Ello, was taugt das neue Social Netzwerk?

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Facebook und Co. sind immer wieder in die Schusslinie geraten. Erhebung und Weitergabe persönlicher Nutzerdaten sind dabei die Hauptkritikpunkte. Insbesondere stören viele User gerade bei Facebook die immer weiter ausufernde Werbung. Das neue soziale Netzwerk Ello will jetzt Signale setzen und alles anders machen. Ello sorgt schon seit einiger Zeit für Schlagzeilen und wird sogar schon als das neue Anti-Facebook gehyped. Ello verspricht nämlich jetzt und in Zukunft totale Werbefreiheit und setzt auf Transparenz und Datenschutz. Dies haben die Macher bereits vor einiger Zeit in einem viel beachteten Manifest betont.

Was ist Ello und wie funktioniert das Netzwerk?

Ello ist ein soziales Netzwerk, das von einem Team aus sieben amerikanischen Künstlern und Programmierern um den Künstler, Designer und Unternehmer Paul Budnitz, ins Leben gerufen wurde. Obwohl noch in der Beta-Phase, bewerben sich aktuell stündlich rund 30.000 neue User um eine der begehrten Einladungen, zur Mitgliedschaft im Netzwerk. Wie beim Start von Google+ können auch bei Ello Einladungen von Mitgliedern ausgesprochen werden. Ansonsten gilt: Einladung auf der Ello Website beantragen und warten: First come, first served!

Ello
Ello

Ello bietet eine übersichtliche Plattform in klarer Schwarz-Weiß-Optik mit einigen grauen Akzenten. Das Menü ist auf wenige Punkte reduziert und der Newsstream übersichtlich. Über „Friends“ und „Noise“ lässt sich dieser filtern, dabei werden unter „Friends“ nur Nachrichten von Kontakten angezeigt, die auch als solche gekennzeichnet sind. Unter „Noise“ landen Nachrichten von anderen Kontakten. Die Einteilung bleibt dem User überlassen, das Gegenüber bekommt davon nichts mit. Selbst Stummschalten ist so möglich.

Noch begrenzter Funktionsumfang, Feature List zeigt, was kommt

Beiträge lassen sich kommentieren, eine Bewertungsfunktion in Form von „Loves“ ist in Planung. Eigene Textbeiträge, Grafiken und Links können vom User über das Omnibar genannte Eingabefeld veröffentlicht werden. Dabei können Grafiken via Drag & Drop eingefügt und Texte formatiert werden. Künftig soll es auch möglich sein, Videos von YouTube oder Vimeo per URL sowie Musik von Soundcloud einzubetten.

Noch ist der Funktionsumfang stark begrenzt, doch Ello betont, dass das Entwicklerteam auf Hochtouren arbeitet, um kontinuierlich weitere Features zu integrieren. Was schon umgesetzt und was in Planung ist, erfährt der User unter dem Menüpunkt „Feature List“.

Wie Ello Geld verdient ist noch unklar

Jedes Onlineangebot muss sich finanzieren. Auch Ello hat Kosten und muss Geld verdienen. Nach Angaben der Macher werden künftig einige Funktionen kostenpflichtig, die Basisfunktionen allerdings weiter kostenlos verfügbar sein. Um jedoch mit bezahlten Angeboten Geld zu verdienen, sind erst einmal ausreichend Nutzer notwendig. Trotz des aktuellen Runs auf Einladungen ist es noch ein weiter Weg.

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