Geübte Rhetorik: Einfach überzeugend reden können!

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Wer in der Lage ist, überzeugend aufzutreten, kann Menschen mitreißen und für Dinge begeistern. Es wundert daher nicht, dass in Führungspositionen häufig Menschen zu finden sind, die über gute rhetorische und kommunikative Fähigkeiten verfügen. In manchen Positionen ist überzeugendes Auftreten manchmal wichtiger als herausragende fachliche Kompetenzen. Dies zeigt sich beispielsweise in Bewerbungsgesprächen genauso wie im Meetingraum oder beim Startup Pitch.

Manche scheinen ein angeborenes Talent zur Rhetorik zu haben, andere wiederum haben hier echte Schwierigkeiten. Was aber kann man tun, um die eigenen rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern? Gibt es Tipps, wie man zum kompetenten Redner werden kann? Dieser Beitrag gibt Antworten.

Rhetorik – Definition und Rolle

Das Wort Rhetorik stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „die Kunst des Redens“. In der antiken Polis spielte die Redegewandtheit eine bedeutende Rolle. Debatten wurde regelrecht als Wettkämpfe betrachtet und auch ausgetragen. Man erinnere sich hierbei nur an den berühmten Redewettstreit zwischen Sokrates und dem Sophisten Thrasymachos von Chalkedon aus Platons „Der Staat“. Wichtigstes Merkmal einer guten Rhetorik ist es laut Aristoteles, Zuhörer von der eigenen Position zu überzeugen, nicht, sie zu etwas zu überreden.

Aristoteles war einer der ersten Philosophen, die darauf hinwiesen, wie sehr es bei einem Vortrag auf die Rhetorik ankommt. Er gliederte das Gebiet der Rhetorik in die drei Teilbereiche: Logos, Ethos und Pathos.

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Rhetorik

Logos, Ethos und Pathos: die 3 Säulen der Rhetorik

Logos (Vernunft) – Zahlen, Daten, Fakten rational verpackt in Argumenten. Damit meint Aristoteles, dass die vorgebrachten Argumente schlüssig und nachvollziehbar sein müssen. Für diesen Zweck eignen sich insbesondere Statistiken, Charts und Tabellen, die als Überblick über das Vortragsthema dienen.

Ethos (Gesinnung) – verlangt nach Glaubwürdigkeit und Authentizität des Redners. Es ist also die Art und Weise, wie ein Redner die Argumente vorbringt. Wirkt ein Redner fachlich kompetent, ist ein Zuhörer eher bereit, diesem in seiner Argumentation zu folgen.

Pathos (Überzeugung) – beinhaltet die Emotionalität einer Rede. Gelingt es dem Redner sein Publikum mitzureißen, spielt die Schlüssigkeit der angeführten Argumente oft nur eine Nebenrolle. Hier gewinnt beispielsweise das Thema Storytelling eine entscheidende Bedeutung. Wer mit einer bildhaften Sprache arbeitet, kann sich leichter Gehör verschaffen als jemand, der nur trockene Zahlen vorliest.

Geübte Rhetorik: Einfach überzeugend

Rhetoriktraining kann ein Schlüssel beim gezielten Einüben von Vorträgen sein. Ein häufiges Problem, welches das erfolgreiche Erlernen von Rhetorik bereits im Ansatz verhindert, ist das sogenannte Lampenfieber. Dem ist jedoch sehr leicht und umfassend Abhilfe zu schaffen. Lampenfieber ist nämlich vor allem eines: Einbildung! Es äußert sich als Nervosität, als „weiche Knie“ und resultiert fast immer aus einer schlechten Vorbereitung und der damit verbundenen Angst, vor Publikum plötzlich „alles zu vergessen“. Bei der richtigen Strategie und häufigem Üben der Redesituation wird dieses Gefühl allerdings gar nicht mehr aufkommen!

Welche Übungen helfen gegen Lampenfieber?

Fakten einprägen: Bei der intensiven Vorbereitung spielt auch die häufige Wiederholung der wichtigsten Fakten eine Rolle. Je erkennbarer der roten Faden für den Redner ist, desto eher wird es ihm gelingen, seine Zuhörer durch seinen Vortrag zu fesseln.

Wesentliches stringent organisieren: Wer die wichtigsten Punkte sinnvoll miteinander verbindet, erweckt so den Eindruck von umfangreicher Informations- und Wissensvermittlung. Der Zuhörer fühlt sich ernst genommen und gut unterrichtet. Dadurch lässt sich die Konzentration des Publikums aufrechterhalten, was verhindert, dass Unruhe und Geräuschkulisse entstehen.

Redefluss verbessern: Wer sich in seinem Vokabular sicher fühlt, vermittelt einen selbstbewussten und konzentrierten Eindruck. Eloquenz trägt zum besseren Verständnis der Inhalte bei und wirkt sich verbindend auf die gesamte Struktur des Vortrags aus. Eloquenz bedeutet nicht, einen besonders komplizierten Wortschatz oder Fremdwörter einzusetzen. Im Gegenteil: Eloquenz erleichtert den Zugang zu den vorgetragenen Themen, weil das genutzte Vokabular authentisch wirkt.

Vorbilder entdecken: Oft ist ein Vorbild nützlicher als tausend Worte. Wirken die Vorträge einer Person besonders eindrucksvoll, kann es hilfreich sein, diesen Stil zu Übungszwecken zu kopieren. Während der Imitation entwickelt sich schnell eine eigene Redeweise, die auf den Sprecher zugeschnitten ist. Charakteristische Züge stellen sich spätestens bei Probevorträgen von selbst ein, da die Persönlichkeit des Redners immer in seinen spezifischen Vortragsstil einfließt.

Noch mehr gute Tipps und gezielte Rhetoriktrainings finden sich unter https://www.robert-spengler.de/rhetoriktraining/

Bildquelle: Pixaby.com

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