Die Welt der Spezialdrucker!

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Ein Drucker zählt mittlerweile zur Standardausstattung in den Haushalten in Deutschland. Dabei kommen mehrere verschiedene Möglichkeiten infrage. Am beliebtesten sind dabei Laserdrucker und Tintenstrahldrucker. Obwohl die Technik dabei ganz unterschiedlich ist, besteht zwischen den beiden Modellen die Gemeinsamkeit, dass sich beide dazu eignen, um Normalpapier zu bedrucken. Darüber hinaus gibt es jedoch noch einige weitere Möglichkeiten. Diese bieten sich auch für den Druck auf anderen Materialien an. Die beliebtesten Spezialdrucker sind der Etikettendrucker und der Kartendrucker. Die Details zu diesen Geräten werden in diesem Artikel vorgestellt.

Etikettendrucker – Der praktische Helfer für Beschriftungen

Ein sehr häufig verwendeter Drucker ist der Etikettendrucker. Da die Etiketten in der Regel deutlich kleiner sind als gewöhnliches Papier, hat auch das Gerät nur recht geringe Ausmaße. Es eignet sich für den Endlosdruck auf Etikettenrollen, sodass es damit möglich ist, recht viele Etiketten in kurzer Zeit auszudrucken. Viele Modelle müssen über einen Computer gesteuert werden. So kann der Anwender schnell und einfach die gewünschten Inhalte für den Druck bereitstellen. Es gibt jedoch auch sogenannte Stand-Alone Etikettendrucker. Diese verfügen in der Regel über einen Steckplatz für eine Speicherkarte oder über einen USB-Anschluss, um die Inhalte zu übertragen. Für individuelle Inhalte ist es bei diesen Geräten möglich, eine externe Tastatur anzuschließen. Es gibt Angebote, bei denen in den Drucker auch ein Etikettenspender integriert ist. Dies sorgt dafür, dass die Anwender die Etiketten schnell und einfach anbringen können.

Die Anwendungsgebiete des Etikettendruckers

Der Etikettendrucker eignet sich dazu, um viele unterschiedliche Adressen, Preisschilder oder Barcodes auszudrucken. Dieses Anwendungsgebiet macht bereits deutlich, dass diese Geräte vorwiegend im Handel und in der Industrie zum Einsatz kommen. Beispielsweise nutzen sie zahlreiche Einzelhändler, um damit ihre Angebote mit Preisen oder mit Strichcodes auszustatten. Auch bei der Abwicklung der Post kommen in vielen Betrieben Etikettendrucker zum Einsatz. Diese ermöglichen es, schnell und einfach die richtige Adresse auf den Briefen und Paketen anzubringen. In Privathaushalten kommen die Etikettendrucker zwar vergleichsweise selten zum Einsatz, doch gibt es auch hier Anwendungsgebiete. Beispielsweise dienen sie zur Beschriftung der Post. Darüber hinaus ist es möglich, damit Aktenordner oder andere Dokumente zu beschriften.

Häufige Anwendungsgebiete für Etikettendrucker im Überblick:

  • Preisschilder
  • Barcodes
  • Adressaufkleber
  • Etiketten für die Beschriftung von Glas- oder Metallbehältern
  • Beschriftung von Ordnern oder anderen Dokumenten

Um Etiketten zu bedrucken, können unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen. Am häufigsten handelt es sich bei diesen Geräten um Thermodirektdrucker. Dabei kommt ein Druckkopf zum Einsatz, der keine Farbe auf das Papier aufträgt, sondern der dieses an einzelnen Stellen erhitzt. Um dieses Gerät zu verwenden, ist ein thermosensitives Spezialpapier notwendig. Dieses ändert seine Farbe, wenn es erhitzt wird. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Geräte für den Thermotransferdruck zu verwenden. Auch hierbei kommt ein Druckkopf zum Einsatz, der sich erhitzt. Allerdings gibt er die Wärme nicht direkt an das Papier ab. Zwischen dem Druckkopf und dem Papier liegt hierbei eine Folie mit einer Spezialbeschichtung. Dabei handelt es sich um eine hitzeempfindliche Farbe, die bei Wärmeeinwirkung schmilzt. Wenn der Druckkopf die Folie erhitzt, gibt sie genau an diesem Punkt die Farbe an das Papier ab. Durch Folien mit unterschiedlichen Farben ist es bei dieser Technik auch möglich, die Etiketten farbig zu bedrucken. Die Etiketten, die mit dieser Technik erzeugt werden, haben eine höhere Lebensdauer als beim Thermodirektdruck und sind insbesondere unempfindlicher gegenüber Licht und Wärme. Eine weitere Alternative stellt es dar, einen Laserdrucker für die Etiketten zu verwenden. Dabei wird eine Trommel mittels eines Lasers an den Stellen, die bedruckt werden sollen, elektrostatisch aufgeladen. Anschließend kommt ein Pulver zum Einsatz, das an den aufgeladenen Stellen haftet. Beim Kontakt mit dem Papier überträgt die Rolle das Farbpulver darauf. Die Laserdrucker überzeugen in der Regel dadurch, dass damit eine höhere Auflösung als mit den beiden anderen Alternativen möglich ist.

