Das Genossenschaftsmodell der Volksbanken erklärt!

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Das Genossenschaftswesen hat in Deutschland eine lange Tradition. Allein 20 Millionen Deutsche sind Mitglied in einer der zahlreichen Genossenschaften. Weltweit sind sogar 800 Millionen Menschen von der genossenschaftlichen Idee überzeugt. Auch die Genossenschaftsbanken spielen in unserem Land eine wichtige Rolle unter den Geldinstituten. Über 18 Millionen Sparer haben ihr Girokonto bei einer der Volks- und Raiffeisenbanken oder nutzen verschiedene Geldanlagen und Services bei den diversen Tochterfirmen und Partnern der genossenschaftlichen Finanzgruppe.

Doch was ist das Genossenschaftswesen, wer hatte die Idee dazu, was steckt dahinter und wer profitiert davon? Die Volks- und Raiffeisenbanken haben dafür ein aufschlussreiches Video veröffentlicht, welches das genossenschaftliche Modell anschaulich erklärt. In diesem animierten Kurzfilm erklären zwei der Gründerväter des deutschen Genossenschaftswesens, die beiden Herren Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, dessen Funktion. Auf charmante Art und Weise erfährt der Zuschauer alles Wichtige über das Grundprinzip und die Wirkungsweise des genossenschaftlichen Denkens und Handelns.

Das Prinzip: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“

Ganz im Stile ihrer Zeit, der Mitte des 19. Jahrhunderts, auftretend zeigen die beiden Sozialreformer, die sich im Leben selbst nie begegnet sind, wie das Prinzip der Genossenschaft an sich funktioniert und referieren über dessen Vorteile für alle Beteiligten. Das Credo daraus und damit der Kern der von ihnen initiieren genossenschaftlichen Idee lautet: „Was einer alleine nicht vermag, schaffen jedoch viele Menschen gemeinsam.“

Hermann Schulze-Delitzsch macht deutlich, dass beim Genossenschaftsmodell nicht der Profit im Vordergrund steht, sondern die demokratische Entscheidung der Mitglieder. Jedes Mitglied ist stimmberechtigt und kann so den Kurs mitbestimmen, Die Genossenschaft ist laut selbst ernannten Statuten neben den Forderungen der Mitglieder zudem auch Werten verpflichtet. Dazu gehören beispielsweise die Hilfe zur Selbsthilfe und Subsidiarität. Dieses Grundprinzip der Genossenschaftsbanken, das die Entfaltung der individuellen Fähigkeiten, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung anstrebt, wird ebenfalls sehr anschaulich erklärt. Danach wirtschaftet jede der 1.100 Genossenschaftsbanken eigenständig und erledigt selbstständig, was sie selbstständig erledigen kann. Sind jedoch Vorteile für die Mitglieder möglich, wird kooperiert. Dazu haben die Volksbanken Partnerunternehmen gegründet, die spezielle Aufgaben übernehmen und in der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken zusammengefasst sind. Dazu gehören beispielsweise die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die Fondsgesellschaft Union Investment, die V+R Leasing Gruppe oder easy@Credit ® als Experte für Ratenkredite.

Regional denken, global handeln und umgekehrt

Volksbanken sind in ihren Regionen verwurzelt, treten daher auch lokal und regional als Ansprechpartner, aber auch als Arbeitgeber und Steuerzahler in Erscheinung. Viele Projekte in den einzelnen Regionen könnten ohne den Einsatz der Volksbanken nicht realisiert werden. Gleichzeitig agieren Genossenschaftsbanken auch global, weshalb ein weiteres Grundprinzip lautet: Lokal denken und global handeln und gleichzeitig global denken und lokal handeln.

Am Schluss des Videos erfahren die beiden Gründerväter, was aus ihrer Idee geworden ist. Das Prinzip ist geblieben: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“

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