12+ Chromebooks im Kurzportrait!

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Chromebooks sind beliebt wie nie. Die im Sommer 2011 erstmals vorgestellten Notebooks, mit dem Betriebssystem Chrome OS, gewinnen zunehmend an Popularität. Laut ABI-Research, einem US Marktforschungsunternehmen, wurden allein im 3. Quartal dieses Jahres 67% mehr Chromebooks ausgeliefert, als im Vergleichsquartal 2013. In den USA sind vor allem Bildungseinrichtungen und zunehmend auch Unternehmen an diesen mobilen Multitalenten interessiert. Vor allem aber werden Chromebooks in letzter Zeit bei privaten Endverbrauchern immer beliebter. Wurden Chromebooks am Anfang als leistungsschwache Netbook-Variante betrachtet, erkennen immer mehr Nutzer das Potenzial als schlanke Alternative zum Windows-Laptop oder zum Mac.

Die gestiegene Popularität ist einerseits auf die verbesserten Leistungsparameter sowie das gewachsene Angebot an Web-Anwendungen zurückzuführen. Wesentliche Argumente für den Kauf von Chromebooks dürften aber vor allem die zunehmende Angebotsvielfalt, die geringeren Wartungskosten und der günstige Anschaffungspreis sein. In der Regel gewährt Google mit dem Kauf eines Chromebooks zusätzlich sogar ein recht großzügig bemessenes Kontingent an Cloud Speicher auf Google Drive.

Was zeichnet Chromebooks aus?

Bei Chromebooks handelt es sich um Notebooks, bei denen das von Google entwickelte Chrome OS als Betriebssystem – eine LINUX-Distribution – zum Einsatz kommt und bei denen die Anwendungen als Cloud-basierte Web-Applikationen ausgeführt werden. Da nur wenige Anwendungen offline funktionieren, benötigen Chromebooks eine permanente Internet-Verbindung. Einige werden mit integriertem UMTS-Modul ausgeliefert, so dass sie auch wirklich überall genutzt werden können.

Aufgrund der Tatsache, dass bei Chromebooks Software as a Service zum Einsatz kommt und auf unnötigen Hardware-Schnickschnack verzichtet wird, sind diese kaum störanfällig, so dass User kaum etwas kaputtmachen können. Darüber hinaus sind sie leicht, flach und mit Displaygrößen von 11“ bis 14“ besonders handlich. Schließlich sind Chromebooks im Nu einsatzbereit, denn der Boot-Vorgang dauert nur wenige Sekunden.

Mit Chromebooks zielen die Hersteller unter anderem auf Lernende in Schulen, Weiterbildungseinrichtungen, Außendienstler, Webworker und alle, die mobil sein wollen oder müssen und von überall auf ihre Daten und Anwendungen zugreifen möchten, ab. Auch die Preise für Chromebooks sinken weiter. Erst kürzlich kündigten ASUS und Lenovo für Ende 2014 bzw. Anfang 2015 Chromebooks für Preise unter 150 Euro an.

Chromebooks im NetzNews Kurzporträt

Nachdem die ersten Chromebooks zunächst nur von Samsung, Acer und HP vorgestellt wurden, sind heute auch Hersteller wie Toshiba, Lenovo und ASUS auf den Zug aufgesprungen. Um interessierten Lesern einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Angebote an Chromebooks zu geben, wollen wir hier einige der aktuell verfügbaren und angekündigten Modelle im NetzNews Kurzporträt vorstellen. Den Anfang machen Modelle der Chromebook Pioniere Acer, Samsung und HP.

Acer Chromebook C720 und C720P

Das Acer C720 Chromebook mit 11,6-Zoll-Display für rund 250 Euro wird angetrieben von einem 1,4 GHZ Intel Celeron CPU. Es verfügt über 2 GB RAM sowie 16GB Flashspeicher. Mit einem Gewicht von nur 1,25 kg und einem Akku, der genug Power für rund 8,5 Stunden Betrieb bringt, repräsentiert das C720 Chromebook den Durchschnitt. Je einmal Anschlüsse für USB 3.0, USB 2.0, Kopfhörer und HDMI sowie ein SD-Kartenslot sorgen für Konnektivität. Neben WLAN bietet das Chromebook von Acer auch Bluetooth 4.0.
Das Acer C720P Chromebook mit denselben Ausstattungsmerkmalen kommt zusätzlich mit einem Touchscreen und kostet knapp 300 Euro.

