Etikettiermaschinen: Produkte komfortabel kennzeichnen!

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Wer als Unternehmen seine Prozesse optimal gestalten möchte, muss dafür sorgen, dass die richtigen Materialien in ausreichender Stückzahl zur rechten Zeit an der richtigen Stelle zur Verfügung stehen. Dies zu gewährleisten ist die Aufgabe der Logistik. Die Logistik sorgt auch dafür, dass im Onlinehandel gekaufte Artikel im Lager zuverlässig gefunden werden und den Kunden termingerecht und in einwandfreiem Zustand erreichen. Voraussetzung, dass Sendungen bei ihren Empfängern zuverlässig und verlustfrei ankommen, ist, dass die einzelnen Artikel bzw. Packstücke genau adressiert sind. Im Zeitalter der Digitalisierung setzen bereits einige Unternehmen in Lagerhaltung und Logistik auf RFID-Lösungen. Die meisten arbeiten jedoch mit gedruckten Etiketten, um Komponenten, Werkstücke, Produkte und Sendungen zu adressieren und während der Prozesse zu identifizieren. In diesem Beitrag geht es um die Etikettenarten und um verschiedene Etikettiermaschinen, die es gibt.

Was sind Etiketten und welche Arten gibt es?

Etiketten oder Label sind analoge, mit Stift oder Drucker beschreibbare, Datenträger aus mehrschichtigem Papier oder Folie, die sich dank einer selbstklebenden Trägerschicht direkt auf der Verpackung oder dem Artikel anbringen lassen. Auf Etiketten können die verschiedensten Informationen dargestellt werden. So lassen sich Preise, Barcodes oder Produktinformationen übermitteln. Zugleich bieten sie die Möglichkeit für ein Markenbranding durch das Firmen-Logo oder einen Slogan. Natürlich sind Etiketten auch essenziell, wenn es darum geht, gesetzliche Vorgaben zur Kennzeichnung zu erfüllen.

Etiketten
Etikettierung

Es gibt die verschiedensten Arten von Etiketten, die man nach Typ und Einsatzzweck unterscheiden kann. Am weitesten verbreitet sind sicher Klebeetiketten, die als Adress-Etiketten und Barcode Etiketten aber auch zur Sicherheitskennzeichnung genutzt werden. Diese werden in der Regel bedruckt, wobei sich die Spanne der Trägermaterialien vom einfachen Papieretikett bis hin zu Duplex-Etiketten bewegt.

Weitere Kriterien zur Unterscheidung von Etiketten sind Materialien sowie die Art der Konfektionierung. Beim Material unterscheidet man beispielsweise in Papier-, Gewebe-, Kunststoff- oder Metalletiketten, während bei der Konfektionierung nach Bogenetiketten oder Rollenetiketten unterschieden wird. Letztere sind bestens für Thermotransferdrucker und Etikettiermaschinen geeignet.

Etikettiermaschinen – Stückzahlen schnell etikettieren

Um Etiketten schnell und in hohen Stückzahlen aufzubringen, nutzt man heute eine Etikettiermaschine, auch Etikettierer genannt. Etikettiermaschinen  und Etikettierautomaten gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, die je nach Verwendungszweck zum Einsatz kommen. Die Auswahl des richtigen Etikettierers ist maßgeblich, um Produktionsprozesse und Prozessabläufe zu optimieren.

Fest installierte Etikettierer

In der Produktion und Lagerhaltung hingegen kommen komplexere Modelle zum Einsatz. So nutzen herstellende Betriebe häufig fest in eine Produktionslinie integrierte Etikettiermaschinen. Diese werden über einen Etikettenspender gespeist. So ist sichergestellt, dass jedes Produkt eindeutig gekennzeichnet ist und fertig produzierte Artikel das Band versandfertig verlassen und direkt ausgeliefert werden können.

Mobile Etikettiermaschinen

Für die Etikettierung kleinerer Chargen, für kleine Lager und den Einsatz im Einzelhandel gibt es auch mobile Varianten von Etikettiermaschinen, die dort einsetzbar sind, wo sie gerade gebraucht werden. Dabei handelt es sich meist um Handgeräte, die kabellose, leicht und einfach in der Handhabung sein sollten. Viele werden den klassischen Preisauszeichner im Supermarkt kennen.

Palettenetikettierer

In größeren Lagerbetrieben, Speditionen und im Großhandel kommen häufig Palettenetikettierer zum Einsatz. Diese sind mobil einsetzbar und ermöglichen mit einem Arbeitsschritt, dass Paletten oder Pakete von mehreren Seiten gekennzeichnet werden können – an fast jedem beliebigen Ort. Je nach Bedarf steht eine ganze Bandbreite von Modellen bis hin zu Palettenetikettierern in Modulbauweise zur Wahl. So verfügt beispielsweise der Paletten-Etikettierautomat „A128“ der SRD Maschinenbau GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Enger neben dem Druckmodul über ein innovatives Druck-Spende-System sowie pneumatische Verfahrachsen, die es ermöglichen, drei Seiten einer Palette gleichzeitig zu bedrucken. Ein Kontrollscanner prüft direkt die Lesbarkeit der aufgedruckten Barcodes aus verschiedenen Perspektiven und eine integrierte EDI-Schnittstelle ermöglicht die direkte Anbindung an die EDV und das Warenwirtschaftssystem. Selbst die Erweiterung mit RFID-Adapter ist möglich, so dass bei den Paletten, bei denen ein RFID-Etikett benötigt wird, die Kennzeichnung damit erfolgen kann.

Etikettierer für besondere Einsatzgebiete

Zu dieser Kategorie zählen beispielsweise Flaschenetikettierer, die in der Getränkeindustrie zum Einsatz kommen. Flaschenetikettierer sind speziell auf das Etikettieren von runden und halbrunden, zylindrischen oder rechteckigen Verpackungen oder Kanister ausgerichtet.

Faltschachtel-Etikettierer werden beispielsweise in der Kosmetik und Pharmaindustrie genutzt. Da Cremes, Salben, Pulver und Tabletten, häufig in Tiegeln, Flaschen, Tuben oder Blistern ausgeliefert werden, sind flexible Drucklösungen für Etiketten gefragt. Nicht zuletzt deshalb, weil Kosmetika und Medikamente in der Regel mit einem Schutzsiegel versehen sind, um die Unversehrtheit der darin enthaltenen Ware zu gewährleisten.

Doppel-Etikettierer werden genutzt, wenn Artikel zweiseitig – also an der Ober und der Unterseite etikettiert werden sollen. Diese Modelle sind meist so konzipiert und fest installiert, dass die zu etikettierenden Artikel zwischen den beiden Einheiten durch laufen und so synchron auf der Ober- und der Unterseite beklebt werden.

Fazit: Etiketten und Etikettierer kommen in zahlreichen Prozessen der Produktion, Logistik und Handel zum Einsatz. Sie sind unverzichtbar, wenn es darum geht, Produktionsprozesse zu optimieren und gesetzliche sowie qualitätssichernde Vorgaben zu erfüllen. Die Auswahl des richtigen Gerätes ist maßgeblich, Prozesse optimal und kostengünstig zu gestalten.

Bildquelle: Pixabay.com

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