DIY-Boom: Selbstgemachtes wird zum Verkaufsschlager!

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DIY ist längst nicht mehr nur ein Thema für Hobbybastler und handarbeitsverrückte Mütter. Ausgebuchte Handarbeitskurse, zahllose Tutorials auf YouTube und anderen Kanälen sowie florierende Online Shops unterstreichen: Do-It-Yourself erlebt derzeit einen riesigen Boom und Selbermachen ist zum absoluten Trendthema geworden. Zudem wird klar, dass Häkeln, Stricken und Nähen nicht mehr nur unter Hausfrauen der Generation 50+ diskutiert werden, sondern dass die Szene immer jünger, vernetzter und zugleich professioneller wird.

Vom kreativen Hobby zum Geschäftsmodell

Auf Kanälen wie Instagram, Pinterest, YouTube und diversen Handarbeits-Portalen präsentieren kreative Köpfe ihre Ideen. Plattformen wie Etsy oder DaWanda erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit als Vertriebskanäle. Nicht wenige DIYler haben dank der vielen Möglichkeiten mittlerweile den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und ihr Hobby zum Beruf gemacht. Vor allem die so genannten Millenials nutzen die sich bietenden Möglichkeiten, um die verschiedensten Geschäftsmodelle umzusetzen.

Nähmaschine
DIY – Nähmaschine

Beeindruckendes Wachstum auf Etsy, DaWanda & Co

Betrachtet man die Verkaufszahlen von Vertriebsplattformen wie Etsy, DaWanda & Co., wird deutlich: Selbstgemachtes ist zum echten Verkaufsschlager geworden. Das Statistik-Portal statista ermittelte beispielsweise, dass sich der Umsatz auf Etsy, dem US-amerikanischen Portal für den Kauf und Verkauf von handgemachten Produkten und Künstlerbedarf, zwischen 2014 und 2016 von 195,6 Millionen auf 365 Millionen US-Dollar nahezu verdoppelte. Allein im ersten Quartal 2017 wurden auf der Plattform rund 97 Millionen US-Dollar umgesetzt. Auch das 2006 gegründete deutsche Portal DaWanda liefert eindrucksvolle Zahlen. Nach eigenen Angaben sind bei DaWanda gegenwärtig ca. 7,3 Millionen Mitglieder registriert, darunter 360.000 HändlerInnen, die aktuell rund 6 Millionen handgefertigte Produkte anbieten.

Natürlich läuft der Verkauf von selbstgemachten Produkten nicht nur über die großen Vertriebsplattformen. Im Netz findet man zahllose Blogs, Onlineshops und Social Media Plattformen, über die vorwiegend junge Kreative ihre Produkte selbst vermarkten.

Der Markt für Handarbeitsbedarf ist der Nische entwachsen

Wer professionell verkaufen will, braucht professionelle Materialien und Werkzeuge. Neben hochwertigen Stoffen, Strick- und Häkelgarnen, Kurzwaren und Nähzubehör ist vor allem erstklassiges Equipment gefragt. Moderne Strickmaschinen und computergestützte Nähmaschinen oder Overlock Nähmaschinen, die sonst nur in Profi-Ateliers zum Einsatz kamen, werden heute von Selbermachern gekauft und eingesetzt. Diese Nachfrage hat am Markt für Handarbeitsbedarf zu einem kräftigen Wachstum geführt und diesen dem Nischendasein entrissen.

Wie die Initiative Handarbeit, eine der führenden Plattformen für Handarbeiten Anfang 2017 schätzte, erreichte der Gesamtmarkt an Handarbeitsbedarf in Deutschland allein 2016 ein Volumen von 1,25 Milliarden Euro. Knapp 15% der Ausgaben entfielen dabei auf Strick-, Näh- und Overlock Nähmaschinenmaschinen.

Dass der Handarbeitsmarkt wie auch der Markt für Selbstgemachtes zu einem lukrativen Geschäftsfeld geworden ist, zeigt sich auch in der Tatsache, dass selbst E-Commerce-Primus Amazon mit Handmade at Amazon eine eigene Handelsplattform für handgemachte Produkte, Materialien und Zubehör eröffnet hat, um sich ebenfalls ein Stück vom Kuchen DIY zu sichern.

Bildquelle: Pixabay.com

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