Checkliste: Laser, Tinte, Nadel – 3 Techniken im Vergleich!

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Wieso werden im digitalen Zeitalter immer noch unterschiedliche Drucktechniken angeboten? Die Antwort auf diese Frage priorisiert vor allem unterschiedliche Einsatzzwecke. Laserdrucker arbeiten schnell und ergiebig, Tintenstrahldrucker liefern brillante Farbergebnisse bei eher langsamer Drucktechnik und optimal für Durchschlagkopien sind weiterhin die klassischen Nadeldrucker. Bei der Entscheidung für eine der drei Drucktechniken müssen auch der Anschaffungspreis für das jeweilige Gerät und die Folgekosten für Toner, Tinte oder Farbbänder berücksichtigt werden. Wo genau die Unterschiede liegen, wird in diesem Artikel erklärt.

Brother Multifunktionsdrucker
Bildquelle: flickr.com / Markus Tacker

Laserdrucker: Der Drucker für Vieldrucker mit hohen Stückzahlen

Bei der Drucktechnik des Laserdrucks wird die Farbe elektrofotografisch auf das Druckerpapier aufgebracht. Die Konturen auf dem Papier haben einen guten Kontrast und sind gut leserlich. Ein Verwischen oder Verblassen findet selbst bei Wasserkontakt oder UV-Bestrahlung über Jahre hinweg nicht statt. Der Toner für den Laserdrucker ist zudem sehr ergiebig, was die Druck- und somit Folgekosten deutlich reduziert. Dafür sind professionelle Laserdrucker in der Anschaffung oft teurer als Geräte mit anderer Drucktechnik wie Tinte oder Nadel. Vor allem bei großem Bedarf an Druckausgaben in Schwarz-Weiß oder mehrfarbig ist dies langfristig vorteilhaft.

Vorteile:

  • Brillante s/w-Druckqualität auf fast allen Sorten von Druckerpapier
  • Hohe Druckgeschwindigkeit bei gleichbleibend kontrastreicher Qualität
  • Langlebige Drucktechnik und hohe Ausbeute beim Toner

Nachteile:

  • Für Fotopapier und Farbausdrucke weniger gut geeignet
  • Hoher Anschaffungspreis für das Gerät bei vergleichsweise günstigen Folgekosten für Toner
  • Feinstaubbelastung durch das elektrofotografische Verarbeiten des Toners

Tintenstrahldrucker: Der Drucker für Wenigdrucker mit hohen Qualitätsansprüchen

Die Drucktechnik des Tintenstrahldruckers basiert auf einem klassischen Beschriftungsprinzip. Hierbei wird Tinte wischfest und gut leserlich über spezielle Düsen auf das Papier aufgebracht. Die Gerätepreise für Tintenstrahldrucker beginnen nicht selten schon bei 50-60 Euro und sind damit deutlich günstiger als Laserdrucker. Die Modelle arbeiten dafür deutlich langsamer, produzieren aber wiederum farbbrillante Ausdrucke. Besonders für grafische Drucke ist dies ein Vorteil. Die Tintentechnik hat natürlich auch einen deutlichen Nachteil. Wird der Tintenstrahldrucker nämlich längere Zeit nicht genutzt, vertrocknet manchmal die Farbe und die Patronen müssen gereinigt oder sogar komplett neu gekauft werden. Bei den Folgekosten kann es geräteabhängig so sein, dass ein Satz Tintenpatronen beinahe den Anschaffungspreis des Druckers wettmacht, weshalb viele Verbraucher inzwischen zu Alternativ- statt Originaltinte greifen.

Vorteile:

  • Druckfähig auf Papier und anderen bedruckbaren Materialien wie Folien
  • Gutes Farbmischverhältnis bei brillanter Druckqualität
  • Günstiger Anschaffungspreis und moderate Folgekosten für Druckertinte

Nachteile:

  • Tintenpatronen können bei längerer Nichtnutzung eintrocknen
  • Langsame Druckgeschwindigkeit im Vergleich zu Laserdrucker
  • Ausdruck können bei längerer UV-Einstrahlung durch die Sonne ausbleichen

Nadeldrucker: Der Drucker mit durchschlagenden Argumenten

Behörden, Ärzte, Juristen und Industrieunternehmen sind nach wie vor auf Drucke angewiesen, bei denen mit einem Druckvorgang mehrere Durchschläge mit der Beschriftung des Originalblatts versehen werden. Genau hier kommt der Nadeldrucker, oft auch Matrixdrucker genannt, ins Spiel. Die Technik des Nadeldrucks arbeitet dafür vergleichsweise laut und langsam, ist aber für Durchschlagsdrucke nach wie vor unentbehrlich. Nadeldrucker werden inzwischen wieder zu mittelhohen Preisen angeboten, da die Nachfrage hierfür vergleichsweise gering ist und Unternehmen bereit sind hierfür mehr Geld auszugeben. Um einen Druck zu erzeugen, ist ein Farbband nötig, die Druckergebnisse sind dabei allerdings eher mau. Wer Fotos oder Grafiken ausdrucken möchte, ist beim Nadeldrucker an der falschen Adresse und sollte lieber zum Tintenstrahldrucker greifen.

Vorteile:

  • Robuste und langlebige Gerätequalität
  • Druckmöglichkeiten auf Endlospapier und Durchschlagsvordrucken
  • Sehr geringe Folgekosten für Ersatzfarbbänder

Nachteile:

  • Geringe Druckqualität im Vergleich zum Laser- oder Tintenstrahldruck
  • Gerätepreise vergleichsweise teuer
  • Nur wenige Modelle zur Auswahl im Handel

Worauf sollte man beim Kauf eines neuen Druckers achten?

Wer einen neuen Drucker kaufen möchte, sollte gleich vor dem Kauf auch die Folgekosten im Auge behalten. Ferner ist wichtig, wie häufig gedruckt werden soll, welche Druckqualität gewünscht/benötigt wird und ob der Hersteller sowie andere Dritthersteller passendes und günstiges Zubehör für einen späteren Nachkauf anbieten. So lässt sich sehr schnell der passende Drucker finden.

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