Bitcoin: Ist der Hype wieder vorbei?

Veröffentlicht von

Obwohl keine Volkswirtschaft, kein wertvoller Rohstoff und keine Zentralbank dahinter stehen, sollte der Bitcoin das Geld der Zukunft werden. Der Bitcoin ist seit 2009 im Umlauf und sorgte besonders im letzten Jahr und zu Beginn dieses Jahres immer wieder für Schlagzeilen. Die jüngste Schlagzeile betrifft die Entstehung des Bitcoin selbst.

Die Erschaffung der Kryptowährung geklärt?

Um die Erschaffung des Bitcoin als virtuelle Währung rankt sich ein Mythos. Bisher herrschte die Auffassung, dass der Bitcoin von einer Gruppe von Computer-Freaks unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto geschaffen worden sei.

Anfang März dieses Jahres behauptete eine Reporterin des US-Magazins Newsweek, das Geheimnis der „Bitcoinerschaffung“ gelüftet zu haben. Laut ihren Recherchen soll der Vater des Bitcoin ein US-Physiker japanischer Herkunft namens Dorian Prentice Satoshi Nakamoto sein, der jahrelang an verschiedenen Rüstungsprojekten mitgewirkt haben soll. Der heute in bescheidenen Verhältnissen in Kalifornien lebende 64-Jährige dementierte dies, während seine Familie und andere Bitcoin-Pioniere seine Urheberschaft bestätigen.

Das Auf und Ab des Bitcoin

Der Bitcoin vollführte in seiner noch jungen Geschichte bereits einige Berg- und Talfahrten. Kostete er 2009 noch weniger als einen Euro, erlebte er im Dezember letzten Jahres einen regelrechten Hype und notierte mit 892 Euro auf einem absoluten Höchstwert. Der aktuelle Bitcoinkurs pendelt um 370 Euro. Diese enormen Schwankungen lassen ihn nur bedingt als Spekulationsobjekt geeignet erscheinen, zumal anders als beim Gold, bei der Kunstwährung kein Materialwert dahintersteht.

bitcoin Entwicklung
bitcoin Entwicklung (Bildquelle. Screenshot bitcoin.de)

Der Bitcoin sorgt für Negativschlagzeilen

Seit einiger Zeit steht der Bitcoin allerdings immer wieder in der Kritik. Einige meinen sogar, dass der Hype um den Bitcoin vorbei sei und die Kryptowährung vor dem Aus stehe.

Bereits im Oktober und November letzten Jahres wurde heftig diskutiert, denn der Ruf des Bitcoin litt ungemein, als sich herausstellte, dass die Währung offizielles Zahlungsmittel auf Kanälen wie der Drogen-E-Commerce Plattform Silk Road sei. Diese wurde geschlossen und mittlerweile stehen die Verantwortlichen vor Gericht. Immer wieder wird der Bitcoin mit illegalen Transaktionen in Zusammenhang gebracht.

Ende Februar gab es nun erneut heiße Diskussionen um die Zukunft des Bitcoin als virtuelle Währung. Anlass war der Konkurs einer der größten Bitcoin Börsen Mt.Gox in Tokio sowie der kanadischen Bitcoin Bank Flexcoin. Nachdem Mt.Gox durch Datendiebstahl 740.000 Bitcoins im Wert von 360 Millionen US-Dollar verloren hatte und Konkurs ging, musste Flexcoin schließen, da auch hier Bitcoins im Wert einer halben Million Euro durch Hacker entwendet worden waren.

Nun scheint ein weiterer Rückschlag zu drohen, denn die chinesische Regierung will die Konten von 15 Online Händlern schließen, bei denen mit Bitcoin bezahlt werden konnte. Gerade beim Handel mit chinesischen Online Händlern konnte diese Währung, die sich frei zwischen Geschäftspartnern transferieren lässt und nicht auf Banken und Regierungen angewiesen ist, ihre Vorteile ausspielen.

Bitcoin Börsen genießen weiter Vertrauen

Es gibt aber durchaus auch positive Entwicklungen und nicht wenige Experten, die mit einem Kursanstieg und einer Konsolidierung der virtuellen Währung sowie mit ihrer weiteren Akzeptanz rechnen. So konnte sich die Bitcoin Handelsplattform Kraken erst kürzlich 5 Millionen US-Dollar Finanzierung für den weiteren Ausbau ihrer Handelsaktivitäten sichern. Die Plattform gehört zu den zehn führenden Bitcoin Börsen, auf der auch andere virtuelle Währungen wie Litecoin, Ripple oder Namecoin gehandelt werden. Kraken arbeitet unter anderem mit der Münchener Fidor Bank AG zusammen, die sich als „Deutschlands erste Web-2.0-Bank“ sieht, und ist dabei, enge Geschäftsbeziehungen mit Banken in den USA und anderen Ländern aufzubauen.

Verlässliche Prognosen, wie es mit der Kryptowährung Bitcoin weitergeht, kann wohl keiner geben. Eins scheint jedoch sicher: So schnell ist der Bitcoin nicht totzukriegen.

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.