HP Chromebook 14

Das HP Chromebook 14 ist eins der größten Chromebooks überhaupt. Das 14-Zoll-Display im 16:9 Format löst, wie auch das Acer C720, mit 1.366 x 768 Pixeln auf. Auch hier arbeitet ein Intel Celeron CPU mit 2×1,4 GHz, was jedoch die übrige Ausstattung betrifft, bietet HP verschiedene Varianten mit 2 und 4GB RAM sowie 16GB oder 32GB SSD-Speicher an. In puncto Konnektivität bietet das HP Chromebook 14 zwei USB 3.0, je einmal USB 2.0, HDMI und Kopfhörerbuchse. Natürlich wird auch WLAN und Bluetooth 4.0 unterstützt. Mit einer Akkulaufzeit von maximal 9,5 Stunden spielt das HP Chromebook, das zu Preisen ab knapp 300 Euro zu haben ist, weit vorne mit.

Samsung Chromebook Serie 3

Das Samsung 303C12 H01 Chromebook mit UMTS ist aktuell für rund 250 Euro zu haben und gilt als eins der führenden in puncto Preis-Leistungsverhältnis. Das 11,6-Zoll Samsung Chromebook mit LED Display ist in weniger als 10 Sekunden einsatzbereit. Der Exynos 5250 Prozessor von Samsung mit 2×1,7 GHz wird unterstützt von 2GB RAM. Das Samsung Chromebook kommt mit 16GB Flashspeicher und Intel HD Grafik. Neben HDMI sind USB 3.0, WLAN-n und ein UMTS-Modul verbaut. Wer im Besitz einer Multi-SIM Karte ist, packt diese ins Gerät schon geht es online – egal wo.

Samsung Chromebook Serie 3
Samsung Chromebook Serie 3
Toshiba CB30-102

Toshiba stellt mit dem Toshiba CB30-102 ein 13,3-Zoll Chromebook vor. Das rund 300 Euro teure Gerät liefert wie die anderen vorgestellten Geräte ebenfalls nur eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Ein Intel Celeron 2955U mit 1,4GHz mit 2GB RAM sowie 16GB SSD-Speicher sind die technischen Hauptmerkmale. Das Toshiba CB30-102 Chromebook verfügt über zwei USB-3.0-Anschlüsse, Kopfhörer- und HDMI-Anschluss sowie einen SD-Kartenleser. Die Akkulaufzeit liegt laut Hersteller bei rund 8 Stunden.

Lenovo Chromebooks N20 und N20P

Der chinesische Hersteller Lenovo hat 2014 mit den Modellen Lenovo N20 und Lenovo N20P zwei neue 11-Zoll Chromebooks vorgestellt. Während das N20 ein Chromebook der klassischen Bauart ist, fällt das N20P besonders dadurch auf, dass es über einen Touchscreen verfügt. Durch Umklappen des Bildschirms mittels besonderer Scharniere verwandelt sich das Lenovo N20P in einen Tablet-PC. Beide Geräte werden von einem stromsparender Intel Celeron-Prozessor (2,41 Dual Core) der Haswell-Baureihe angetrieben und besitzen 2GB Arbeitsspeicher sowie 16 Gigabyte SSD-Speicher. Das klassische Chromebook kann aktuell für rund 280 Euro geordert werden, während für das Convertable Chromebook Lenovo N20P rund 300 Euro fällig werden.

Lenovo Chromebooks N20
Lenovo Chromebooks N20
Chromebook Pixel

Das Chromebook Pixel fällt ein wenig aus dem Rahmen, denn es stellt aktuell die Königsklasse unter den Chromebooks dar. Dies allerdings nicht nur in der Ausstattung, sondern auch im Preis. Das Chromebook Pixel ist für Preise um 1.300 US-Dollar für die W-LAN-Variante und um 1.500 US-Dollar für die LTE-Ausführung zu haben.

Chromebook Pixel
Chromebook Pixel

Was gibt es dafür? Ein hochwertig verarbeitetes, nur 1,7 cm hohes und 1,5 kg schweres Chromebook im Aluminiumgehäuse. Das 12,85-Zoll-Touchdisplay aus Gorilla-Glas löst mit 2560×1700 Pixeln auf. Angetrieben wird das Chromebook Pixel von einem Intel Core i5-Prozessor mit 2×1,8 GHz, dem 4GB RAM zur Seite stehen. 32GB SSD (sogar 64GB bei der LTE-Version), Chrome-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung, Touchpad aus geätztem Glas und HD-Webcam sind weitere Ausstattungsmerkmale des Chromebook Pixel. Darüber hinaus stellt Google 1TB Online Speicher zur Verfügung. Größtes Manko des Chromebook Pixel ist die geringe Akkulaufzeit von gerade einmal 3,5 Stunden. Aktuell ist das Chromebook Pixel leider noch nicht in Deutschland verfügbar.

