Die Digital-Hub-Initiative: deutscher Innovationsmotor!

Veröffentlicht von

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet zunehmend fort. Für viele Menschen wird sichtbar, wie die zunehmende Digitalisierung ihre Lebensgestaltung und Lebensplanung beeinflusst. Für Entwicklungen, die der Einzelne nicht aufhalten kann, gilt als erfolgreiche Strategie: Lerne sie zu verstehen und gestalte sie mit. Doch wie lässt sich das in die Tat umsetzen?

Das Vorbild

Als Synonym für rasante digitale und technologische Entwicklungen wird von vielen das kalifornische Silicon Valley betrachtet. Die hier arbeitenden, hochqualifizierten Mitarbeiter aus aller Welt verfügen über entsprechende Kenntnisse und bringen ein hohes Maß an Experimentierfreude und Risikobereitschaft mit. Reichlich vorhandenes Risikokapital garantiert den Erfolg dieses innovativen Zentrums.

Die mögliche Lösung

Das Silicon Valley ist ein Unikat und in Deutschland existiert kein vergleichbares Zentrum. Aber: Deutschland verfügt über exzellente Großunternehmen, eine tolle und leistungsfähige Hochschullandschaft, international anerkannte Forschungseinrichtungen, Bildungseinrichtungen aller Art auf hohem Niveau und letztendlich über genügend Risikokapital und Risikokapitalgeber. Die Frage ist, wie bringt man Deutschlands Stärken systemkonform zur Geltung?

Digitalisierung

Die Antwort: die Digital-Hub-Initiative

Die Digital-Hub-Initiative, die in Deutschland die Digitalisierung in wichtigen Wirtschaftszweigen vorantreiben soll, startete im November 2016 an fünf ausgewählten Standorten, wobei sich jeder einem besonderen Schwerpunkt widmet:

  • Hamburg – Logistik
  • Frankfurt – FinTech und Cybersicherheit
  • Dortmund – Logistik,
  • Berlin – Internet of Things
  • München – Mobility

Zu diesen fünf Standorten sind im April 2017 noch weitere sieben hinzugekommen.

Statt einem Silicon Valley zwölf ausgesuchte Standorte, von denen jeder seine spezifischen Stärken hat. Die ausgewählten Hub-Standorte erfüllen jeweils besondere Kriterien. Dazu gehört die Nähe zu international agierenden Unternehmen mit weltweiter Marktführerschaft, zu branchenspezifischen und anerkannten Forschungseinrichtungen sowie entsprechenden Bildungsinstitutionen. Weitere Forderungen, die erfüllt sein mussten, bezogen sich auf eine aktive Startup Community und auf Netzwerke von Persönlichkeiten mit anerkannten Fachkenntnissen und Führungsqualitäten. Diese sind in der Lage, eventuell als Berater oder Mentoren Hilfestellung zu geben.

Das Beispiel – München, der „Mobility-Hub“

Im Umfeld des Münchener Hub-Standortes agieren allein sieben DAX-Konzerne sowie mehrere tausend kleiner und mittlerer Unternehmen aus der Hightech Branche. Hinzu kommen über 15 Hochschulen und mehr als zehn Gründer- und Technologie-Zentren. Das Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München, UnternehmerTUM, hilft Gründern und Startups bei der Unternehmensgründung und gilt europaweit als ein einzigartiges Institut.

In diesem Umfeld arbeitet der Münchener Mobility-Hub. Es ist klar, dass die Innovationsprozesse und die voranschreitende Digitalisierung viele neue und zukunftsorientierte Jobs für München bringen. Dies ist also ein weiterer positiver Effekt der vielversprechenden Initiative. Die Münchner Plattform fungiert als Anlaufstelle, sie stellt Gesprächspartner und gibt Hilfestellung in fachlicher und finanzieller Hinsicht. Die Zielsetzung der Organisation beinhaltet den Aufbau von neuen Test- und Experimentierplattformen für die Bereiche Mobility und Smart-City. In der Digital Product School können außerdem jährlich ca. 100 Innovatoren und Startups ein digitales Trainingsprogramm absolvieren.

Bildquelle: Pixabay.com

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.