carzapp: BETA-Tester in Berlin gesucht!

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carzapp lädt Berliner zum BETA-Test eines neuen Carsharing Konzeptes für Privatpersonen ein. Das Berliner Startup hat sich zum Ziel gestellt, Carsharing im herkömmlichen Sinne zu revolutionieren, denn es soll nicht noch eine neue Flotte von Fahrzeugen auf die Straße gebracht werden, sondern carzapp will dazu vorhandenes Potenzial nutzen und die Möglichkeit schaffen, dass Autos zwischen Privatpersonen schlüssellos per Smartphone-App vermietet werden können. Das Auto soll quasi zum Allgemeingut werden und das Smartphone wird zum Schlüssel und beweist einmal mehr seine zunehmende Funktion als Schaltzentrale des täglichen Lebens.

carzapp
carzapp (Bildquelle: Screenshot carzapp.de)

Carsharing als Zukunftskonzept der Mobilität

Seit Jahren ist Klimaschutz ein ganz großes Thema, wenn es um die Mobilität in der Zukunft geht. In diesem Zusammenhang wurde ja schon vielfach über die gemeinsame Nutzung von Ressourcen nachgedacht und diskutiert und spätestens seit der diesjährigen CeBIT in Hannover, deren Leitthema die Shareconomy war, ist unter anderem auch Carsharing wieder in aller Munde. Unternehmen wie Mercedes und BMW stellen eigene Flotten auf die Straße, um ihre Carsharing-Konzepte Car2Go und DriveNow umzusetzen, wohingegen das Berliner Carsharing Unternehmen carzapp Privatfahrzeuge, die den größten Teil des Tages auf der Straße stehen, für diesen Zweck nutzen will.

Mal ganz ehrlich: Wie lange nutzen Sie Ihr Auto am Tag und wie lange steht es vor der Haustür oder in der Garage und verursacht eigentlich nur Kosten? Genauer betrachtet werden die meisten Privatautos unter einer halben Stunde pro Tag vom Besitzer genutzt und stehen mehr als 23 Stunden täglich ungenutzt am Bordstein. Wie schön wäre es doch, wenn das Fahrzeug einfach seine eigenen Kosten einspielen würde? Hier setzt carzapp an und bietet die Möglichkeit des privaten Carsharings.

Und so funktioniert Carsharing à la carzapp

Wer sich mit dem eigenen Auto beteiligen will, registriert sich bei carzapp – im Moment in Berlin als Beta-Tester möglich – und lässt sich das ZappKit des Unternehmens installieren, das mit der Zentralverriegelung verbunden wird und für die Kommunikation mit dem Smartphone sorgt. Ansonsten läuft alles wie von anderen Carsharern bekannt.

Wer als registrierter Klient ein Fahrzeug benötigt, sieht via Smartphone-App, welche Autos der Mitglieder in der Nähe verfügbar sind. Nach der Auswahl kann das Fahrzeug bequem per Smartphone geöffnet und dann mit dem Zweitschlüssel, der im Fahrzeug hinterlegt ist – allerdings nur funktioniert, wenn das Fahrzeug ordnungsgemäß per Smartphone geöffnet wurde – gestartet werden. Am Ende wird das aufgetankte Auto wieder am Ausgangspunkt abgestellt und per App verschlossen.

Keine Anmeldegebühr und Mitgliedsbeitrag bei carzapp

Weder Mieter noch Vermieter entstehen Anmeldegebühren oder laufende Kosten. Der Vermieter legt den Mietpreis selbst fest, wobei er sich in der Regel an der carzapp-Empfehlung orientiert. Die Preise liegen demnach zwischen 5 und 6 Euro pro Stunde, bzw. 30 bis 35 Euro pro Tag. Die Zentrale übernimmt die Abrechnung, überwacht Standort und Status der Fahrzeuge per GPS und hat auch die Option, Fahrzeuge per Funknetz zu sperren. carzapp erhält vom Vermieter für Service, Provision und für die Versicherung des Fahrzeugs 30% der Fahrzeugmiete.

Alles in allem handelt es sich beim privaten Carsharing mit carzapp um eine Möglichkeit, Autos zwischen Privatpersonen einfach und sicher zu vermieten. Das spart Geld, schont die Umwelt und macht Spaß. Wer unsicher ist und nicht jeden in sein Fahrzeug lassen möchte, kann als Vermieter selbst entscheiden, wann und an wen er sein Auto vermietet – dabei ist es sogar möglich, dass sich Mieter und Vermieter im Vorfeld treffen.

Blick in die Zukunft von carzapp

Dass das Konzept anzukommen scheint, beweist die Tatsache, dass es dem jungen Unternehmen gelungen ist, innerhalb von nur drei Wochen 250.000 Euro über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch zu generieren. 350 Investoren glauben an den Geschäftserfolg und unterstützen die Idee, die laut carzapp CEO Lünstedt bis zum Jahresende in Berlin 1.000 Vermieter haben soll und bereits 2015 der größte private Carsharing-Anbieter Deutschlands sein will.

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