Acer Chromebook CB3-111 und Acer Chromebook CB5-111

Im Gegensatz zum Chromebook Pixel sind die Acer Chromebooks CB3-111 und CB5-111mit Preisen von etwas über 200 Euro bzw. ab 350 Euro eher am unteren Ende der Preisskala angesiedelt. Das Acer Chromebook CB3-111 ist mit einem Intel Pentium N2830 Dual-Core Prozessor, 2GB RAM sowie 16 GB Flash-Speicher ausgestatten. Das 11-Zoll Display im 16:9 Format liefert eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixel.
Das 13,3-Zoll Acer Chromebook CB5-111 kommt mit einem NVIDIA NV Tegra Quad-Core Prozessor, der mit 2,1 GHz taktet. Acer hat hier 4GB RAM sowie 32GB eMMC-Flashspeicher verbaut. Das 13,3“ Full-HD-Display löst mit 1.920 x 1.080 Pixel auf. In punkto Akkulaufzeit, zählt das Acer Chromebook CB5-111 mit 12,5 Stunden zu den Spitzenreitern

Chromebook 2: Flacher, leistungsstärker und Full-HD

Wie gesehen, haben die meisten Chromebooks der ersten Generation lediglich Displays mit 1.366 x 768 Pixel zu bieten. Mit ihren Chromebooks der 2. Generation gehen Samsung, Toshiba und Co. mittlerweile einen Schritt weiter. Als Chromebook 2 bringen diese nicht nur Full-HD-Auflösung, sondern auch deutlich mehr Rechenpower, als die Modelle der ersten Generation.

Samsung Chromebook 2

Das im März 2014 vorgestellte Samsung Chromebook 2 in Kunstlederoptik ist in den USA bereits in zwei Varianten zu haben. Es ist als 11,6-Zoll Chromebook 2 für rund 320 US-Dollar und als Chromebook 2 mit 13,3-Zoll-Display zum Preis von ca. 400 US-Dollar verfügbar. Beide Displays lösen mit Full-HD, also 1.920 x 1.080 Pixeln, auf. Als Prozessor kommt jeweils ein Samsung Exynos 5 Octa zum Einsatz, dem 4GB RAM zur Seite stehen. Auch in puncto Speicher sind beide Modelle mit 16GB Flashspeicher gleich ausgestattet. Als Akkulaufzeit werden 8 Stunden bzw. 8,5 Stunden angegeben.

Samsung Chromebook 2
Samsung Chromebook 2
Toshiba Chromebook 2

Auch Toshiba hat ein Chromebook 2 am Start. Das auf der IFA 2014 vorgestellte 13,3“ Full-HD Chromebook 2 mit Intel-Celeron Prozessor soll ab Mitte des ersten Quartals 2015 auch in Deutschland verfügbar sein. Neben 4GB RAM, 16 GB SSD-Speicher integriertem Kartenleser bietet es Intel Wireless LAN (802.11ac+agn), 1x USB 2.0, 1x USB 3.0 sowie Bluetooth 4.0. Der Akku, des nur 1,35 kg leichten Gerätes soll bis zu 11,5 Stunden halten. Das Toshiba Chromebook 2 wird in Deutschland voraussichtlich ab Mitte des ersten Quartals 2015 verfügbar sein, der Preis ist mit 329 Dollar angegeben.

Toshiba Chromebook 2
Toshiba Chromebook 2

Kleiner Tipp zum Schluss: Google spendiert 1TB Google Drive Speicher
Wer sich zum Kauf eines neuen Chromebooks entschließt, kann aktuell von einer besonderen Aktion profitieren. Denn Google spendiert allen, die bis zum 1. Januar 2015 ein Chromebook kaufen, für 2 Jahre satte 1.000GB Cloud-Speicher im Wert von 240 Dollar. Bedenkt man, dass Chromebooks schon für etwas mehr als 200 Euro zu haben sind, ist dies sicher ein echtes Schnäppchen.

Fazit: Obwohl abgesehen vom Chromebook Pixel ein echter Überflieger im aktuellen Angebot an Chromebooks nicht zu finden ist, gibt es einige durchaus interessante Geräte, die für viele vollkommen ausreichend sein dürften. Mit den neuen Chromebooks 2 kommt nun allerdings wirklich frischer Wind auf und bei den günstigen Preisen dürfte sich bald einiges bewegen. Allerdings sollten Nutzer immer bedenken, dass bei Googles Chrome OS keine klassische Software läuft, sondern man sich mit Erweiterungen und Diensten im Netz auseinandersetzen muss.

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