eMio, Elektroroller-Sharing für Berlin!

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Es klingt wie ein Klischee aus italienischen Filmen der Sechziger: Mit dem Motorroller auf zwei Rädern die Stadt erkunden. Mobilität ohne lange Parkplatzsuche und dazu noch umweltfreundlich – das Berliner Startup eMio macht dies jetzt in der Hauptstadt möglich. eMio ist ein Mobilitäts-Startup, das Elektroroller Sharing nach dem Vorbild von DriveNow oder car2go im Free-Floating-Betrieb umsetzt. Das heißt, die elektrisch angetriebenen Roller parken frei im öffentlichen Parkraum und können vom Nutzer stationsunabhängig per Smartphone App geortet und angemietet werden. Nach der Nutzung werden die Scooter im Innenstadtbereich innerhalb des S-Bahn-Rings wieder abgestellt.

E-Roller Sharing als umweltfreundliche Alternative zum Carsharing

Die Gründer Alexander Meiritz, Hauke Feldvoss und Valerian Seither wollen mit ihrem Startup eine günstige und vor allem umweltfreundliche Alternative zum klassischen Carsharing aufbauen. Nach einer kurzen Testphase brachte eMio Anfang Juli dieses Jahres zunächst 100 Elektroroller auf Berlins Straßen. Bis Ende August wird die Flotte der knallroten Flitzer auf 150 erweitert.

emio Roller Sharing
Screenshot: emio Elektroroller Sharing

Die schnelle Markteinführung verdankt eMio der frühen Förderung des Projekts im Climate-KIC Accelerator, der in eMio ein weiteres vielversprechendes Startup aus dem Bereich Elektromobilität sieht. Dies sahen auch die IBB Beteiligungsgesellschaft GmbH und zwei Privatinvestoren, die sich mit insgesamt 600.000 Euro als Geldgeber am Projekt beteiligten. Stephan Schulze von IBB erklärte dazu: „Die Idee von eMio füllt in der stark wachsenden Sharing Economy die Lücke zwischen Auto und Fahrrad. Dabei setzt das Unternehmen auf die Verbreitung eines nachhaltigen Fortbewegungsmittels, das ohne Emissionen Berlin den Eintritt in die Mobilität von morgen bereitet.“

Elektroroller Sharing bei eMio: So funktioniert´s

Nach der Online Registrierung müssen Nutzer bei eMio ihren Führerschein verifizieren. Dies kann in der Niederlassung oder ganz einfach per Video über Skype geschehen. Über die App können sich Nutzer nun die verfügbaren E-Roller in der Nähe anzeigen lassen und auf Wunsch reservieren. In der Helmbox des Rollers finden sich jeweils zwei Helme sowie Einmalhygienehauben. Nun steht luftigem Fahrspaß mit leisem Elektroantrieb nichts mehr im Weg. Am Ziel angekommen meldet der Nutzer den Roller einfach wieder ab. Abgerechnet wird je nachdem was günstiger ist, entweder pro Fahrminute (19 Cent/Min.) oder pro gefahrene Kilometer (59 Cent/km).

Die Roller erreichen eine Geschwindigkeit von 45 km/h und können mit dem normalen PKW-Führerschein gefahren werden. Eine Akku-Ladung reicht für rund 100 Kilometer. Die Akkus werden von eMio Mitarbeitern in der Regel bereits bei rund 50% Kapazität gegen volle ausgetauscht. Geht trotzdem ein Akku während der Nutzung zur Neige, kann einfach ein Roller in der Nähe angefahren und gegen den derzeit genutzten ausgetauscht werden.

Und so soll es weitergehen

Die Gründer wollen mit eMio Elektroroller Sharing schon bald in weiteren deutschen Städten starten. Zunächst ist die Rede von München und Hamburg. Um die Roller länger auszulasten, planen die Gründer ihren Service im Herbst auf die italienischen Metropolen Rom oder Florenz auszuweiten. Dort könnten ein Teil der Berliner Elektroroller sogar im Winter fahren.

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