Computerhardware importieren: Worauf sollte man achten?

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Qualitative Computerhardware ist ein wichtiger Punkt bei der PC-Zusammenstellung und hat einen direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit sowie die Zuverlässigkeit des Systems. Da bei der Auswahl von Komponenten allerdings auch der finanzielle Aspekt eine Rolle spielt, kommt viele Konsumenten der Gedanken, sich ihre Hardware günstig im Ausland zu bestellen. Doch was gibt es alles bei dem Import von Computerhardware alles zu beachten?

Welche Vorteile winken bei der Bestellung im Ausland?

Der Hauptgrund für den Import von Computerhardware ist sicherlich das große Einsparpotenzial. So ist es nicht selten, dass bestimmte Produkte in den USA oder im asiatischen Raum durch einen deutlich geringeren Kaufpreis gekennzeichnet sind. Dieser Umstand kann beispielsweise günstigen Wechselkursen geschuldet sein oder aber der Tatsache, dass weniger Zwischenhändler in den Kaufprozess involviert sind.

Ein weiterer Vorteil kann in der Produktauswahl begründet liegen, denn häufig sind auf dem ausländischen Markt wesentlich mehr Modelle eines bestimmten Hardwaretyps verfügbar. Dies trifft häufig für Produkte aus den USA zu, wie etwa den beliebten Microsoft Surface Tablets und Apple iPhones – aber auch andere, eher weniger bekannte Produkte. Hinzu kommt, das Neuerscheinungen unter Umständen in den Herstellungsländern früher zu haben sind und Konsumenten auf diese Weise nicht auf die Markteinführung im eigenen Land warten müssen. Weiterhin stellt der Kauf im Ausland eine Alternative dar, falls spezielle oder limitierte Ware im eigenen Land nur sehr schwer zu bekommen ist und daher auf einen anderen Markt ausgewichen werden muss.

Was ist beim Import von Computerhardware zu beachten?

Damit sich ein Kauf im Ausland am Ende auch wirklich lohnt, ist entscheidend von der Auswahl des Lieferanten abhängig. So sollten Hardwareanbieter im In- und Ausland möglichst immer über eine positive Reputation verfügen und in Nutzerkreisen als zuverlässig gelten. Wer hier einem unbekannten Lieferanten vertraut läuft Gefahr, im schlimmsten Fall sein Geld nicht mehr wieder zu sehen. Zuverlässige Anlaufstellen sind hier internationale B2B-Portale, die eine große Liste mit Hardware-Lieferanten führen.

Weiterhin ist es wichtig, dass der Verkäufer ausschließlich mit lizensierter Originalware handelt, da insbesondere im asiatischen Raum eine Vielzahl an minderwertigen Plagiaten von namenhaften Produkten im Umlauf sind. Aus diesem Grund sollten Nutzer bei extrem günstigen Angeboten immer misstrauisch werden, beispielsweise wenn ein renommiertes Markengerät oder -zubehör der aktuellen Generation zum Spottpreis verkauft wird. In diesem Szenario liegt der Verdacht einer Fälschung sehr nahe und bei einem späteren Defekt kann es passieren, dass weitere Hardware des PCs aufgrund von mangelnden Absicherungen zu Schaden kommt – z.B. durch eine fehlerhafte Stromversorgung.

Welche Einfuhrbestimmungen gelten für Computerhardware?

Wer im Ausland Hardware kaufen möchte, sollte sich keinesfalls bloß am reinen Verkaufspreis orientieren, denn je nach Herkunftsland, fällt der endgültige Preis manchmal deutlich höher aus. Dies trifft insbesondere für die Einfuhr aus einem Nicht-EU-Land zu. So kommen beispielsweise Zollgebühren, Mehrwertsteuer und Versandgebühren hinzu, welche die Kosten signifikant in die Höhe treiben können. Weiterhin gelten für elektronische Geräte bestimmte Einfuhrbestimmungen, wie beispielsweise die Erfüllung bestimmter EU-Normen oder das Vorhandensein von spezifischen Kennzeichen. So darf eine Reihe von Hardwarekomponenten nur dann in die EU eingeführt werden, wenn sie den Anforderungen der Harmonisierungsrechtsvorschriften der Gemeinschaft genügt, was in der Regel anhand der CE-Kennzeichnung überprüft werden kann.

Ein Beispiel sind hier PC-Netzteile, bei denen seit dem Jahr 2001 in der EU ein Leistungsfaktorkorrekturfilter verpflichtend ist. Doch auch hier ist – insbesondere bei Einkäufen aus dem asiatischen Raum – Vorsicht geboten, da einige Produzenten auch nicht davor zurückschrecken, falsche Siegel und Kennzeichen auf die Verpackungen zu drucken. Bei diesem Punkt wird noch einmal deutlich, weshalb eine weitreichende, positive Reputation des Lieferanten derart wichtig ist. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, sich einen zuverlässigen Händler und Lieferanten mit der Hilfe von B2B-Portalen, Fachportalen, Messebesuchen oder Internetrecherchen auszusuchen.

Fazit: Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es zwar grundsätzlich möglich ist, mit einer Bestellung im Ausland Kosten zu sparen, dies allerdings auch in der Regel immer einen Mehraufwand bedeutet. Beim Import von Hardware ist es besonders wichtig, ausschließlich von vertrauenswürdigen Quellen zu kaufen und sich über eventuelle Zusatzkosten, bedingt durch Verzollung, Versteuerung oder höheren Versandpauschalen, im Klaren zu sein.

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