Kartendrucker für Ausweise und Magnetkarten

Ein weiterer Spezialdrucker ist der Kartendrucker. Dieser eignet sich dazu, um Plastikkarten zu bedrucken. Der Druck auf gewöhnlichem Papier ist damit nicht möglich. Um mit diesem Gerät zu drucken, sind spezielle Plastikkarten notwendig, die sich für diesen Zweck eignen. Die meisten Geräte eignen sich lediglich für Karten mit den Maßen 85,60 x 53,98 mm. Diese Größe wird oftmals auch als Scheckkartenformat bezeichnet. Beispiele für Karten, die diese Größe aufweisen, sind Kreditkarten, Debitkarten, Telefonkarten, der elektronische Personalausweis, der EU-Führerschein und viele mehr.

Die verschiedenen Ausführungen des Kartendruckers

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen besteht in der Zufuhr der Karten. Für kleinere Arbeiten stehen Kartendrucker mit Einzelkartenzufuhr bereit, doch gibt es auch Modelle mit einem Magazin, das den Arbeitsaufwand beim Drucken von mehreren Exemplaren erheblich vermindert. Einfache Ausführungen eignen sich lediglich dazu, um die Karten zu beschriften. Es gibt jedoch auch Modelle, mit denen es möglich ist, Chipkarten oder Magnetstreifen zu lesen oder zu codieren. Dies ermöglicht es, die Funktionen der Karten erheblich zu erweitern.

Das Anwendungsgebiet der Kartendrucker

Wie bereits aus der Einleitung hervorgeht, kommen die Kartendrucker für sehr vielfältige Aufgaben zum Einsatz. Insbesondere in öffentlichen Behörden sind diese Geräte bereits seit Langem verbreitet, um Ausweise oder Führerscheine zu erstellen. Auch Banken verwenden derartige Geräte, um die Kredit- oder Debitkarten ihrer Kunden zu beschriften. Auch viele andere große Konzerne verwenden diese Drucker, um Ausweise für ihre Mitarbeiter anzufertigen, die ihnen beispielsweise den Zutritt zu einem Gebäude oder zu anderen Einrichtungen gewähren können. Auch Schulen und Universitäten nutzen häufig diese Möglichkeit, um ihre Schüler und Studenten zu identifizieren. Neben den staatlichen Einrichtungen und Großunternehmen nutzen jedoch auch immer mehr Kleinbetriebe diese Option. Beispielsweise können auf diese Weise Freibäder, Fitnessstudios und ähnliche Betriebe damit schnell und einfach ihre Dauerkarten anfertigen. Auch Vereine können damit Ausweise für ihre Mitglieder erstellen. Im privaten Bereich kommen diese Geräte hingegen nur sehr selten zum Einsatz.

Für den Kartendrucker kommen mehrere Druckverfahren infrage. Einfache Geräte verwenden in der Regel den Thermotransfer-Druck. Dabei führt der Drucker einen heißen Druckkopf über ein hitzeempfindliches Band. An den entsprechenden Stellen schmilzt die Farbe und bleibt an der Oberfläche der Karte haften. Mit dieser Technik ist nur ein einfarbiger Druck möglich. Geräte für einen mehrfarbigen Druck verwenden in der Regel den Thermosublimationsdruck. Hierbei hat das Farbband verschiedenfarbige Zonen. Die Karte wird mehrfach daran vorbeigeführt, um nacheinander die gewünschten Farben aufzutragen.

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