arkOS, eigene Cloud mittels Raspberry Pi!

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Cloud Dienste erfreuen sich ständig wachsender Beliebtheit. Immer mehr User nutzen den Service von Anbietern wie Dropbox, SkyDrive, Google und Co. Diese bieten eine Menge Vorteile. Unter anderem ermöglichen sie Usern, von überall auf der Welt auf ihre Daten zuzugreifen. Fotos, Videos, Dokumente und andere Dateien lassen sich komfortabel und schnell online speichern und stehen somit jederzeit für die verschiedensten Endgeräte zur Verfügung. Wer sich allerding dieser Dienste bedient, gibt auch die Kontrolle über die eigenen Daten aus der Hand. Die jüngsten Enthüllungen um NSA und Prism haben deutlich gemacht, wo die persönlichen Daten der Anwender landen können bzw. wer sich Einblick in Nutzerdaten verschaffen kann.

Mit arkOS zur eigenen Datenwolke

Das sicherste Prinzip ist noch immer, eigene Daten selbst zu verwalten. Dies dachte sich auch der kanadische Politik-Student Jacob Cook, und entwickelte ein einfach zu bedienendes Betriebssystem, mit dem User ihre eigene Cloud einrichten und verwalten können. Das LINUX basierte offene Betriebssystem für den Raspberry Pi arkOS ist am besten mit „schnell, einfach und sicher“ zu charakterisieren und eignet sich deshalb perfekt auch für weniger versierte Computeranwender. Es ermöglicht dem Anwender, eigene Cloud Dienste auf dem Raspberry Pi laufen zu lassen.

Das Betriebssystem wird zusammen mit der grafischen Benutzeroberfläche Genesis ausgeliefert, und lässt sich hier auf der Website von arkOS (arcos.io) herunterladen. Genesis erlaubt eine komfortable Administration des Systems, ohne komplizierte LINUX-Programmbefehle in die Konsole eingeben zu müssen. (arkOS Installationsanleitung)

Erste Cloud Dienste sind bereits nutzbar

arkOS befindet sich zwar noch in der Entwicklung, laut Cook wird die Software aber inklusive komfortablen Konfigurationstool 2014 voll funktionstüchtig zur Verfügung stehen. Bereits jetzt lassen sich mit arkOS und dem Raspberry Pi Blogs betreiben und Websites mit Jekyll ausliefern sowie Dateien auf einer angeschlossenen Festplatte verwalten. Mit der ebenfalls frei zugänglichen Software ownCloud lassen sich aber nicht nur Dateien verwalten, sondern wie auch bei den Profidiensten Daten, Kontakte und Termine synchronisieren und mit PC oder mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet abgleichen. Chat, Mail-Server, Social Networking Plattform und noch vieles mehr werden in naher Zukunft zur Verfügung stehen.

Crowdfunding Kampagne bringt mehr als erwartet

Um alle Kraft in die Entwicklung und die Vervollkommnung einer stabilen Version von arkOS stecken zu können, startete der Entwickler Jacob Cook im November eine Crowdfunding Kampagne, mit der er mehr als 53.000$ und damit 8.000$ mehr als ursprünglich erhofft, einsammeln konnte. Das Geld ist in jedem Fall gut angelegt, denn das Interesse an Open Source Cloud-Lösungen, die unabhängig von den großen Anbietern realisiert werden und die ein hohes Maß an Datensicherheit ermöglichen, ist groß wie nie.

Ein Kommentar

  1. ArkOS klingt ebenfalls interessant. Bisher habe ich von dieser Lösung noch nichts gehört und deshalb den Raspberry Pi + Raspbian verwendet, um darauf eine Cloud-Lösung zu installieren. Meinen Weg habe ich mal hier beschrieben: http://eigene-cloud-einrichten.de

    Im Prinzip habe ich einfach einen Nginx-Webserver aufgesetzt, PHP installiert und dank dynamischem DNS kann die Owncloud von überall aufgerufen werden. Besonders praktisch ist ja bei dem Raspberry Pi der geringe Stromverbrauch, so kann man ihn gut den ganzen Tag laufen lassen, wie ich es jetzt auch bei meiner „Homecloud“ handhabe.

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