foodsharing, Lebensmittel teilen statt wegwerfen!

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In kaum einem anderen Land wie dem unseren wird so achtlos mit Lebensmitteln umgegangen. Sowohl Supermärkte und Gastronomiebetriebe als auch private Haushalte sind verantwortlich dafür, dass in Deutschland jährlich Millionen Tonnen von Lebensmitteln einfach im Müll landen. Jeder Deutsche wirft im Schnitt rund 80 Kilogramm Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel weg und verursacht so riesige Mengen von vermeidbarem Müll. Es handelt sich nämlich in vielen Fällen keineswegs nur um verdorbene Waren, sondern der größte Teil der Lebensmittel ist noch vollkommen in Ordnung, teilweise sogar originalverpackt und problemlos genießbar.

Viele haben es sicher schon mehrfach erlebt: Der Urlaub beginnt und der Kühlschrank ist noch halb gefüllt, die Obsternte im eigenen Garten ist so reich ausgefallen, dass die Früchte gar nicht selbst verarbeitet oder verbraucht werden können oder der Single hat wieder einmal zu viel eingekauft. Wohin mit den guten Lebensmitteln? Seit kurzem heißt die Devise Teilen statt Biotonne.

foodsharing
foodsharing (Bildquelle: Screenshot foodsharing.de)

Mit foodsharing.de: Teilen statt Tonne

Die Online Lebensmittel-Verschenk-Plattform foodsharing.de macht jetzt Schluss mit der Verschwendung von Lebensmitteln. Das Kölner Startup foodsharing.de, das unter anderem von Markus Schäfer und dem Filmemacher Valentin Thurn initiiert wurde, ist eine Plattform, auf der Mitglieder übriggebliebene Nahrungsmittel anbieten, teilen und tauschen können. Mitglieder haben auf der vor rund einem Jahr gegründeten Plattform die Gelegenheit, ihre zu viel gekauften Lebensmittel anderen Mitgliedern kostenlos zur Abholung anzubieten. Dabei sind sowohl Privatpersonen als auch Händler und Erzeuger der jeweiligen Regionen angesprochen. Mittlerweile haben sich fast 30.000 Mitglieder in mehr als 230 Städten Deutschlands bei foodsharing.de registriert und leisten einen wertvollen Beitrag gegen die Verschwendung von Lebensmitteln und zum Schutz der Umwelt.

Wie funktioniert das Prinzip bei foodsharing.de?

Das Prinzip von foodsharing.de ist denkbar einfach und funktioniert über foodsharing Apps per Smartphone oder PC. Nach der kostenlosen Registrierung, richtet der User einen Warenkorb mit seinen Lebensmitteln ein, die er verschenken möchte. Außer Hackfleisch, Fisch und roh verarbeiteten Eier kann man alles anbieten. Es kann also durchaus auch das fertige Menü oder das selbst geerntete Obst aus dem Garten sein. Die Devise heißt dabei: „Gib nur das weiter, was Du auch selbst essen würdest.“ Die Lebensmittel werden mit einer aussagefähigen Beschreibung und der Ortsangabe versehen, wo die Ware abgeholt werden kann. Wer auf der Suche nach Lebensmitteln ist oder wem noch eine Zutat für ein bestimmtes Gericht fehlt, der kann über die Suchfunktion nach Angeboten in seiner Nähe fahnden und sich die entsprechende Offerte mit einem Klick sichern, um sie anschließend abzuholen oder sich mit dem Spender verabreden. Die Smartphone App weist dabei sogar den kürzesten Weg per Fahrrad.

foodsharing.de: nachhaltig und sozial

foodsharing.de setzt nicht nur ein umfassendes Konzept zur Nachhaltigkeit um, sondern zeigt gleichzeitig soziale Verantwortung. Und apropos sozial: Mitglieder der foodsharing.de Community lernen immer wieder jede Menge netter Menschen kennen, denn man kann über foodsharing.de nicht nur Lebensmittel tauschen, sondern sich auch zum gemeinsamen Kochen verabreden, um überschüssige Lebensmittel mit anderen Leuten zu teilen, statt sie wegzuwerfen.

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