und Büromöbel, sondern Kunden können sich hier zur Büroeinrichtung beraten lassen und Komplettbüros sowie alle notwendigen Ausstattungsgegenstände bestellen.

Licht und Schatten – die Nachteile beim Homeoffice

Gerade für Ein-Personen-Unternehmen klingt die Arbeit von zuhause aus äußerst verlockend, jedoch sollte man bedenken, dass sich hier Arbeit und Alltag oftmals stark vermischen. Eine klare Trennung lässt sich kaum durchsetzen und man ist schnell geneigt, sich ablenken zu lassen. Effektives Arbeiten erfordert daher ein hohes Maß an Disziplin vom Freelancer. Hinzu kommt der Wegfall der sonst üblichen Kommunikation mit Mitarbeitern und Kollegen. Wer kennt das nicht? Der Schwatz in der Kaffeeküche, die schnelle Nachfrage beim Kollegen bringt manchmal den entscheidenden Gedanken oder die maßgebliche Inspiration zur Problemlösung. Wenn sich Freelancer im Homeoffice nicht selbst aktiv um Austausch mit anderen bemühen, leidet schnell das Netzwerk darunter und nicht selten droht Vereinsamung.

Um dies zu umgehen, lohnt es sich über die, zumindest teilweise Verlegung des Arbeitsplatzes in einen Coworking Space nachzudenken. Hier kommt man regelmäßig mit anderen Menschen in Kontakt und ein Austausch ergibt sich von ganz allein.

Coworking Space – flexibel, kommunikativ und günstig

Coworking Spaces gehören zu den so genannten Office Sharing Modellen und bieten dem Nutzer ein hohes Maß an Flexibilität. Dieser kann schnell, unkompliziert und bei Bedarf kurzfristig einen Arbeitsplatz auf Zeit mieten. Je nach Anbieter gibt es neben dem Platz am Schreibtisch alles, was ein funktionstüchtiges Büro benötigt. Dazu gehören Infrastrukturen wie Fax, Drucker, Scanner und auf Wunsch sogar ein Telefonservice. Kaffeeküche oder gastronomische Betreuung im hauseigenen Café inklusive. Für Meetings und Workshops stehen meist auch Konferenzräume und Besprechungszimmer zur Verfügung. Die Buchung erfolgt in der Regel tages-, wochen- oder monatsweise. Der Vorteil besteht darin, ohne langfristige Vertragsbindung jeweils genau das passende Umfeld buchen zu können, was für das aktuelle Projekt benötigt wird. Man zahlt nur für die Dauer der Buchung. So spart man die Kosten für ein separates Büro und bekommt eine professionell ausgestattete Arbeitsumgebung.

Das besondere Plus am Coworking Space ist: man ist nicht allein. Hier finden sich viele verschiedene Freelancer, Startups und Unternehmen unter einem Dach. So hat man als Selbständiger die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten und Menschen verschiedenster fachlicher Ausrichtung in Kontakt zu kommen und das eigene Netzwerk auszubauen.

Fazit: Die gesunde Mischung macht’s

Was auf der einen Seite als Vorteil angesehen wird, kann in manchen Fällen auch nachteilig sein. So muss sich der Nutzer auf einige Einschränkungen einstellen. Coworking Spaces funktionieren wie Großraumbüros. Das heißt, es wird immer eine gewisse Lärmkulisse durch Telefonate, Gespräche, kommende und gehende Kollegen und viele weitere Faktoren geben. Wer wirklich konzentriert an einer kniffligen oder kreativen Aufgabe arbeiten möchte, wird hier oft ein Problem haben. Die Alternative heißt in solchen Fällen wieder Homeoffice.

Dies macht deutlich: beide Arbeitsumgebungen haben ihre Vor- und Nachteile und die Entscheidung für oder gegen eine dieser beiden Alternativen muss jeder für sich treffen. Die optimale Lösung dürfte eine gesunde Mischung aus beidem sein. Diese Freiheit sollte sich der Freelancer in jedem Fall nehmen.

Bildquelle: Pixabay.com

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